+43-662-23457-8032 oder +49-221-732102

Aktuelle Veranstaltung

Hier können Sie wichtige Begriffe zum Thema Krebs direkt nachschlagen. Ein noch ausführlicheres Krebslexikon finden Sie bei der Deutschen Krebshilfe.

Register

A

ABCDE-Regel

Checkliste zur Beurteilung von Pigmentflecken und

Muttermalen. A=Asymmetrie, B=Begrenzung, C=Color (Farbe),

D=Durchmesser, E=Erhabenheit über das Hautniveau; kann Hinweise

auf Bösartigkeit der Hautveränderung geben

 

Abdomen

Bauchregion, Bauchraum

 

abdominal

die Bauchregion betreffend

 

Ablatio

wörtl. Abtragung, Ablösung; Entfernung von Körpergewebe oder

Körperteilen

 

Abrasio uteri

Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut ( Kürettage)

 

Abrasio

allg. Entfernung von Körpergewebe durch Abschaben oder

Abkratzen

 

Abstrich

Abstreifen von Zellen von der Haut- oder Schleimhautoberfläche

mit Spatel oder Tupfer zu Untersuchungszwecken

 

Active Surveillance

engl. für aktive Überwachung; Vorgehensweise beim

frühen Prostatakarzinom: Zurückstellung einer Behandlung und

Beobachtung des Krankheitsverlaufs unter regelmäßiger Kontrolle

(Tastuntersuchung,  PSA-Bestimmung,  Biopsie)

 

Adenokarzinom

bösartiger Tumor, der von Drüsengewebe ausgeht

 

Adenom

gutartiger Tumor, der von Drüsengewebe ausgeht

 

Aderhautmelanom

 Melanom an der Aderhaut des Auges

 

ADH

antidiuretisches Hormon

 

Adjuvans

Hilfsstoff, der die Wirkung eines Arzneistoffs verstärkt, jedoch

keine eigene Wirksamkeit hat

 

adjuvant

unterstützend, helfend, ergänzend

 

adjuvante Therapie

ergänzende Behandlung nach vollständiger Entfernung

eines Tumors, um möglicherweise unerkannt im Körper verbliebene

Krebszellen zu zerstören und dadurch einem Rückfall und dem

Entstehen von  Metastasen vorzubeugen

 

Adnexe

allg. Anhangsgebilde; in der Medizin meist für Eierstöcke und

Eileiter gebraucht

 

AE

engl. „adverse event“, unerwünschte Wirkung

 

Afgis

Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem

 

Aflatoxine

von Schimmelpilzen gebildete Giftstoffe, leberschädigend

und krebserregend

 

Allodynie

wörtl. etwa „anderer Schmerz“; Schmerzempfindung nach

einem Reiz, der normalerweise keinen Schmerz auslöst; Ursache sind

meist Nervenschädigungen oder –erkrankungen

 

AFP

Alpha-Fetoprotein;  Tumormarker

 

Afterloading

„Nachladeverfahren“; Form der  Brachytherapie: Bestrahlung

durch kurzzeitiges Einlegen einer Strahlenquelle direkt in den

Tumor oder in seine Nähe

 

Agonist b

Substanz, die an einen spezifischen Empfänger ( Rezeptor)

auf oder in Zellen bindet und dort eine ebenfalls spezifische Wirkung

auslöst

 

AHB

Anschlussheilbehandlung; neue Bezeichnung  Anschlussrehabilitation

 

AIDS

engl. „acquired immunodeficiency syndrome“, durch eine Virusinfektion

erworbene Immunschwäche

 

AIO

Arbeitsgemeinschaft internistische Onkologie der Deutschen

Krebsgesellschaft, Zusammenschluss internistisch-onkologisch tätiger

Fachärzte

 

Akustikusneurinom

gutartiger Tumor, der von den Hüllzellen des Hörund

Gleichgewichtsnerven im Innenohr ausgeht; kann durch sein

Wachstum und Druck auf die Umgebung zu Hörminderung, Störungen

des Gleichgewichts, Schwindel und Lähmung der Gesichtsmuskulatur

führen

 

akut

bezeichnet in der Medizin eine Erkrankung oder Symptome, die

plötzlich auftreten, heftig verlaufen, aber von begrenzter Dauer sind

 

akute lymphatische Leukamie

Abk. ALL; bösartige, akut verlaufende

Erkrankung des blutbildenden Systems, bei der Vorläuferzellen bestimmter

weißer Blutkörperchen, der  Lymphozyten, entartet und

stark vermehrt sind

 

akute myeloische Leukamie

Abk. AML; bösartige, akut verlaufende

Erkrankung des blutbildenden Systems, bei der Vorläuferzellen bestimmter

weißer Blutkörperchen, der  Granulozyten, entartet und

stark vermehrt sind

 

Albumin

Hauptbestandteil der Bluteiweiße, wichtig für das Flüssigkeitsgleichgewicht

zwischen Blut und Gewebe und den Transport von

anderen Stoffen

 

Algesie

Schmerz

 

Alkylanzien

Klasse von  Zytostatika

 

ALL

 akute lymphatische Leukämie

 

Allodynie

wörtl. etwa „anderer Schmerz“; Schmerzempfindung nach

einem Reiz, der normalerweise keinen Schmerz auslöst; Ursache sind

meist Nervenschädigungen oder –erkrankungen

 

allogen

von griech. „allos“: fremd; von einem genetisch verschiedenen

Individuum stammend; Verwendung v.a. im Zusammenhang mit der

Übertragung (Transplantation) von Zellen oder Gewebe von Spender

auf Empfänger

 

All-trans-Retinsaure

auch: Tretinoin, Vitamin-A-Säure; chemisch vom

Vitamin A abgeleitete Substanz; in der Krebsmedizin Anwendung

zur Behandlung einer seltenen Form der  akuten  Leukämie, der

 APL

 

Alopezie

Haarausfall

 

ambulant

medizinische Versorgung in einer Arztpraxis oder Klinikambulanz

 

Amputation

Abtrennung eines Körperteils durch eine Operation

 

AMG

Arzneimittelgesetz

 

Aminosäuren

Bausteine, aus denen Eiweiße (Proteine) zusammengesetzt

sind

 

AML

 akute myeloische Leukämie

 

Amplifikation

Vermehrung bestimmter Abschnitte der  DNA oder Auftreten

von mehr als zwei Kopien eines bestimmten Gens im Zellkern,

was auf verstärkte Aktivität dieses Gens hinweist ( Überexpression)

 

Analgesie

Ausschaltung der Schmerzwahrnehmung

 

Analgetikum

Schmerzmittel; Substanz, die das Schmerzempfinden

Unterdrückt

 

analgetisch

schmerzlindernd

 

Analkarzinom

Krebs im Bereich des Darmausgangs (Afters); entsteht aus

 Plattenepithel

 

 

Anämie

Blutarmut; Mangel an roten Blutkörperchen oder an rotem Blutfarbstoff

( Hämoglobin)

 

Anamnese

griech. Erinnerung; Erhebung der gesundheitlichen bzw.

Krankheitsvorgeschichte: allgemeiner Gesundheitszustand, frühere

Erkrankungen, Entwicklung und Art von Beschwerden, besondere

Risikofaktoren usw.

 

anaplastisch

undifferenziert,  Grading 4 (G4)

 

Anästhesie

Zustand der Betäubung, völlige Unempfindlichkeit gegenüber

Schmerzen, Temperatur und Berührung; gezielt herbeigeführt,

um Schmerzfreiheit bei Untersuchungen und Behandlungen zu erreichen;

Anwendung örtlich oder als Narkose

 

allogen

von griech. „allos“: fremd; von einem genetisch verschiedenen

Individuum stammend; Verwendung v.a. im Zusammenhang mit der

Übertragung (Transplantation) von Zellen oder Gewebe von Spender

auf Empfänger

 

Anastomose

natürliche oder operativ hergestellte Verbindung zwischen

Gefäßen oder Hohlorganen

 

Anatomie

Lehre vom Bau des Körpers

 

Androgene

männliche Geschlechtshormone, v.a. Testosteron

 

Angiogenese

Neubildung von Blutgefäßen

 

Angiogenesehemmer

Medikamente, die die Bildung von Blutgefäßen

hemmen; in der Krebstherapie eingesetzt, um einen Tumor von der

Versorgung mit Nährstoffen abzuschneiden und dadurch sein Wachstum

zu verhindern; zählen zu den  zielgerichteten Therapien

 

Angiographie

Sichtbarmachen von Blutgefäßen mittels bildgebender

Verfahren zu Untersuchungszwecken; meist mit vorheriger Einspritzung

eines kontrastverstärkenden Mittels

 

Angiom

geschwulstartige Gefäßneubildung oder Gefäßfehlbildung

 

Anorexie

ausgeprägte Appetitlosigkeit, häufig bei fortgeschrittenen

Krebserkrankungen

 

Anschlussrehabilitation

Abk. AR, auch Anschlussheilbehandlung (AHB);

medizinische  Rehabilitationsmaßnahme im Anschluss an einen

Krankenhausaufenthalt bei schweren Erkrankungen, nach Operationen

und Unfällen, um die Wiederanpassung des Patienten an die

Belastungen des Alltags- und Berufslebens zu unterstützen; Durchführung

ganztägig ambulant oder stationär in einer spezialisierten

Rehabilitationseinrichtung, Beginn spätestens zwei Wochen nach Entlassung

aus dem Krankenhaus, Dauer zunächst drei bis vier Wochen;

Kostenträger ist in erster Linie die Rentenversicherung

 

Ansprechrate

prozentualer Anteil einer Gruppe von Patienten mit

vergleichbarer Krankheitssituation, bei denen durch eine bestimmte

Behandlung die Krankheitszeichen teilweise oder gänzlich zurückgehen;

in der Krebsmedizin meist für die Rate an Tumorrückbildungen

( Remission) durch eine bestimmte Therapie gebraucht; Ansprechen

ist nicht gleichbedeutend mit Heilung

 

Antagonist

Substanz, die einer anderen entgegenwirkt oder deren

Wirkung aufhebt

 

Anthrazykline

Klasse von  Zytostatika

 

Antiandrogene

Medikamente, die die Wirkung männlicher Geschlechtshormone,

v.a. des  Testosterons, blockieren;  Hormontherapie,

 Antihormontherapie

 

Antiangiogenese

Hemmung der Gefäßneubildung

 

Antidepressivum

Medikament zur Behandlung von Depressionen

 

Antiemetikum

Medikament gegen Übelkeit und Brechreiz

 

Antigen

Merkmal oder Struktur, die vom Immunsystem als „fremd“

erkannt wird

 

Antihistaminikum

Medikament zur Behandlung von allergischen Reaktionen

 

Antihormontherapie

medikamentöse Unterdrückung der Wirkung oder

der Bildung von körpereigenen Hormonen; Anwendung zur Behandlung

von bösartigen Tumoren, deren Zellen durch Hormone (v.a. Geschlechtshormone)

zu Teilung und Vermehrung angeregt werden;

siehe auch  Antiandrogene,  Antiöstrogene)

 

Antikonvulsivum

Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen,

teilweise auch bei Nervenschmerzen wirksam

 

Antikörper

körpereigene Eiweiße (Proteine), die in der Lage sind, Krankheitserreger,

abnorme Zellen oder andere körperfremde Strukturen zu

erkennen und direkt oder im Zusammenspiel mit anderen Mechanismen

der Immunabwehr zu zerstören; Bestandteile des  Immunsystems;

werden von spezialisierten Blutzellen ( Plasmazellen) gebildet

 

Antimykotikum

Medikament zur Bekämpfung von Pilzinfektionen

 

Antiöstrogene

Medikamente, die die Wirkung von weiblichen

Geschlechtshormonen , der  Östrogene, blockieren

 

Antiphlogistikum

Arzneimittel mit entzündungshemmender Wirkung

 

antiphlogistisch

entzündungshemmend

 

Antiseptikum

Desinfektionsmittel zur äußerlichen Anwendung

 

Antitussivum

Arzneimittel mit Wirkung gegen Hustenreiz

 

Anus praeter

künstlicher Darmausgang in der Bauchwand, dauerhaft

erforderlich nach Entfernung des Enddarms; die heute gebräuchliche

Bezeichnung ist  Kolostoma

 

AOK

Allgemeine Ortskrankenkasse

 

AP

alkalische Phosphatase

 

Apherese

Technik zum Filtern und Trennen von Blutbestandteilen

 

APL

akute Promyelozyten-Leukämie, Sonderform der  akuten

myeloischen Leukämie

 

Aplasie

fehlende Entwicklung oder zum Erliegen gekommene Nachbildung

von Zellen oder Geweben

 

Apoptose

„programmierter Zelltod“; natürlicher Vorgang im Zellstoffwechsel:

alte, überflüssig gewordene oder geschädigte Zellen sterben

in einem kontrollierten Prozess ab; zahlreiche Krebsmedikamente

lösen Apoptose aus

 

Applikation

Anwendung, Verabreichung

 

Apudom

früher gebräuchliche Bezeichnung für  neuroendokrine

Tumoren

 

Aquivalenzdosis

von äquivalent: gleichwertig; bezeichnet bei einer Gruppe

ähnlich wirkender Arzneimittel die Dosis eines Medikaments, die

in ihrer Wirkung einer definierten Dosis eines Bezugsmedikaments

aus dieser Gruppe entspricht; wichtig in der Schmerztherapie, z. B. bei

der Umstellung von einem  Opioid auf ein anderes

 

Aromatasehemmer

Substanzen, die die Östrogenproduktion unterdrücken;

Anwendung zur  Antihormontherapie bei Brustkrebs; siehe

auch  Antiöstrogene

 

ASI

aktiv-spezifische Immuntherapie

 

ASS

Acetylsalicylsäure, „Aspirin“

 

Asthenie

Schwäche, Kraftlosigkeit

 

Astrozytom

Gehirntumor, der von den Stützzellen im zentralen Nervensystem

ausgeht; zählt zu den  Gliomen

 

asymptomatisch

symptomlos, ohne Beschwerden

 

Aszites

Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, verursacht u. a.

durch Entzündungen oder Tumorabsiedlungen am Bauchfell

 

Atelektase

zusammengefallener und nicht belüfteter Teil der Lunge,

der nicht für die Atmung zur Verfügung steht

 

Atemdepression

Eingeschränkte Atmung durch Herabsetzung des Atemantriebs

mit oberflächlichen und/oder verlangsamten Atemzügen;

Krankheitsfolge oder durch Medikamente verursacht

 

ATRA

 all-trans-Retinsäure

 

atypisch

von der normalen Erscheinung abweichend

 

AU

Arbeitsunfähigkeit

 

AUC

engl. „area under the curve“, Angabe zur Zytostatikadosierung

 

Ausscheidungsurogramm

auch: Urographie; Röntgendarstellung der

ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre)

mit  Kontrastmittel

 

autolog

vom eigenen Körper stammend; Begriff aus der Transplantationsmedizin:

Übertragung von körpereigenen Zellen oder Geweben

 

Autosomen

die 44  Chromosomen neben den beiden Geschlechtschromosomen

X und Y; 22 Paare, in jedem Paar stammt ein Chromosom

von der Mutter und eines vom Vater

 

autosomale Vererbung

Vererbung über  Autosomen

 

autosomal dominante Vererbung

Erbgang, bei dem ein Merkmal ausgeprägt

wird, auch wenn es nur auf einem der beiden paarigen  Autosomen

verschlüsselt ist

 

autosomal rezessive Vererbung

Erbgang, bei dem ein Merkmal nur ausgeprägt

wird, wenn es auf beiden der paarigen  Autosomen verschlüsselt

ist

 

Axilla

Achselhöhle

 

axillar

in der Achselhöhle gelegen

 

AZ

Allgemeinzustand

B

Bacillus Calmette-Guerin

Abk. BCG; abgeschwächte Form des Tuberkuloseerregers;

in der Krebsmedizin zur  Immuntherapie von oberflächlichem

Harnblasenkrebs eingesetzt; wird direkt in die Blase gegeben

und löst dort eine Immunreaktion aus

 

Barrett-Osophagus

Umwandlung der Schleimhaut der Speiseröhre bei

anhaltendem Rückfluss von Magensaft aus dem Magen; erhöht langfristig

das Risiko der Entstehung von Krebs

 

Basaliom

heller oder „weißer“ Hautkrebs, von den  Basalzellen der

Oberhaut ausgehend; das Basaliom wird als semimaligne („halbbösartig“)

eingestuft, da es keine  Metastasen bildet

 

Basalmembran

Grenzschicht zwischen Oberflächen oder Hohlräume

bedeckenden Zellen (Oberflächenepithel) und Bindegewebe bzw.

Blutgefäßen

 

Basalzellen

Zellen der untersten Schicht der Oberhaut, sorgen durch

Teilung für die Hauterneuerung

 

Basalzellkarzinom

Basaliom

 

Bauchwassersucht

Aszites

 

BB

Blutbild

 

BCG

Bacillus Calmette-Guérin

 

Beckenkammbiopsie

Entnahme einer Probe aus dem roten, blutbildenden

Knochenmark im Beckenknochen mit einer Hohlnadel, die nach

örtlicher Betäubung am hinteren oberen Rand des Beckenknochens

(Beckenkamm) eingestochen wird

 

benigne

gutartig

 

Bestrahlungsplanung

Festlegung des Zielgebiets und der benötigten

Dosis für eine Strahlentherapie mittels Berechnung und Simulation

am Computer

 

BET

brusterhaltende Therapie

 

BfArM

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

 

BfR

Bundesinstitut für Risikobewertung

 

BG

Berufsgenossenschaft

 

bi-, bis-

Vorsilbe: zwei, zweimal

 

Bilirubin

Gallenfarbstoff, der als Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs

Hämoglobin entsteht; stärkere Erhöhung des Blutspiegels führt durch

Ablagerung in der Haut zu Gelbsucht (Ikterus)

 

Biomarker

Oberbegriff für Laborwerte oder andere messbare Merkmale,

die mit einer Tumorerkrankung in Verbindung stehen und deren

Bestimmung zusätzliche Informationen zur Krankheitssituation, zum

wahrscheinlichen Verlauf oder zur Wirksamkeit von Behandlungen

gibt; siehe auch  Tumormarker

 

Biopsie

Entnahme einer Gewebeprobe zu diagnostischen Zwecken, zum

Beispiel mit einer Kanüle (Nadelbiopsie, Stanzbiopsie) oder mit einer

kleinen Zange (Knipsbiopsie)

 

Bisphosphonate

Medikamente, die den Knochenabbau hemmen; werden

in der Krebsmedizin zur Behandlung von knochenauflösenden

 Metastasen und auch zur Vorbeugung von behandlungsbedingtem

Knochenabbau ( Osteoporose) eingesetzt

 

Blasten

unreife, nicht voll funktionsfähige Zellen

 

Blutbild

Anzahl und Aussehen der verschiedenen Blutzellen (rote und

weiße Blutkörperchen, Blutplättchen) und Gehalt an rotem Blutfarbstoff

( Hämoglobin) in einer Blutprobe ; siehe auch  Differentialblutbild

 

Blut-Hirn-Schranke

nur teilweise durchlässige Grenzschicht zwischen

Blutkreislauf und Hirngewebe; Schutzbarriere, die schädliche Stoffe

von den Nervenzellen abhält

 

Blutkorperchensenkungsgeschwindigkeit

Abk. BSG; auch Blutkörperchensenkung,

Abk. BKS; Geschwindigkeit, mit der in einem senkrechten

Röhrchen die Blutzellen nach unten absinken; Labortest; eine erhöhte

Senkungsgeschwindigkeit weist auf entzündliche Vorgänge im

Körper hin

 

Blutplasma

flüssiger Anteil des Blutes nach Abtrennung der Blutzellen

 

Blutplätchen

fachsprachl. Thrombozyten; scheibenförmige, kernlose

Blutbestandteile mit wichtiger Funktion in der Blutgerinnung

 

Blutserum

Blutplasma ohne Gerinnungsstoffe

 

Blutstammzellen

„Urzellen“ der Blutbildung im Knochenmark; können

sich selbst durch Teilung erneuern und in alle Blutzellarten ausreifen

 

Blutstammzelltransplantation

Übertragung von  Blutstammzellen

als Knochenmarkersatz; Behandlungsmethode nach hochdosierter

Chemotherapie, die das blutbildende Knochenmark komplett zerstört

hat; die als Infusion verabreichten Blutstammzellen siedeln sich im

Knochenmark an und setzen die Blutbildung wieder in Gang; die

Stammzellen können vor der Chemotherapie aus dem Blut des Patienten

selbst (autolog) oder von einem gewebsverträglichen Spender

(allogen) entnommen werden; hat die  Knochenmarktransplantation

weitgehend abgelöst

 

B-Lymphozyten

Untergruppe der  Lymphozyten; können nach dem

Kontakt mit einem  Antigen zu  Plasmazellen ausreifen, die

speziell gegen dieses Antigen gerichtete  Antikörper bilden

 

BM

engl. „bone marrow“: Knochenmark

 

BMI

engl. „body mass index“: Körpermasseindex

 

BMT

engl. „bone marrow transplantation“: Knochenmarktransplantation

 

Bolus

wörtl. Schuss; in der Medizin intravenöse Verabreichung einer

bestimmten Medikamentendosis innerhalb kurzer Zeit (statt über

längere Zeit als  Infusion), um rasche Wirkung zu erzielen

 

BPH

benigne Prostatahyperplasie, gutartige Prostatavergrößerung

 

Brachytherapie

Kurzdistanz-Strahlentherapie; Bestrahlung, bei der

die Strahlenquelle ganz nah an den Tumor herangebracht wird;

die Brachytherapie kann mit  Afterloading oder durch dauerhaftes

Einbringen von Strahlenquellen ( Seeds) in den Tumor erfolgen

 

BRCA 1, BRCA 2

BReast CAncer-Gene 1 und 2; Gene, die im Zusammenhang

mit erblichem Brustkrebs und weiteren vererbbaren Tumorerkrankungen

stehen

 

Bronchialkarzinom

Lungenkrebs; von den Bronchien ausgehender bösartiger

Tumor

 

Bronchoskopie

Spiegelung der tiefen Atemwege nach Aufzweigung der

Luftröhre in beide Lungen mit Hilfe eines flexiblen  Endoskops, das

über Mund, Kehlkopf und Luftröhre eingeführt wird

 

BSG

Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit

 

B-Symptomatik

Begleitsymptome bei bösartigen Erkrankungen: Fieber,

Nachtschweiß und Gewichtsverlust

 

BTM

in der Medizin Abkürzung für Betäubungsmittel, deren Anwendung

besonderen gesetzlichen Vorschriften unterliegt; auch bestimmte

Medikamente zur Schmerzbehandlung ( Opioide) fallen unter

diese Regelung

 

BU

Berufsunfähigkeit

 

Burkitt-Lymphom

in Afrika und Südamerika bei Kindern und Jugendlichen

häufiges, bei uns seltenes, vermutlich durch eine Virusinfektion

verursachtes  Non-Hodgkin-Lymphom; tritt besonders im Kopfbereich

und im Bauchraum auf

 

BWS

Brustwirbelsäule

C

c

engl. „clinical“: klinisch

 

CA

engl. „cancer antigen“: Krebsantigen ( Tumormarker); unterschiedliche

Zahlenzusätze

 

Ca. |Abk. für „Carcinoma“: Karzinom

 

Calcitonin

Schilddrüsenhormon, das an der Regulation des Kalziumstoffwechsels

beteiligt ist

 

CAM

engl. „complementary and alternative medicine“: Komplementärund

Alternativmedizin

 

Candida albicans

Hefepilz, der normalerweise Haut- und Schleimhautinfektionen

hervorruft, bei geschwächter Immunabwehr aber auch

innere Organe befallen oder schwere Allgemeininfektionen verursachen

kann

 

Candidose

Pilzinfektion, ausgelöst durch Hefepilze der Gattung Candida

 

Cannabinoide

natürliche oder künstlich (synthetisch) hergestellte

Inhaltsstoffe der Hanfpflanze

 

Carcinoma in situ

Abk. CIS; nach seinen Zellmerkmalen bösartiger,

jedoch örtlich begrenzter Tumor, der die natürlichen Gewebegrenzen

nicht überschreitet und keinen Anschluss an das Blutgefäßsystem

hat; Frühform einer Krebserkrankung

 

CD

für engl. „cluster of differentiation“; große Gruppe unterschiedlicher

Zelloberflächenmerkmale; von Bedeutung besonders für die Charakterisierung

von Leukämien und Lymphomen

 

CEA

Abk. für karzinoembryonales Antigen: ein Tumormarker

 

Ceiling-Effekt

von engl. „ceiling“: Decke; Obergrenze für den Effekt eines

Arzneimittels: trotz Dosissteigerung kann keine bessere oder stärkere

Wirkung erzielt werden

 

CGA

engl. „comprehensive geriatric assessment“; umfassende Beurteilung

des Allgemeinzustands bei älteren und alten Menschen

 

Chemotherapie

in der Krebsmedizin Behandlung mit Substanzen, die

den Zellstoffwechsel und/oder die Zellteilung stören; führt dazu,

dass bevorzugt sich rasch vermehrende und damit auch Krebszellen

zugrunde gehen

 

Chemotherapiezyklus

„Therapieeinheit“ mit Gabe der Medikamente

nach einem bestimmten, für jedes Behandlungsschema vorgeschriebenen

Dosierungsplan; in der Regel umfasst eine Chemotherapie

mehrere Zyklen mit zwischengeschalteten behandlungsfreien Zeiten

 

cholangiozellulares Karzinom

Gallengangskarzinom

 

Chorionkarzinom

früher Chorionepitheliom; seltener bösartiger Tumor,

der bei Frauen aus fehlentwickelten Zellen einer Embryonalanlage in

der Gebärmutter entsteht; kann bei Männern als seltene Form eines

Keimzelltumors der Hoden auftreten

 

Chromosomen

Strukturen im Zellkern, in denen das kettenförmige

Erbmolekül Desoxiribonukleinsäure (DNS) vielfach gefaltet und

mit Eiweißmolekülen verpackt vorliegt; die normalen menschlichen

Zellen enthalten 46 Chromosomen in 23 Paaren, je einen Satz von

Vater und Mutter

 

chronische lymphatische Leukamie

Abk. CLL; bösartige Erkrankung des

blutbildenden Systems, bei der bestimmte weiße Blutkörperchen, die

Lymphozyten, entartet und vermehrt sind; zählt zu den Non-

Hodgkin-Lymphomen

 

chronische myeloische Leukamie

Abk. CML; bösartige Erkrankung des

blutbildenden Systems, bei der Vorstufen bestimmter weißer Blutkörperchen,

der Granulozyten, entartet sind und sich stark vermehren

 

CIN

zervikale intraepitheliale Neoplasie

 

CIS

Carcinoma in situ

 

CLL

chronische lymphatische Leukämie

 

CML

chronische myeloische Leukämie

 

Compliance

engl. für Bereitschaft eines Patienten, eine verordnete Therapie

einzuhalten oder ärztliche Ratschläge zu befolgen

 

Computertomographie

Abk. CT; computerunterstützte Röntgenuntersuchung,

bei der bestimmte Körperregionen in einzelnen Schichten

durchleuchtet werden; aus den gewonnenen Bilddaten lassen sich

Schnittbilder in beliebigen Ebenen herstellen

 

Coping

engl. für Krankheitsverarbeitung

 

Corticosteroide

Oberbegriff für eine Gruppe in der Nebennierenrinde

( Nebennieren) gebildeter Hormone mit ähnlicher chemischer

Grundstruktur ( Steroide) und unterschiedlichsten Wirkungen; auch

für künstlich (synthetisch) hergestellte, als Medikamente eingesetzte

Stoffe mit vergleichbarem Aufbau gebraucht

 

Cortisol

in der Nebennierenrinde gebildetes Hormon mit wichtigen

Funktionen: bewirkt als „Stresshormon“ die Bereitstellung von

Energie aus Körperreserven und unterdrückt Immunreaktionen und

Entzündungen; zählt zur Gruppe der Corticosteroide

 

Cortison

inaktive Form des in der Nebennierenrinde gebildeten

Hormons Cortisol; oft umgangssprachlich anstelle von Cortisol

Verwendet

 

CR

engl. „complete remission“: Komplettremission

 

Creatinin

Kreatinin

 

CS

engl. „clinical staging“; Stadienbeurteilung anhand der Ergebnisse

von körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren

 

CSF

engl. „colony stimulating factor“: koloniestimulierender Faktor;

Wachstumsfaktor

 

CT

Computertomographie

 

CUP-Syndrom

engl. „cancer of unknown primary“, Metastasen bei

unbekanntem Primärtumor: der Ursprung von diagnostizierten

Metastasen lässt sich nicht feststellen; gilt als eigenständiges Krankheitsbild,

etwa zwei bis vier Prozent aller Krebserkrankungen

 

CYFRA 21-1

ein Tumormarker

 

C-Zellen

Zellen der Schilddrüse, die das Schilddrüsenhormon

Calcitonin bilden

D

DAB

Deutsches Arzneibuch

 

Dapo

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie e. V.

 

DCIS

duktales Carcinoma in situ; von den Zellen der Milchgänge ausgehende

Vorstufe von Brustkrebs, die oberflächlich wächst und nicht

streut; unbehandelt Übergang in invasiven Brustkrebs möglich

 

DD

Differenzialdiagnose

 

Dekubitus

Wundliegegeschwür, Druckgeschwür der Haut; Folge einer

Durchblutungsstörung durch anhaltenden Druck auf eine Gewebepartie,

etwa bei fehlender regelmäßiger Umlagerung von Bettlägerigen;

verschiedene Schweregrade von einfacher Hautrötung über offene,

nicht heilende Wunden bis hin zum Absterben von Gewebe

 

dendritische Zellen

Zellen des Immunsystems, die Antigene so „präsentieren“,

dass das Immunsystem sie als fremd erkennt und darauf

reagieren kann

 

Depotpraparat

Arzneimittelzubereitung, die den Wirkstoff kontrolliert

über längere Zeit abgibt; im engeren Sinne Arzneimittel, das als Depot

in die Haut oder in einen Muskel verabreicht wird; teilweise auch

gleichbedeutend mit Retardpräparat verwendet

 

Desmoid

auch: aggressive Fibromatose; seltener Tumor des Bindegewebes,

der örtlich verdrängend und zerstörend wächst, aber nicht

metastasiert

 

Desoxyribonukleinsaure

Abk. DNS, DNA; spiralförmiges aufgedrehtes

Doppelmolekül, Träger der Erbinformation eines Lebewesens, im Zellkern

in den Chromosomen verpackt

 

DFG

Deutsche Forschungsgemeinschaft

 

DFS

engl. „disease free survival“: krankheitsfreies Überleben

 

DGE

Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 

DGHO

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

 

DGHS

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben

 

DGOB

Deutsche Gesellschaft für Organo-Bio-Therapie e.V

 

DI

 

Dosisintensität

 

Dialyse |Blutwäsche

 

Diarrho |Durchfall

 

DIEP-Flap

Deep Inferior Epigastric Artery Perforator-Flap, tiefer unterer

epigastrischer Perforatorlappen; aus dem Unterbauch entnommener

Gewebelappen, der für die Rekonstruktion der weiblichen Brust nach

Mastektomie verwendet wird; besteht aus Haut und Unterhautfett

 

Differentialblutbild

mikroskopische Untersuchung eines Blutausstrichs

mit Aufschlüsselung der Leukozytenarten im Blut und Bestimmung

ihrer zahlenmäßigen Verteilung

 

Differentialdiagnose(n)

Abk. DD; mögliche zugrunde liegende

Erkrankung(en) bei Vorliegen bestimmter Symptome; weitere Untersuchungen

können dazu beitragen, unter diesen möglichen Diagnosen

die tatsächlich zutreffende herauszufinden

 

Differenzierung

Ausreifung von Zellen für ihre spezialisierte Funktion

 

Differenzierungsgrad

Grad der Ausreifung eines Gewebes für seine Funktion

im Körper; Grading

 

diffus

verstreut, unscharf

 

digital-rektale Untersuchung

Abk. DRU; Austastung des Enddarms mit

dem Finger zur Beurteilung der Darmschleimhaut und (beim Mann)

der dem Darm zugewandten Oberfläche der Prostata

 

Dignitat

in der Medizin Wertigkeit; Eigenschaft von Tumoren: gutartig

oder bösartig

 

Diphosphonate

Bisphosphonate

 

Dissektion

in der Krebsmedizin das Herausschneiden von Weichteilgewebe

oder Lymphknoten

 

DKFZ

Deutsches Krebsforschungszentrum

 

DKG

Deutsche Krebsgesellschaft

 

DKH

Deutsche Krebshilfe

 

DKMS

Deutsche Knochemarkspenderdatei

 

DLFH

Deutsche Leukämie-Forschungshilfe

 

DLH

Deutsche Leukämiehilfe

 

DNA

für engl. „desoxyribonucleic acid“; Desoxyribonukleinsäure

 

DNS

Desoxyribonukleinsäure

 

Doppelblindstudie

vergleichende klinische Studie, bei der weder

Patienten noch Ärzte wissen, welcher Patient welche der Vergleichsbehandlungen

erhält; dient dazu, Verzerrungen der Ergebnisse durch

voreingenommene Beobachtungen zu vermeiden

 

Drainage

Ableitung oder Absaugung von Körperflüssigkeiten oder

Wundsekret

 

Drittlinientherapie

dritter Behandlungsversuch, wenn die Erkrankung

nach zwei vorausgegangenen Therapien fortschreitet

 

DRK

Deutsches Rotes Kreuz

 

DRU

digital-rektale Untersuchung

 

DRV

Deutsche Rentenversicherung

 

Durchbruchschmerz

Verschlimmerung chronischer Schmerzen trotz

Behandlung mit Schmerzmedikamenten; kann Folge abklingender

Wirkung der Schmerzmittel sein oder z. B. durch heftige, unbedachte

Bewegungen ausgelöst werden

 

Dysasthesie

Empfindungsstörung mit Wahrnehmung normaler Reize als

unangenehm oder schmerzhaft

 

Dysfunktion

Funktionsstörung, Fehlfunktion

 

Dysphagie

Schluckstörung

 

Dysplasie

1. Fehlbildung von Gewebe; 2. Zell- bzw. Gewebeveränderungen

mit Abweichung von der normalen Gestalt und Struktur;

unterschiedliche Schweregrade, schwere Dysplasien können Krebsvorstufen

sein

 

Dysurie

erschwerte, evtl. auch schmerzhafte Blasenentleerung

E

EbM

evidenzbasierte Medizin

 

EBV

Epstein-Barr-Virus

 

ED

1) Erstdiagnose; 2) „extensive disease“: ausgedehnte Erkrankung

 

EEG

Elektroenzephalogramm

 

EFS

engl. „event free survival“: ereignisfreies Überleben nach einer Behandlung,

Überlebenszeit ohne krankheitsbedingte Komplikationen,

Rückfall oder Tod

 

EGF

Abk. für engl. „epidermal growth factor“, epidermaler Wachstumsfaktor

 

Einschlusskriterien

im Prüfplan für eine klinische Studie festgelegte

Kriterien hinsichtlich Krankheitssituation und Vorbehandlung, die für

die Aufnahme in die betreffende Studie erfüllt sein müssen; ergeben

sich aus der Fragestellung der Studie und den Wirkungen und Nebenwirkungen

der Behandlung und dienen dazu, dass die Patienten in der

Studie vergleichbar und die Ergebnisse für die jeweilige Fragestellung

aussagekräftig sind

 

EKG

Elektrokardiogramm

 

Ektozervix

in das Scheidengewölbe ragender sichtbarer Teil des Gebärmutterhalses,

der mit Plattenepithel überzogen ist

 

Elektrokardiogramm

Abk. EKG; auch: Herzstromkurve; Messung und

Darstellung der elektrischen Aktivität und der Erregungsleitung im

Herzen

 

Elektroenzephalogramm

Abk. EEG; Darstellung der elektrischen Gehirnströme;

über Elektroden werden an der Kopfoberfläche natürliche

Spannungsschwankungen gemessen und aufgezeichnet

 

elektromagnetische Strahlen

Wellen aus elektrischen und magnetischen

Feldern; Wellenlängen von sehr langwellig bis sehr kurzwellig; u.a.

Radiowellen, Mikrowellen, sichtbares Licht, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung

und Gammastrahlung

 

Elektromyographie

Abk. EMG; Messung der elektrischen Erregung eines

Muskels, Untersuchungsverfahren zur Unterscheidung von Muskelund

Nervenstörungen

 

Elektron

negativ geladenes Elementarteilchen

 

EMA

European Medicines Agency; Arzneimittelbehörde der Europäischen

Union mit Sitz in London, erteilt europaweite Zulassungen für

neue Medikamente

 

Embolisation

in der Krebsmedizin die künstliche Verstopfung von ein

tumorbefallenes Organ versorgenden Blutgefäßen mit dem Ziel, den

Blutfluss zu stoppen; kann die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr unterbinden

oder die Verweildauer von Medikamenten im betreffenden

Organ oder Gewebe verlängern

 

embryonaler Tumor

entsteht während der Organentwicklung durch

Entartung unreifer (embryonaler) Zellen

 

EMDIS

European Marrow Donor Information System, Europäische

Knochenmarkspenderdatei

 

EMEA

früher gebräuchliche Abkürzung für EMA

 

Emesis

Erbrechen

 

emetogen

Erbrechen fördernd oder auslösend

 

EMG

Elektromyographie

 

endokrin

wörtl. „nach innen abgebend“; bezieht sich auf Drüsen, die ein

Sekret oder Hormon direkt in die Blutbahn abgeben

 

endokrine Therapie

Hormontherapie, Antihormontherapie

 

Endometriumkarzinom

Krebs der Schleimhaut des Gebärmutterkörpers;

auch: Uteruskarzinom, Korpuskarzinom

 

Endoskop

von griech. „innen beobachten“; medizintechnisches Gerät

zum Betrachten („Spiegeln“) von Körperhohlräumen (z. B. Darm, Harnblase,

Bauchhöhle, Atemwege); je nach Untersuchungszweck biegsamer

Schlauch oder dünnes starres Rohr mit einer Lichtquelle, heute

teilweise auch mit Videokamera ausgestattet; die Bilder werden über

Glasfasern geleitet; durch spezielle Kanäle lassen sich Instrumente

einführen, z. B. zur Entnahme von Proben oder auch zur Durchführung

operativer Eingriffe

 

Endoskopie

„Spiegelung“, Untersuchung von Körperhohlräumen mittels

eines Endoskops

 

Endosonographie

Ultraschalluntersuchung „von innen“: Der Schallkopf

wird durch Körperöffnungen in Körperhöhlen eingebracht

 

enteral

den Darm betreffend

 

E-Nummer

System zur eindeutigen Bezeichnung von Lebensmittelzusatzstoffen

 

Enzyme

„Biokatalysatoren“, auch: Fermente; meist große Eiweißmoleküle,

die biochemische Reaktionen im Körper steuern und beschleunigen;

jedes Enzym ist auf eine bestimmte biochemische Reaktion

spezialisiert

 

EORTC

European Organization for Research and Treatment of Cancer,

Europäische Organisation für Studien zur Krebstherapie

 

Ependymom

Tumor des Zentralnervensystems; geht von den Zellen

aus, die die Innenwände der Hirnkammern (Ventrikel) und des

Rückenmarkkanals auskleiden

 

epi

Vorsilbe: auf

 

EPIC

European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition,

Europäische Ernährungsstudie

 

Epidemiologie

Lehre von der Häufigkeit von Erkrankungen und von den

Ursachen/Faktoren, die diese Häufigkeit beeinflussen

 

epidermaler Wachstumsfaktor

Abk. EGF; Signalstoff, der bei vielen Zelltypen

die Zellteilung anregt; vermittelt seine Wirkung über Bindungsstellen

( Rezeptoren) auf der Zelloberfläche; bei einigen Krebsarten

ist die Wirkung von EGF durch vermehrte Ausbildung oder dauerhafte

Aktivierung von Rezeptoren auf den Tumorzellen gesteigert; eine

Blockierung dieser EGF-Rezeptoren mit bestimmten zielgerichteten

Therapien kann das Krebswachstum hemmen

 

Epiphyse

auch: Zirbeldrüse; Drüse im Bereich des Zwischenhirns;

u.a. an der Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus beteiligt

 

Epithel

ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle äußeren und inneren

Oberflächen des Körpers überziehen; man unterscheidet Deckepithel

(z. B. äußere Haut, Schleimhäute; Plattenepithel) und Drüsenepithel,

das Sekrete bildet und absondert (z. B. in Speicheldrüsen, Schilddrüse,

Bauchspeicheldrüse, Leber, Darm)

 

ER

Östrogenrezeptor

 

Ergotherapie

Beschäftigungs- und Arbeitstherapie zur Behandlung von

Störungen der Bewegungsabläufe (Motorik), der Sinnesorgane und

der geistigen und psychischen Funktionen

 

Erhaltungstherapie

Behandlung über einen längeren Zeitraum, um das

Ergebnis einer vorher erfolgten Therapie zu festigen und zu erhalten

 

Ernahrungssonde

Sondenernährung

 

Erstlinientherapie

auch First-line-Therapie; allg. Behandlung oder Mittel

der ersten Wahl in einer bestimmten Krankheitssituation; in der

Krebsmedizin auch erste medikamentöse Therapie bei einer fortgeschrittenen

Krebserkrankung

 

Erythem

flächige Hautrötung durch Erweiterung von Blutgefäßen und

vermehrte Durchblutung; unterschiedliche Ursachen

 

Erythrozyten

rote Blutkörperchen; sauerstofftransportierende Zellen

im Blut

 

Estrogen

Östrogen

 

Ethikkommission

Gremium aus Ärzten, Juristen, Theologen und Wissenschaftlern

anderer Disziplinen; prüft und bewertet Forschungsvorhaben

an Menschen daraufhin, ob sie nach ethischen, rechtlichen,

medizinischen und sozialen Gesichtspunkten vertretbar sind, und

entscheidet über die Durchführung; dient dem Schutz des Einzelnen

vor möglichen ungünstigen Folgen der Forschung; siehe auch klinische

Studie

 

Evidenz

in der Medizin: Nachweis, Beweis, Beleg

 

evidenzbasierte Medizin

Behandlung eines individuellen Patienten

auf der Grundlage der am besten gesicherten wissenschaftlichen

Erkenntnisse zur jeweiligen medizinischen Fragestellung und auf

der Basis ärztlicher Erfahrung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse

des Patienten

 

Ewing-Sarkom

bösartiger Knochentumor, tritt vorwiegend im Kindesund

frühen Erwachsenenalter auf

 

Exenteration

wörtl. Herausnehmen von Eingeweiden; bezeichnet

das ausgedehnte bis vollständige Entfernen mehrerer Organe bei

örtlich fortgeschrittenen Krebserkrankungen, v.a. im Unterleib

 

exokrin

nach außen ausscheidend; bezeichnet meist Drüsen, die

ihr Sekret an innere oder äußere Körperoberflächen abgeben

 

Expander

allg. Gerät oder Hilfsmittel, um etwas zu dehnen oder zu

erweitern; bezeichnet u.a. Implantate, die durch schrittweise

Flüssigkeitsfüllung und Vergrößerung Gewebe dehnen können,

um Raum zu schaffen

 

Exstirpation

vollständiges

chirurgisches Entfernen von Organen,

erkrankten (z. B. krebsbefallenen) Gewebeteilen oder einzelnen

Lymphknoten

 

Exzision

chirurgisches Herausschneiden von Gewebe aus dem Körper

F

familiare adenomatose Polyposis

Abk. FAP; vererbbare Erkrankung des

Dickdarms, bei der sich Hunderte von Polypen (Schleimhautausstülpungen,

Schleimhautwucherungen) bilden, die unbehandelt zu

Krebs entarten

 

FAP

familiäre adenomatöse Polyposis

 

Fatigue

Zustand chronischer Erschöpfung mit ausgeprägter Müdigkeit,

schwindenden Energiereserven oder erhöhtem Ruhebedürfnis,

bessert sich auch durch Schlaf und Ruhe nicht; kann Folge der

Krebserkrankung oder der Behandlung sein

 

FDA

Federal Drug Administration, US-amerikanische Arzneimittelbehörde

 

febril

fieberhaft, fiebrig; Erhöhung der Innentemperatur des Körpers

über 38 Grad Celsius; Messung meist im Enddarm, im Mund oder

im Ohr

 

Fernmetastase

Absiedlung eines Tumors in einem entfernten Organ

oder Gewebe, entsteht aus Krebszellen, die sich aus einem Tumor lösen

und über die Lymph- und Blutbahnen im Körper verstreut werden

 

Fertilitat

Fruchtbarkeit; bei Lebewesen die Fähigkeit, Nachkommen

Hervorzubringen

 

Fibrom

gutartige Geschwulst des Bindegewebes

 

Fibrosarkom

bösartige Geschwulst des Bindegewebes

 

FIGO

Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique,

Internationale Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

 

FIGO-Klassifikation

von der FIGO entwickelte Stadieneinteilung gynäkologischer

Tumoren; heute überwiegend mit der TNM-Klassifikation

in Übereinstimmung gebracht

 

Filiae

lat. Töchter; Tochtergeschwülste, Metastasen

 

First-line-Therapie

Erstlinientherapie

 

FISH

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung

 

Fistel

normalerweise nicht vorhandene Verbindung zwischen einem

Körperhohlraum und der Körperoberfläche oder einem andern inneren

Hohlraum; kann angeboren, krankhaft erworben oder operativ

hergestellt sein

 

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung

Abk. FISH; Methode der Molekularbiologie,

mit der sich Chromosomenveränderungen und vermehrte

Kopien von Genen im Zellkern ( Amplifikation) nachweisen

lassen; man benötigt dafür Gewebeproben oder Blutproben

 

FNP

Feinnadelpunktion ( Punktion)

 

Follikel

wörtl. Hülle, Hülse; meist für Ovarialfollikel (Eibläschen) im

Eierstock gebraucht, aus dem nach Ausreifung beim Eisprung die

reife Eizelle ausgestoßen wird

 

Fraktionierung

Anwendungsform der Strahlentherapie; Aufteilung

der Gesamtstrahlendosis in kleine „Portionen“, die über mehrere

Wochen verteilt verabreicht werden

 

Fraktur

Bruch, vor allem verwendet im Sinne von Knochenbruch

 

Früherkennung

Krebsfrüherkennung

 

FSH

1) follikelstimulierendes Hormon; 2) Frauenselbsthilfe nach Krebs

 

FU

Fluorouracil, Zytostatikum

G

Galaktographie

Röntgendarstellung der Milchgänge der Brustdrüse mit

Kontrastmittel

 

Gallenblasenkrebsbösartiger Tumor, der von der Schleimhaut der Gallenblase

Ausgeht

 

 

Gallengangskrebs

fachsprachl. cholangiozelluläres Karzinom; bösartiger

Tumor, der von den Zellen der Gallengänge ausgeht

 

Gammakamera

Gerät, mit dem sich Gammastrahlung im Körper

registrieren und bildlich darstellen lässt; wird bei der Szintigraphie

verwendet, um Orte der Anreicherung vorher verabreichter Radiopharmaka

sichtbar zu machen

 

Gamma-knife

wörtl. „Gammamesser“; spezielle Bestrahlungstechnik, bei

der Gammastrahlen aus verschiedenen Richtungen sich in einem

Zielbereich treffen ( Stereotaxie) und dort durch ihre hohe Energie

wie ein chirurgisches Messer wirken: das Gewebe wird zerstört (Strahlenchirurgie,

Radiochirurgie); Anwendung bei Tumoren im Gehirn

 

Gammastrahlen

besonders energiereiche, durchdringende elektromagnetische

Strahlen; entstehen unter anderem beim Zerfall von

Radionukliden

 

Gastritis

Entzündung der Magenschleimhaut

 

Gastroenterologie

Teilbereich der inneren Medizin; befasst sich mit den

Erkrankungen des Verdauungstrakts

 

gastrointestinal

den Magen-Darm-Trakt betreffend

 

gastrointestinaler Stroma-Tumor

Abk. GIST; seltener Tumor des Magen-

Darm-Trakts, zählt zu den Weichteilsarkomen

 

Gastroskopie

Magenspiegelung; endoskopische Untersuchung des

Magens

 

G-BA

Gemeinsamer Bundesausschuss

 

GCP

Good Clinical Practice

 

G-CSF

Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor, Granulozyten-

Wachstumsfaktor; hämatopoetischer Wachstumsfaktor

 

GdB

Grad der Behinderung

 

Gemeinsamer Bundesausschuss

Abk. G-BA; oberstes Beschlussgremium

der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten,

Krankenhäusern und Krankenkassen in Deutschland;

legt den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung fest

 

Genexpression

Aktivität bzw. Ausprägung eines Gens, Umsetzung der

in einem Gen verschlüsselten Information in ein Produkt (Eiweiß);

nachweisbar anhand der RNA des Gens oder des Proteins, dessen

Aufbau im betreffenden Gen festgeschrieben ist

 

Gentest

Untersuchung des Erbguts auf bestimmte Gene oder Genveränderungen

( Mutationen); in der Krebsmedizin eingesetzt zur näheren

Charakterisierung einer Erkrankung, zur Planung einer gezielten

Therapie oder zur Untersuchung, ob eine erbliche Krebserkrankung

Vorliegt

 

Gentherapie

Behandlungskonzept, bei dem genetische Information in

Körperzellen eingeschleust wird, um eine gestörte oder ausgefallene

Genfunktion zu korrigieren; bisher vorwiegend Forschung

 

Gestagene

auch: Gelbkörperhormone; neben den Östrogenen

zweite Gruppe der weiblichen Geschlechtshormone; Bildung in

den Eierstöcken

 

GF

engl. „growth factor“: Wachstumsfaktor

 

GIST

gastrointestinaler Stroma-Tumor

 

GKV

gesetzliche Krankenversicherung

 

Gleason-Score

Einteilung des Wachstumsmusters von Zellen eines

Prostatakarzinoms zur Bestimmung des Grades der Bösartigkeit

 

Glioblastom

sehr bösartiger Hirntumor, der von den Stützzellen des

Gehirns ausgeht, zählt zu den Gliomen

 

Gliom

Oberbegriff für alle Hirntumoren, die von den Stützzellen des

Gehirns ausgehen; zum Beispiel Glioblastom, Astrozytom,

Oligodendrogliom

 

Glomustumor

Paragangliom

 

Glossitis

Entzündung der Zunge

 

Glucocorticoide

in der Nebennierenrinde gebildete Hormone mit zahlreichen

wichtigen Funktionen im Körperstoffwechsel; wirken zudem

entzündungshemmend und hemmen das Immunsystem; zählen zu

den Corticosteroiden

 

GM-CSF

Granulozyten/Makrophagen-Wachstumsfaktor

 

GnRH

Gonadotropin-Releasing-Hormon

 

GnRH-Analoga

dem Gonadotropin-Releasing-Hormon ähnliche,

künstlich hergestellte Substanzen; im Gegensatz zu natürlichem

GnRH unterdrücken GnRH-Analoga als Medikament verabreicht bei

Daueranwendung die Bildung von Geschlechtshormonen

 

Gonadotropine

Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und Luteinisierendes

Hormon/Gelbkörperhormon (LH); Hormone der Hypophyse, die

in den Keimdrüsen (Hoden und Eierstöcke) das Signal zur Bildung

von Geschlechtshormonen( Östrogene, Gestagene, Testosteron)

geben und zur Reifung der Geschlechtszellen (Spermien bzw. Eizellen)

führen

 

Gonadotropin-Releasing-Hormon

im Zwischenhirn gebildetes Hormon;

bewirkt die Freisetzung von Gonadotropinen aus der Hirnanhangdrüse

 

Good Clinical Practice

Abk. GCP, engl. für gute klinische Praxis; international

gültige Kriterien und Prinzipien für die Durchführung und

Auswertung von klinischen Studien

 

Grading

Einteilung von Tumorgewebe nach dem Grad seiner Differenzierung;

beschreibt, wie stark sich ein Tumor vom normalen

Erscheinungsbild des betreffenden Gewebes unterscheidet; wird an

Gewebeproben mikroskopisch bestimmt; Beurteilungskriterien sind

u.a. die Zellanordnung, das Aussehen der Zellkerne und Zellbestandteile

und die Zellteilungsaktivität; sagt auch etwas über die Bösartigkeit

des Tumors aus; Einteilung in 4 Grade: G1 bis G4; G1 bedeutet

gut differenziert und dem normalen Gewebe ähnlich, G3 oder G4

bezeichnen kaum differenziertes bzw. undifferenziertes (anaplastisches)

Tumorgewebe

 

Graft versus host-Reaktion

Abk. GvHR, auch: Graft versus host disease,

Abk. GvHD; Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion; Immunreaktion der

übertragenen Immunzellen gegen Gewebe und Organe des Empfängers

nach allogener Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation

 

Granulozyten

Gruppe der weißen Blutzellen ( Leukozyten), die im

Knochenmark heranreifen; charaktererisiert durch kleine, anfärbbare

Körnchen (Granula) im Zellinnern; nach Anfärbbarkeit unterteilt in

basophile, eosinophile und neutrophile Granulozyten; letztere haben

eine wichtige Funktion in der Abwehr von Infektionen durch Bakterien,

Pilze und Parasiten

 

Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor

Abk. G-CSF; Wachstumsfaktor,

der die Bildung von bestimmten weißen Blutkörperchen,

den Granulozyten, anregt; kann gentechnisch hergestellt und zur

Behandlung einer stark verminderten Zahl von Granulozyten im Blut

( Neutropenie) eingesetzt werden

 

Granulozytopenie

Verringerung der Granulozyten im Blut deutlich

unter den Normalbereich; kann beispielsweise durch Chemotherapie

und auch durch Strahlentherapie verursacht werden;

erhöhtes Infektionsrisiko

 

Gray

Abk: Gy; Maßeinheit für die Energiedosis einer Bestrahlung

 

gutartige Tumoren

fachsprachlich: benigne Tumoren; bleiben im Gegensatz

zu bösartigen Tumoren innerhalb der natürlichen Gewebegrenzen,

wachsen nicht zerstörend in Nachbargewebe ein und bilden

keine Tochtergeschwülste (Metastasen)

 

GvHR

Graft versus host-Reaktion

 

Gy

Gray

 

Gynakologie

Frauenheilkunde

H

Hamatokrit

Anteil der festen (zellulären) Blutbestandteile am Gesamtblutvolumen

im Körper

 

Hamatologie

Lehre vom Blut und seiner Zusammensetzung und von den

Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe

 

hamatologisch

das Blut oder die Blutbildung betreffend

 

Hamatopoese

Blutbildung, Bildung von Blutzellen

 

hamatopoetische Wachstumsfaktoren

Wachstumsfaktoren der Blutbildung

 

Hamoglobin

roter Blutfarbstoff in Erythrozyten; verantwortlich für

den Sauerstofftransport

 

Hand-Fus-Syndrom

entzündliche, schmerzhafte Hautveränderung an

Handinnenflächen und Fußsohlen mit Rötung bis hin zur Hautablösung,

die als Nebenwirkung von bestimmten Zytostatika und

zielgerichteten Therapien („targeted therapies“) auftreten kann

 

Harnblasenkarzinom

Harnblasenkrebs; geht von der Schleimhaut aus,

die die Harnblase innen auskleidet

 

Harninkontinenz

unwillkürlicher Harnabgang; unterschiedliche Schweregrade

von Auftreten nur bei Belastung bis zu Inkontinenz auch in

Ruhe

 

Harnverhaltung

Unfähigkeit, die Harnblase zu entleeren, obwohl sie

gefüllt ist und Harndrang besteht

 

HBV

Hepatitis-B-Virus

 

HCC

hepatozelluläres Karzinom

 

HCG

humanes Choriongonadotropin (Hormon)

 

HD

engl. „Hodgkin’s Disease“, Hodgkin-Lymphom

 

Helicobacter pylori

Bakterium, veruracht chronische Entzündungen der

Magenschleimhaut und kann an der Entstehung von Magenkrebs

beteiligt sein

 

hemi

Vorsilbe: halb

 

hepatisch

die Leber betreffend

 

Hepatoblastom

bösartiger Lebertumor, tritt vorwiegend bei Kleinkindern

Auf

 

hepatozellulares Karzinom

Abk. HCC; Leberzellkrebs

 

HER2

humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2; Bindungsstelle

auf der Oberfläche von Zellen für einen körpereigenen Wachstumsfaktor,

der Signale für die Zellteilung vermittelt; bei vermehrter

Ausprägung von HER2 auf Tumorzellen kann gezielte medikamentöse

Blockierung des Rezeptors das Tumorwachstum bremsen;

Trastuzumab

 

Herceptin

Trastuzumab

 

Herpes Zoster

Gürtelrose; erneute Aktivierung einer früheren Infektion

mit dem Varizella-Zoster-Virus, das bei Erstinfektion Windpocken

verursacht; das Virus verbleibt in Nervenwurzeln des Rückenmarks

und kann später im Leben bei geschwächter Immunabwehr wieder

aktiviert werden und im Versorgungsgebiet der befallenen Nerven,

meist im Bereich des Brustkorbs, eine schmerzhafte Entzündung mit

Hautausschlag hervorrufen

 

Hertz

Maßeinheit für die Frequenz einer Welle; gibt die Zahl der Schwingungen

pro Sekunde an

 

HHV

humanes Herpesvirus

 

HIFU

hochintensiver fokussierter Ultraschall

 

high-grade

hochgradig; bezeichn

et undifferenziertes, unausgereiftes

Tumorgewebe, das schnell wächst und ausgeprägte Zeichen von

Bösartigkeit aufweist; Grading

 

Hirnmetastasen

Fernabsiedelungen ( Metastasen) eines bösartigen

Tumors im Gehirn

 

Histologie

Lehre vom Feinbau der Körpergewebe

 

 

histologisch

feingeweblich, den Feinbau der Körpergewebe betreffend

 

Histopathologie |feingewebliche Untersuchung von Gewebeproben auf

krankhafte Veränderungen und zur exakten Diagnosestellung

 

HITT

Hochfrequenz-induzierte Thermotherapie

 

HIV

humanes Immunschwächevirus (AIDS-Virus)

 

HK

Hämatokrit

 

HLA

humane Leukozytenantigene

 

HNO

Hals-Nasen-Ohren (-Heilkunde)

 

HNPCC

engl. „hereditary nonpolyposis colorectal cancer“, hereditäres

nichtpolypöses Kolonkarzinom, auch: Lynch-Syndrom; Darmkrebsform

ohne Polypen, die durch vererbte Genveränderungen verursacht

wird; etwa 5% aller Darmkrebsfälle

 

Hochdosistherapie

besonders intensive, hochdosierte Chemotherapie

 

Hochfrequenz-induzierte Thermotherapie

Abk. HITT; Methode zur örtlichen

Zerstörung von Tumoren mittels Hitzeeinwirkung; eine Nadelelektrode

wird direkt in einen Tumor eingelegt und unter Spannung

gesetzt; der Strom erzeugt eine hohe Temperatur, die Gewebe zerstört

 

hochintensiver fokussierter Ultraschall

Abk. HIFU; Methode zur örtlichen

Zerstörung von Tumoren mit sehr energiereichen, zielgenau gebündelten

Ultraschallwellen; wirkt durch Erhitzung des Zielgewebes

 

Hodgkin-Lymphom

spezielle Form von Lymphknotenkrebs; Lymphom

 

Hormon

in geringsten Konzentrationen wirksamer körpereigener Botenstoff,

der von einer Hormondrüse oder von bestimmten Zellen ins Blut

abgegeben wird und in anderen Organen bzw. Zellen eine bestimmte

Wirkung auslöst

 

Hormonrezeptoren

Strukturen auf oder in Zellen, an die Hormone andocken

können und über die sie ihre Wirkung entfalten; jedes Hormon

hat seinen speziellen Rezeptor

 

Hormontherapie

in der Krebsmedizin Behandlung von hormonempfindlichen

Tumoren mit Hormonen bzw. mit deren Gegenspielern

( Antihormontherapie), um das Tumorwachstum zu hemmen

 

Hospiz

wörtl. Herberge; Pflegeeinrichtung, in der schwerstkranke Patienten

bis zum Lebensende umfassend versorgt und begleitet werden

 

 

HPV

humane Papillomviren

 

HPV-Impfung

Impfung gegen bestimmte Formen der humanen Papillomviren,

die Gebärmutterhalskrebs auslösen können; in Deutschland

von den Gesundheitsbehörden für Mädchen zwischen 12 und 17

Jahren empfohlen

 

HPV-Test

Test auf humane Papillomviren; weist in Abstrichproben

vom Gebärmutterhals nach, ob eine Infektion mit bestimmten krebsauslösenden

HPV-Viren vorliegt

 

HRT

engl. „hormone replacement therapy“, Hormonersatztherapie

 

HT

Hormontherapie

 

HTLV

humanes T-Zell-Leukämie-Virus

 

humane Leukozytenantigene

Abk. HLA, auch: Histokompatibilitätsantigene,

wörtl. „Gewebeverträglichkeitsmerkmale“; Oberflächenmerkmale

auf Leukozyten, die typisch und einzigartig für einen individuellen

Menschen sind; nur eineiige Zwillinge haben dieselben HLA; von

Bedeutung insbesondere bei Transplantationen, da Organe mit

stark abweichenden HLA vom Empfänger abgestoßen werden

 

humane Papillomviren

Abk. HPV; große Gruppe von Viren, die Haut und

Schleimhäute infizieren und Papillome und Warzen verursachen

können; ein Teil dieser Viren kann die Entstehung bestimmter bösartiger

Tumoren auslösen

 

HWS

Halswirbelsäule

 

hyper

Vorsilbe: über, oberhalb, übermäßig

 

Hyperfraktionierung

Methode der Strahlentherapie, bei der eine

geplante Strahlendosis in kürzeren Abständen als üblich verabreicht

wird

 

Hyperkalzamie

erhöhter Kalziumspiegel im Blut

 

Hypernephrom

veraltete Bezeichnung für das Nierenzellkarzinom

 

Hyperparathyreoidismus

Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit der

Folge von Hyperkalzämie

 

hypo-

Vorsilbe: unter, unterhalb

 

Hypopharynxkarzinom

bösartiger Tumor im unteren Schlundbereich,

zählt zu den Kopf-Hals-Tumoren

 

Hypophyse

Hirnanhangdrüse; kirschgroße, an der Schädelbasis hinter

der Nasenwurzel gelegene hormonbildende Drüse mit übergeordneter

Steuerungsfunktion im Hormonhaushalt

 

Hypothalamus

Teil des Zwischenhirns; steuert zahlreiche unwillkürliche

Körperfunktionen, u.a. die Ausschüttung von Hormonen aus der

Hypophyse

 

Hysterektomie

operative Entfernung der Gebärmutter

I

i.m.

intramuscular

 

i.th.

intrathekal

 

i.v.

intravenös

 

IARC

International Agency for Research on Cancer, Internationale Agentur

für Krebsforschung, der WHO zugeordnet

 

ICD-O

„International Code of Diseases – Oncology“; Ziffern-Buchstaben-

Kombination zur eindeutigen Klassifikation von Krebserkrankungen

 

ICH

Immunhistochemie

 

idiopathisch

ohne bekannte oder feststellbare Ursache

 

IE

Internationale Einheit

 

IFN

Interferon

 

IL-2

Interleukin 2; Interleukine

 

ILCO

Ileostomie-Kolostomie-Urostomie-Vereinigung, Selbsthilfevereinigung

 

Ileostoma

künstlicher Ausgang des unteren Dünndarms (Ileum) in der

Bauchdecke

 

Immunglobuline

von B-Lymphozyten gebildete Eiweißstoffe, die als

Antikörper in Blut, Gewebeflüssigkeiten und Körpersekreten der

körpereigenen Abwehr dienen

 

Immunhistochemie

Abk. ICH, auch: Immunhistologie; Untersuchungsverfahren,

mit dem Proteine in und auf Zellen ( Antigene) mittels

farbstoffgekoppelter Antikörper gegen die betreffenden Antigene

sichtbar gemacht werden können; dient der Charakterisierung von

Tumorzellen und der Planung der geeigneten Behandlung

 

Immunmodulation

Beeinflussung des Immunsystems durch

Medikamente

 

Immunologie

Lehre von der körpereigenen Abwehr

 

immunologisch

die Immunologie betreffend

 

Immunstimulation

Anregung des Immunsystems

 

Immunsuppression

Unterdrückung oder Abschwächung von Immunreaktionen

 

Immunsystem

körpereigene Abwehr; komplexes Netzwerk aus verschiedenen

Organen, Geweben, Zellen und Molekülen, die je nach Aufgabenstellung

miteinander kommunizieren und zusammenwirken

 

Immunszintigraphie

Form der Szintigraphie, die bei Krebserkrankungen

zum Aufspüren von Tumorherden eingesetzt wird; radioaktiv

markierte Antikörper gegen bestimmte Oberflächenmerkmale von

Tumorzellen werden in die Blutbahn gespritzt und reichern sich in

eventuellen Tumorherden an; mit einer Gammakamera, die über

die Körperoberfläche geführt wird, lassen sich Anreicherungen durch

die abgegebene Strahlung nachweisen

 

Immuntherapie

bei Krebs: Behandlung durch Beeinflussung des Immunsystems

und der Immunreaktion für eine bessere Bekämpfung

von Tumorzellen; kann durch „passive“ Gabe von immunwirksamen

Medikamenten ( Zytokine) erfolgen oder „aktiv“ durch Anregung

der körpereigenen Abwehr wie bei einer Impfung

(siehe auch Tumorvakzine)

 

Implantat

in den Körper eingepflanztes künstliches Material; eingesetzt

um Körperfunktionen oder zerstörte bzw. verlorene Körperteile zu

ersetzen

 

IMRT

intensitätsmodulierte Radiotherapie

 

Indikation

Eignung bzw. Notwendigkeit medizinischer Maßnahmen

zur Untersuchung und Behandlung (z. B. Operation, Strahlentherapie,

Medikamente) in einer bestimmten Krankheitssituation

 

Induktionstherapie

erster intensiver Behandlungsblock bei einer bösartigen

Erkrankung mit dem Ziel, die Krankheit so weit wie möglich

Zurückzudrängen

 

 

 

infiltrierend

bei Tumoren: in das umliegende Gewebe einwachsend und

dieses zerstörend

 

inflammatorisches Mammakarzinom

entzündliches Mammakarzinom;

besondere Erscheinungsform von Brustkrebs, die durch eine gerötete,

geschwollene, überwärmte und verdickte Haut der Brust gekennzeichnet

ist

 

informed consent

informierte Zustimmung; Zustimmung zu einer Untersuchung

oder Behandlung, nach ausführlicher Aufklärung über alle

Vor- und Nachteile sowie über mögliche unerwünschte Wirkungen

 

Infusion

von lat. „infundere“: eingießen; Verabreichung von Flüssigkeit

oder Arzneimittellösungen, meist über eine Vene

 

Inhibitor

Hemmstoff

 

Initialtherapie

erste Behandlung nach der Diagnose einer Erkrankung

 

Injektion

Verabreichung von gelösten Arzneimitteln mit einer Spritze

 

INKA

Internet-Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige

 

Inkontinenz

allg. Unfähigkeit, etwas zurückzuhalten; oft verkürzt für

Harninkontinenz oder Stuhlinkontinenz verwendet

 

In-situ-Karzinom

Carcinoma in situ

 

Instillation

„Eintröpfelung“; in der Medizin Einbringen einer Arzneimittellösung

in Hohlorgane, Körperhohlräume oder Körperöffnungen

 

Intensitatsmodulierte Radiotherapie

Abk. IMRT; Form der Strahlentherapie,

bei der verschiedene Bereiche im Bestrahlungsfeld mit unterschiedlicher

Dosis bestrahlt werden; empfindliche Gewebe können so

besser geschont und auch unregelmäßig geformte Tumoren gezielt

mit der erforderlichen Dosis bestrahlt werden

 

Interferone

Abk. IFN; körpereigene Eiweißsubstanzen, die von Leukozyten

gebildet werden und unter anderem das Immunsystem

beeinflussen; zählen zu den Zytokinen; haben bei einigen Krebserkrankungen

Wirksamkeit gezeigt; heute weitgehend von zielgerichteten

Therapien abgelöst

 

Interleukine

Abk. IL; wörtl. zwischen Leukozyten; körpereigene Eiweißsubstanzen,

die von bestimmten Lymphozyten gebildet werden;

Signal- oder Botenstoffe der Zellen des Immunsystems; in der

Krebsmedizin ist besonders das Interleukin 2 von Bedeutung, das bei

Melanom und Nierenzellkarzinom Wirksamkeit gezeigt hat;

heute weitgehend von zielgerichteten Therapien abgelöst

 

 

intramuskulär

Abk. i.m.; im Muskel; i.m. Gabe/Verabreichung: etwas in

den Muskel hineingeben (meist per Injektion)

 

intraoperativ

im Rahmen einer Operation, während einer Operation

 

intraoperative Radiotherapie

Abk. IORT; gezielte direkte Bestrahlung

des Tumorbetts im Rahmen einer Operation; erlaubt die Gabe einer

höheren Strahlendosis auf einmal als bei Bestrahlung durch die Haut

( perkutane Bestrahlung)

 

intrathekal

Abk. i.th.; im Raum unter der harten Hirnhaut, im Hirnwasser

(Liquor); intrathekale Gabe/Verabreichung: etwas in diesen Raum

hineingeben (z. B. eine Medikamentenlösung)

 

intravenos

Abk. i.v.; in einer Vene; i.v. Gabe/Verabreichung: etwas

in eine Vene hineingeben (z. B. eine Infusion)

 

intravesikal

in der Harnblase; intravesikale Gabe/Verabreichung: etwas

in die Harnblase hineingeben (z. B. eine Medikamentenlösung)

 

invasiv

eindringend (Tumorwachstum); auch: gewebeverletzendes

Diagnose- oder Behandlungsverfahren

 

Inzidentalom

bei Untersuchung mit bildgebenden Verfahren ( CT,

MRT, Sonographie) zufällig festgestellter Tumor, der keine Beschwerden

verursacht; sagt nichts über die Dignität aus

 

Inzidenz

Häufigkeit von Neuerkrankungen, meist angegeben pro

100.000 Einwohner bezogen auf den Zeitraum eines Jahres

 

Ionenbestrahlung

auch: Teilchenbestrahlung, Partikelbestrahlung;

Bestrahlung mit hochbeschleunigten elektrisch geladenen Atomen

(Ionen), besonders zielgenau einsetzbar

 

ionisierende Strahlen

kurzwellige, energiereiche Strahlen, die zur

Strahlentherapie eingesetzt werden; lösen bei Auftreffen auf ein

Atom Elektronen aus diesem heraus und machen es damit zu einem

instabilen geladenen Teilchen (Ion), das weitere, im Körper zellschädigende

Reaktionen in Gang setzen kann

 

IORT

intraoperative Radiotherapie (Strahlentherapie)

 

Irritation

Reizung

 

Ischamie

verringerte oder ganz unterbrochene Durchblutung eines

Gewebes mit der Folge von Sauerstoffmangel

 

Isotop

auch: Nuklid; Isotope sind unterschiedliche Formen eines Atoms,

die sich durch die Zahl der Neutronen im Atomkern und somit in ihrer

Masse unterscheiden, ansonsten aber meist die gleichen Eigenschaften

haben; manche Isotope sind instabil und zerfallen unter Aussendung

von Strahlung ( Radionuklide)

 

IvP

intravenöses Pyelogramm, intravenöse Pyelographie; Serie von Röntgenaufnahmen

der Nieren, Harnleiter und Harnblase, nachdem ein

Kontrastmittel gespritzt wurde, das sich im Urin anreichert

J

J

Joule, Einheit für Wärme, Energie und Wärmemenge; früher gemessen

in Kalorien (cal)

 

Jejunum

mittlerer Teil des Dünndarms

 

Jejunostomie

auch: Jejunostoma; operativ geschaffene Verbindung

zwischen Bauchwand und Jejunum zur Einlage einer Ernährungssonde

K

Kachexie

Auszehrung des Körpers, geht einher mit Abmagerung, Kräfteverfall

und zunehmender Störung von Stoffwechselvorgängen und

Organfunktionen

 

Kanzerogen

Karzinogen

 

Kaposi-Sarkom

Tumor der Haut und des darunterliegenden Bindegewebes,

der sich vorwiegend bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem,

vor allem im Zusammenhang mit einer Aids-Erkrankung,

entwickelt

 

Kapselfibrose

Ausbildung einer harten Hülle aus Bindegewebe um einen

Fremdkörper als Reaktion des Organismus auf diesen Fremdkörper;

meist im Zusammenhang mit einem Implantat in der Brust beobachtet

 

Kardia

Mageneingang, Übergang zwischen Speiseröhre und Magen

 

Kardiakarzinom

bösartiger Tumor am Mageneingang ( Kardia)

 

 

Karnofsky-Index

Abk. KPS; Bewertungsskala für die Einschränkungen

von Krebspatienten in ihrer Aktivität, ihrer Möglichkeit der Selbstversorgung

und Selbstbestimmung; reicht von 100% = keinerlei Einschränkungen

in Stufen von 10% bis 0 = Tod des Patienten; Anwendung

zur Einstufung des Allgemeinzustands und der Lebensqualität

 

Karzinogen

auch: Kanzerogen; krebsauslösender Stoff; auch als Adjektiv:

krebsauslösend

 

Karzinogenese

Krebsentstehung

 

Karzinoid

früher gebräuchliche Bezeichnung für neuroendokrine

Tumoren; treten v.a. im Verdauungstrakt auf

 

Karzinom

Abk. Ca. von lat. carcinoma; bösartiger Tumor, der von

Epithelzellen ausgeht

 

Kastration

Ausschaltung der Funktion von Hoden oder Eierstöcken

durch operative Entfernung, Bestrahlung oder Medikamente

 

Katheter

biegsamer oder starrer Schlauch, der in ein Blutgefäß oder

Hohlorgan eingelegt wird, um etwas einzubringen (z. B. eine Medikamentenlösung)

oder Flüssigkeit abfließen zu lassen bzw. abzusaugen

 

kausal

ursächlich; bezogen auf eine Behandlung: die Krankheitsursache

beseitigend

 

Keimdrüsen

Geschlechtsdrüsen: Eierstöcke und Hoden

 

Keimzellen

Eizellen und Spermien

 

Keimzelltumor

Gruppe verschiedener teils gutartiger, teils bösartiger

Tumoren, die von den Keimzellen ausgehen und sehr unterschiedliche

Gewebeeigenschaften aufweisen können; treten vor allem in

Eierstöcken und Hoden auf

 

Kernspintomographie

Magnetresonanztomographie

 

KID

Krebsinformationsdienst

 

Killerzellen

Lymphozyten, die in der Lage sind, fremde und abnorme

Zellen zu erkennen und abzutöten

 

Klassifikation

bei Erkrankungen: Bezeichnung und Einordnung des

Krankheitsbilds oder seiner Ausbreitung nach festgelegten Kriterien

eines Bestimmungssystems

 

Klimakterium

Wechseljahre, Phase der hormonellen Umstellung vor und

nach der letzten Regelblutung

 

klinische Studie

auch: klinische Prüfung; Untersuchung der Wirksamkeit

und Verträglichkeit von neuen medizinischen Maßnahmen bei

Patienten; die klinische Prüfung von neuen Medikamenten erfolgt in

mehreren Stufen nach gesetzlichen Vorgaben und international gültigen

Kriterien für Planung, Durchführung und Auswertung

( good clinical practice, Prüfplan)

 

Klistier

Einlauf; Einleiten von Flüssigkeit durch den After in den Darm

zur Darmentleerung

 

KMT

Knochenmarktransplantation

 

Knochenmarkdepression

auch: Knochenmarksuppression; wörtlich:

Unterdrückung des Knochenmarks; Einschränkung der Blutbildung

mit Mangel an roten und weißen Blutkörperchen und Blutplättchen;

häufige Nebenwirkung von Zytostatika, auch von ausgedehnter

Strahlentherapie

 

Knochenmarkpunktion

Entnahme einer Knochenmarkprobe mit einer

in das Mark eingestochenen Hohlnadel, meist aus dem Beckenkamm,

manchmal auch aus dem Brustbein; siehe auch Beckenkammbiopsie

 

Knochenmarktransplantation

Abk. KMT; Übertragung von Knochenmarkzellen

von einem Spender auf einen Empfänger, um bei diesem

eine krankheits- oder behandlungsbedingt ausgefallene Blutbildung

zu ersetzen; heute weitgehend durch die gezielte Übertragung von aus

dem Blut herausgefilterten Stammzellen der Blutbildung ersetzt

( Blutstammzelltransplantation)

 

Knochenszintigraphie

Skelettszintigraphie

 

KOF

Körperoberfläche

 

Kolik

stärkste, wellenförmig auftretende Schmerzen, ausgelöst durch

krampfartiges Zusammenziehen der glatten (unwillkürlichen) Muskulatur

von Hohlorganen, z. B. gegen einen Widerstand (z. B. Gallenkolik

bei Gallensteinen, Nierenkolik bei Nierensteinen)

 

Kollumkarzinom

Zervixkarzinom

 

Kolonkarzinom

Krebserkrankung des Dickdarms

 

kolorektales Karzinom

Oberbegriff für Krebs des Dickdarms und des

Mastdarms

 

Koloskopie

Spiegelung des gesamten Dickdarms; Endoskop,

Endoskopie

 

Kolostoma

auch: Kolostomie; künstlicher Darmausgang durch die

Bauchwand

 

Kolposkop

Spezielles Mikroskop zur Untersuchung der Schleimhaut

von Scheide und äußerem Muttermund auf Veränderungen;

6- bis 40-fache Vergrößerung

 

Kombinationspraparat

Medikament mit mehreren Wirkstoffen

 

Kombinationstherapie

Kombination mehrerer Behandlungsverfahren,

zum Beispiel Operation und Strahlentherapie und/oder Chemotherapie

 

Komplettremission

Abk. CR von engl. „complete remission“; auch:

Vollremission; durch Untersuchungen nachgewiesene vollständige

Rückbildung aller Tumorherde durch eine Behandlung; Voraussetzung

für eine Heilung, aber nicht gleichbedeutend damit

 

Kompression

Zusammendrücken, Zusammenpressen

 

Konditionierung

in der Krebsmedizin intensive hochdosierte Chemooder

Chemo-Strahlen-Therapie zur Vorbereitung auf eine Blutstammzelltransplantation;

hat zum Ziel, das erkrankte blutbildende

Knochenmark einschließlich der Immunzellen komplett zu zerstören

 

Konisation

Ausschneiden eines kegelförmigen Gewebestückes aus

Muttermund und Gebärmutterhals zu Untersuchungszwecken, wenn

im Rahmen der Abstrichuntersuchung ( Pap-Test) ausgeprägte Zellveränderungen

festgestellt wurden, hinter denen sich Krebsvorstufen

oder Krebs verbergen können; gleichzeitig auch die Behandlung, wenn

dabei alle Veränderungen entfernt werden können

 

Kontaktbestrahlung

Form der Brachytherapie; Strahlentherapie, bei

der die Strahlenquelle direkt an den Tumor herangebracht wird

 

Kontinenz

Kontrolle über Harn- und Stuhlausscheidung

 

Kontraindikation

Gegenanzeige; Sachverhalt oder Zustand, der eine bestimmte

Maßnahme, z. B. diagnostisch oder therapeutisch, verbietet,

weil dadurch Schaden entstehen könnte

 

kontraindiziert

nicht angezeigt; Kontraindikation

 

Kontrastmittel

Substanzen, die die Aussagekraft bildgebender Verfahren

wie Röntgen, Ultraschall oder Kernspintomographie erhöhen und auf

den Bildern Strukturen sichtbar machen können, die sich sonst kaum

vom umgebenden Gewebe abheben; werden vor der Untersuchung in

die Blutbahn oder in Körperhohlräume eingebracht

 

Kontrollgruppe

auch: Vergleichsgruppe; in vergleichenden klinischen

Studien die Gruppe von Patienten, die nicht die zu prüfende Behandlung,

sondern die übliche Standardtherapie oder ein Scheinmedikament

( Plazebo) erhalten; ermöglicht eine sicherere Beurteilung, ob

beobachtete Wirkungen der Prüfbehandlung auch tatsächlich durch

diese hervorgerufen werden

 

Konvergenzbestrahlung

Technik der Strahlentherapie, von konvergieren:

zusammenlaufen; Strahlen aus unterschiedlichen Strahlenquellen

werden so ausgerichtet, dass sie sich im geplanten Zielgebiet

treffen; erlaubt eine hohe Strahlendosis im Tumor bei Schonung des

umgebenden Gewebes

 

Kopf-Hals-Tumoren

Oberbegriff für bösartige Tumoren im Bereich

von Gesicht, Mund, Rachen und oberen Luftwegen; überwiegend

Plattenepithelkarzinome

 

Korpuskarzinom

Endometriumkarzinom

 

Kortison

umgangssprachliche Bezeichnung für Hormone aus der Gruppe

der Glucocorticoide

 

Krankheitsstabilisierung

Abk. SD von engl. „stable disease“; Stoppen des

Tumorwachstums durch eine Behandlung, aber keine Tumorrückbildung

oder lediglich Rückbildung ( Remission) um weniger als die

Hälfte

 

Kreatinin

über die Nieren ausgeschiedenes Stoffwechselprodukt; aus

der Kreatinin-Konzentration im Urin und im Blut lässt sich die Nierenfunktion

berechnen (Kreatinin-Clearence)

 

Krebsfruherkennung

Erkennung eines Tumors oder seiner Vorstufen

vor dem Auftreten von Symptomen in einem frühen, auf den Ursprungsort

begrenzten und gut behandelbaren, bestenfalls dauerhaft

heilbaren Stadium; für eine breite Anwendung muss die gewählte

Untersuchungsmethode möglichst einfach, wenig belastend und vor

allem treffsicher sein, das heißt Kranke als krank und Gesunde als

gesund erkennen

 

Krebsregister

zentrale Datenbank, in der Krebserkrankungen in der Bevölkerung

erfasst werden; die Meldung und Registrierung von Erkrankungsfällen

an Krebs ist gesetzlich geregelt; die Daten von Krebsregistern

sind eine wichtige Erkenntnisquelle der Epidemiologie

 

Krukenberg-Tumor

Metastase eines Magenkarzinoms an den Eierstöcken;

entsteht durch „Abtropfung“ von Krebszellen vom Magen in

die Bauchhöhle und auf die Oberfläche der Eierstöcke

 

Kryotherapie

wörtlich: Behandlung durch Vereisung; Zerstörung von

(Tumor-) Gewebe durch Kälteanwendung

 

kurative Therapie

von Kuration: Heilung; auf Heilung einer Erkrankung

zielende Behandlung

 

Kurettage

fachsprachl. Abrasio, wörtl. Ausschabung; Entnahme von

Gewebeproben aus einem Hohlorgan oder einer Körperhöhle mit einem

speziellen chirurgischen Instrument; meist für die Ausschabung

der Gebärmutterschleimhaut verwendet

 

Kurzdistanzbestrahlung

Brachytherapie

L

L

Lymphgefäßinvasion, Einbruch von Krebszellen in Lymphgefäße;

Befundkürzel im Rahmen der TNM-Klassifikation; L0 bezeichnet

nicht vorhandene, L1 vorhandene Lymphgefäßinvasion

 

Laparoskopie

Bauchspiegelung; mit einem Endoskop, das durch einen

kleinen Hautschnitt, oft im Nabel, in die Bauchhöhle eingeführt wird,

lassen sich die inneren Oberflächen (Bauchfell und Bauchorgane)

begutachten und mit speziellen Zusatzinstrumenten auch Probenentnahmen

oder operative Eingriffe durchführen

 

laparoskopisch

mittels Laparoskopie

 

Laparotomie

operative Eröffnung der Bauchhöhle

 

Laryngoskop

spezielles Endoskop zur Untersuchung des Kehlkopfs

 

Laryngoskopie

Spiegelung des Kehlkopfs

 

 

Larynxkarzinom

Kehlkopfkrebs

 

Laser

künstlich erzeugte, parallel ausgerichtete Lichtstrahlen nur einer

Wellenlänge; vielfältige Verwendung in Medizin und Naturwissenschaft;

je nach Energie auch wie ein chirurgisches Messer zum Schneiden,

zum Verdampfen oder Verschorfen von Gewebe einsetzbar

 

Laser-induzierte Thermotherapie

Abk. LITT; Methode zur örtlichen Zerstörung

von Gewebe durch Hitze, die durch in das Gewebe geleitetes

Laserlicht erzeugt wird

 

Laservaporisation

„Verdampfung“ von Gewebe mit Laserstrahlen, die

aufgrund ihrer Energie Hitze erzeugen

 

Lasion

Verletzung, Beschädigung

 

latent

verborgen

 

LCISlobuläres Carcinoma in situ, Form einer Vorstufe von Brustkrebs

 

LD

1) engl. „limited disease“: begrenzte Erkrankung, 2) engl. „low dose“:

niedrig dosiert

 

Leberzirrhose

Endstadium chronischer Lebererkrankungen mit Zerstörung

von Leberzellen, Bildung von Bindegewebe und Funktionsverlust

des Organs; hierzulande am häufigsten durch längerfristigen übermäßigen

Alkoholkonsum oder chronische Virusinfektion der Leber

(Virushepatitis) ausgelöst

 

Leiomyom

gutartige Geschwulst der glatten (unwillkürlichen)

Muskulatur

 

Leiomyosarkom

bösartiger Weichteiltumor mit Ursprung in der sogenannten

glatten (unwillkürlichen) Muskulatur, die die Muskelschicht

vieler Hohlorgane (z. B. Magen, Darm, Gebärmutter, Harnblase) und

der Blut- und Lymphgefäße bildet

 

Leitlinie

in der Medizin von Fachgremien herausgegebene Empfehlungen

für die Diagnostik, Behandlung und Nachsorge bei einer

bestimmten Erkrankung oder Erkrankungssituation zur Orientierung

und Unterstützung von Ärzten bei der angemessenen medizinischen

Versorgung; unterschiedliche Qualität, von übereinstimmender Expertenmeinung

bis hin zur höchsten Stufe der evidenzbasierten Leitlinie

(Stufe 3, S3), die auf systematischer Auswertung und Bewertung

des mit hoher methodischer Qualität in großen Studien gewonnenen

Wissens gründet

 

Leukamie

„weißes Blut“; bösartige Erkrankung des blutbildenden

Systems

 

Leukopenie

auch: Leukozytopenie; Verringerung der Zahl weißer

Blutkörperchen im Blut auf Werte unterhalb des Normalbereichs,

als Krankheitsfolge oder Nebenwirkung von Chemotherapie oder

Bestrahlung

 

 

Leukoplakie

wörtl. weiße Fläche; weißlich veränderte Herde an der

Schleimhaut im Mund oder an Genitalien durch eine Verhornungsstörung;

kann eine Krebsvorstufe ( Präkanzerose) sein

 

Leukozyten

weiße Blutkörperchen; Zellfamilie mit unterschiedlichen

Aufgaben in der körpereigenen Abwehr; zu den Leukozyten zählen

Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten

 

Leukozytopenie

Leukopenie

 

Leukozytose

Erhöhung der Zahl weißer Blutkörperchen im Blut über

den Normbereich, beispielsweise bei Infektionen, aber auch bei

Leukämien

 

LH

luteinisierendes Hormon

 

LH-RH

auch: GnRH; luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon,

Gonadotropin-Releasing-Hormon

 

Linearbeschleuniger

Bestrahlungsgerät, das durch Beschleunigung von

Elektronen energiereiche Strahlen für die Strahlentherapie von

Tumoren erzeugt

 

Lipom

gutartige Geschwulst aus Zellen des Fettgewebes

 

Liposarkom

Krebserkrankung, die von Zellen des Fettgewebes ausgeht

 

Liquor cerebrospinalis

Hirnwasser, Nervenwasser; Flüssigkeit, die Gehirn

und Rückenmark umhüllt und Hohlräume im Gehirn ausfüllt

 

LITT

laserinduzierte Thermotherapie

 

LK

Lymphknoten

 

LMBG

Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz

 

lobulare Neoplasie

Abk. LN; Früh- oder Vorform von Brustkrebs, die von

den Drüsenläppchen (Lobuli) ausgeht

 

Lokalanasthesie

örtliche Betäubung bei chirurgischen Eingriffen oder

zur Schmerztherapie

 

lokale Therapie

örtliche Behandlung; in der Krebsmedizin Therapie,

die auf den Ort des des Tumors beschränkt ist, im Gegensatz zur

systemischen Therapie

 

Lokalrezidiv

örtlicher Rückfall; Wiederauftreten eines Tumors am

ursprünglichen Ort

 

low-grade

niedriggradig; bezeichnet gut differenziertes, relativ ausgereiftes

Tumorgewebe, das eher langsam wächst und geringe Zeichen

von Bösartigkeit aufweist; Grading

 

LWS

Lendenwirbelsäule

 

Lymphadenektomie

operative Entfernung von Lymphknoten

 

lymphatisches System

auch: Lymphsystem; Gesamtheit der lymphatischen

Gewebe und Organe wie Lymphknoten, Lymphbahnen, Milz,

Thymus, Mandeln, lymphatisches Gewebe im Darm; Teil des Immunsystems

 

Lymphdrainage

Behandlung eines Lymphödems durch vorsichtiges

Ausstreichen gestauter Lymphflüssigkeit

 

Lymphe

eiweißreiche, klare Flüssigkeit, die aus dem Gewebewasser

entsteht; enthält Nährstoffe, Stoffwechselprodukte, Lymphozyten

und mögliche andere Zellbestandteile; wird in den Lymphgefäßen in

die Blutbahn geleitet; Zelltrümmer, Krankheitserreger oder auch von

einem Tumor abgelöste Krebszellen werden in den Lymphknoten

abgefangen und im günstigen Fall unschädlich gemacht

 

Lymphknoten

im Normalzustand wenige Millimeter große, oval geformte

Organe des Immunsystems, Filterstationen im Verlauf der

Lymphbahnen, in denen Krankheitserreger, Zelltrümmer und auch

Krebszellen abgefangen werden; oft die erste Station, in der sich vom

Ursprungstumor abgelöste Tumorzellen ansiedeln und zu Metastasen

heranwachsen; bei Entzündungen, Infektionen und auch bei Tumorbefall

können Lymphknoten anschwellen und sich verhärten

 

Lymphknotendissektion

operative Entfernung von Lymphknoten

 

Lymphogranulomatose

veralteter Begriff für Hodgkin-Lymphom

 

Lymphom

wörtl. Lymphknotenschwellung; steht in der Krebsmedizin abgekürzt

für bösartige Erkrankungen, die von Zellen des lymphatischen

Systems, häufig von Lymphknoten, ausgehen: maligne Lymphome,

umgangssprachlich Lymphdrüsenkrebs

 

Lymphozyten

Untergruppe der Leukozyten

 

Lynch-Syndrom

HNPCC

M

M-mikro-; vor Maßeinheiten; bezeichnet den millionsten Teil einer

Einheit

 

m

milli-; vor Maßeinheiten, bezeichnet den tausendsten Teil einer

Einheit

 

M

in der TNM-Klassifikation Kürzel für Metastasen

 

m

in der TNM-Klassifikation Zusatzkürzel für multipel bei mehreren

Ursprungstumoren

 

Magenkarzinom

Magenkrebs; bösartiger Tumor, der von der Magenschleimhaut

Ausgeht

 

Magnetresonanztomographie

Abk. MRT, auch: Kernspintomographie;

Untersuchungsmethode, mit der sich Schichtbilder vom Körperinneren

erzeugen lassen; arbeitet mit einem starken Magnetfeld und der

Einstrahlung von Radiowellen; Gewebe und Strukturen lassen sich

aufgrund ihres unterschiedlichen Wassergehalts voneinander abgrenzen;

keine Strahlenbelastung

 

MAK

maximale Arbeitsplatzkonzentration (für gesundheitsschädigende

Stoffe)

 

maligne |bösartig

 

malignes Melanom

schwarzer Hautkrebs; geht von den farbstoffbildenden

Zellen der Haut aus und entsteht häufig aus Muttermalen bzw.

Pigmentflecken

 

Malignitat

Bösartigkeit; Kennzeichen sind bei Tumoren die unkontrollierte

Zellteilung, das Einwachsen und Zerstören von umliegendem

Gewebe, die Fähigkeit, Metastasen zu bilden, und eine gestörte

Differenzierung

 

Malignitatsgrad

Grad der Bösartigkeit; Grading

 

MALT-Lymphom

Lymphom, das von lymphatischem Gewebe in verschiedenen

Schleimhäuten ausgeht; entsteht vorwiegend im Magen;

MALT steht für Mucosa Associated Lymphoid Tissue: schleimhautassoziiertes

lymphatisches Gewebe

 

Mammakarzinom

Brustkrebs

 

Mammographie

Röntgenuntersuchung der Brustdrüsen; derzeit wichtigste

Methode zur Früherkennung und Diagnose von Brustkrebs;

siehe auch Mammographiescreening

 

Mammographiescreening

Reihenuntersuchung ( Screening) zur Früherkennung

von Brustkrebs; wird in Deutschland Frauen zwischen

50 und 69 Jahren alle zwei Jahre angeboten

 

Mantelzell-Lymphom

ein Non-Hodgkin-Lymphom

 

Mastektomie

fachsprachl. Ablatio mammae; operative Entfernung der

gesamten weiblichen (oder männlichen) Brust, „Brustamputation“

 

Mastopathie

Oberbegriff für verschiedene Veränderungen und Umbauvorgänge

im Brustdrüsengewebe mit zyklusabhängigen Schmerzen

und Knotenbildung; drei Schweregrade; bei ausgeprägter Mastopathie

mit starken Zellveränderungen (Grad III) muss durch Untersuchungen

ausgeschlossen werden, dass Krebsvorstufen vorliegen

 

MDE

Minderung der Erwerbsfähigkeit

 

MDK

medizinischer Dienst der Krankenkassen

 

 

MDS

myelodysplastisches Syndrom

 

Mediastinoskopie

Spiegelung des Mediastinums; Endoskopie

 

Mediastinum

Mittelfell, Mittelfellraum; zwischen beiden Lungenflügeln

gelegener Raum im Brustkorb, in dem das Herz liegt und durch den

Speiseröhre, Luftröhre und große Blutgefäße verlaufen

 

Megakaryozyten

zählen zu den blutbildenden Zellen im Knochenmark;

Vorläuferzellen der Thrombozyten, die durch Abschnürung aus

Megakaryozyten entstehen

 

Melanom

malignes Melanom

 

MEN

multiple endokrine Neoplasie

 

Meningeom

langsam wachsender Tumor, der von den Zellen der Hirnbzw.

Rückenmarkshaut ausgeht

 

Meningeosis carcinomatosa

Tumorzellbefall der Hirnhaut bei einer

metastasierenden Krebserkrankung

 

Menopause

letzte spontane Monatsblutung einer Frau

 

Merkelzell-Karzinom

seltener bösartiger Tumor der Haut

 

Mesotheliom

Krebserkrankung, die von den Deckzellen des Brust- oder

Bauchfells, dem so genannten Mesothel, ausgeht

 

Metastase

Tochtergeschwulst; Absiedlung von über Blut- oder Lymphbahnen

gestreuten Krebszellen an einer vom Ursprungstumor entfernten

Stelle im Körper

 

MGUS

monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz; Paraprotein-

Nachweis unklarer Bedeutung; kann sich in einem Teil der Fälle zum

multiplen Myelom entwickeln

 

Mikrokalk

kleinste Kalkherde im Brustdrüsengewebe, nur in der

Mammographie erkennbar; entstehen durch Kalkeinlagerung

in abgestorbene Zellen und können Hinweise auf Frühformen von

Brustkrebs sein

 

Mikrometastase

kleinste Metastase eines bösartigen Tumors mit

einer Ausdehnung von höchstens 2 Millimetern; nur mit speziellen

histopathologischen Untersuchungsverfahren nachweisbar

 

minimal-invasiv

wörtl. minimal eindringend; bezeichnet in der Medizin

Prozeduren oder Eingriffe, die nur mit geringen Verletzungen von

Haut und Weichteilen verbunden sind; Eingriff ohne große Schnitte,

oft mit Hilfe der Endoskopie; Schlüssellochchirurgie

 

MM

1) Malignes Melanom, 2) Multiples Myelom

 

Molekularbiologie

Forschungsbereich, der sich mit dem Aufbau und der

Funktion von DNA und RNA (also mit den Trägern der Erbinformation)

auf der Ebene der Moleküle befasst; untersucht u.a. die Aktivität

und Regulation von Genen und die Funktion von Proteinen

in der Zelle

 

Molekulargenetik

Molekularbiologie

 

monoklonal

genetisch identische Zellen, von einer einzigen Vorläuferzelle

abstammend

 

monoklonale Antikorper

völlig gleichartige Antikörper, die von ebenfalls

identischen Nachfahren (Klonen) eines einzelnen, unsterblich

gemachten antikörperbildenden Lymphozyten gebildet werden

und alle gegen das gleiche Antigen gerichtet sind; vielfältige Verwendung

in Krebsforschung, Krebsdiagnostik und Krebsbehandlung

 

Monotherapie

Behandlung mit einem einzelnen Medikament/Wirkstoff

 

Monozyten

Untergruppe der weißen Blutkörperchen ( Leukozyten),

Bedeutung in der Abwehr von bakteriellen Infektionen

 

Morbiditat

Häufigkeit einer bestimmten Erkrankung in einer bestimmten

Bevölkerungsgruppe

 

Morbus Hodgkin

Hodgkin-Lymphom

 

Morphin

Hauptinhaltsstoff des Opiums; eines der stärksten Schmerzmittel;

unterliegt wie alle Opioide dem Betäubungsmittelgesetz

 

Mortalitat

Sterblichkeit, Sterberate; Anzahl der Todesfälle durch eine

Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meist ein Jahr)

bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungszahl (z. B. 100.000)

 

MPI

Max-Planck-Institut

 

MRD

engl. „minimal residual disease“: minimale Resterkrankung:

nach einer Tumorbehandlung im Körper verbliebene einzelne

Tumorzellen, mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisbar

 

MRI

engl. „magnetic resonance imaging“, Magnetresonanztomographie

 

MRT

Magnetresonanztomographie

 

MTD

maximal tolerable Dosis

 

Mukositis

Entzündung der Schleimhaut

 

multifaktoriell

durch zahlreiche unterschiedliche Einflussfaktoren

bedingt

 

 

multimodal

wörtl. auf vielfältige Art und Weise; im Zusammenhang mit

medizinischer Therapie der kombinierte Einsatz mehrerer Behandlungsverfahren

 

multiple endokrine Neoplasie

Abk. MEN; Oberbegriff für verschiedene

erbliche Erkrankungen, die mit Tumoren hormonproduzierender

Organe einhergehen

 

multiples Myelom

bösartige Erkrankung von Plasmazellen

( antikörperbildende B-Lymphozyten); zählt zu den

Non-Hodgkin-Lymphomen

 

Mutation

dauerhafte Veränderung des Erbguts einer Zelle, ohne äußere

Ursache oder durch Einwirkungen von außen entstanden; wird die

Regulation des Zellwachstums durch Mutationen gestört, kann Krebs

Entstehen

 

myelodysplastisches Syndrom

Abk. MDS; Oberbegriff für verschiedene

Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen aufgrund von Veränderungen

der Stammzellen keine reifen, voll funktionsfähigen Blutzellen

gebildet werden; kann in eine akute myeloische Leukämie

übergehen

 

Myelosuppression

Knochenmarkdepression, Knochenmarksuppression

 

Mykose

Pilzinfektion

N

n

nano-; vor Maßeinheiten; bezeichnet den milliardsten Teil einer

Einheit

 

N

engl. „node“: Knoten, Lymphknoten; Befundkürzel im Rahmen der

TNM-Klassifikation; Zusatz 0 bis 3 bezeichnet das Fehlen oder Vorhandensein

von Metastasen in Lymphknoten und deren Ausmaß

 

Nachsorge

bei Krebs die Nachbetreuung nach der Erstbehandlung; umfasst

die Erkennung und Behandlung von unerwünschten Krankheitsoder

Therapiefolgen, die Erkennung von Krankheitsrückfällen sowie

die Begleitung und psychosoziale/psychologische Unterstützung des

Patienten; primär ärztliche Aufgabe, bei Bedarf unter Hinzuziehung

weiterer Fachleute

 

Nadir

arab. Fußpunkt; allg. Tiefstwert eines Messwerts; bezeichnet in

der Krebsmedizin u.a. die niedrigste Leukozytenzahl während eines

Chemotherapiezyklus, bevor sich die Blutbildung wieder erholt,

oder den niedrigsten PSA-Wert nach Behandlung eines Prostatakarzinoms

 

Nahrungserganzungsmittel

frei verkäufliche Präparate mit Vitaminen,

Mineralstoffen, Pflanzeninhaltsstoffen oder sonstigen Nährstoffen in

konzentrierter Form, die als Zusatz zur normalen Ernährung angeboten

werden; unterliegen dem Lebensmittelrecht und dürfen ausdrücklich

keine arzneiliche bzw. therapeutische Wirkung haben

 

Nausea

Übelkeit

 

 

Nävus

Muttermal, Pigmentfleck

 

NC

engl. „no change“: keine Veränderung, Krankheitsstabilisierung

 

NCI

National Cancer Institute, nationales Krebsforschungsinstitut

der USA

 

Nebennieren

hormonbildende Drüsen, die kappenförmig auf den beiden

Nieren sitzen; man unterscheidet Nebennierenrinde und Nebennierenmark;

in der Rinde werden unter anderem Corticosteroide

gebildet, im Mark Adrenalin und Noradrenalin

 

Nebennierenrindenkarzinom

bösartiger Tumor der Nebennierenrinde

( Nebennieren), bildet oft auch Hormone

 

Nebenschilddrusen

auch: Epithelkörperchen; vier kleine hormonbildende

Drüsen in der Nähe der Schilddrüse; produzieren Parathormon, das

die Freisetzung von Kalzium aus den Knochen fördert und dadurch

den Blutkalziumspiegel erhöht

 

Nebenschilddrusenkarzinom

Krebserkrankung der Nebenschilddrüsen

 

Neck-Dissection

operative Entfernung aller Lymphknoten im Halsbereich;

wird in bestimmten Situationen bei bösartigen Kopf-Hals-

Tumoren als Teil der Therapie durchgeführt

 

NED

engl. „no evidence of disease“: keine Krankheitszeichen

Nachweisbar

 

negativ

in der Medizin für das in einer Untersuchung festgestellte Nichtvorhandensein

eines abnormen oder krankhaften Befunds gebraucht

 

Nekrose

Absterben von Gewebe als Folge einer irreparablen Schädigung

 

neoadjuvante Therapie

auch: präoperative Therapie; meist medikamentöse

Behandlung, die einer Operation vorgeschaltet wird, um einen

Tumor zu verkleinern und damit die Operation zu erleichtern oder

überhaupt zu ermöglichen

 

Neoplasie

wörtl. Neubildung; gutartige oder bösartige Geschwulst

 

Nephroblastom

auch: Wilms-Tumor; bösartiger Nierentumor, der bei

Kleinkindern auftritt und aus embryonalem Gewebe entsteht

 

NET

neuroendokrine Tumoren

 

Neuralgie

Nervenschmerz; Schmerzen im Versorgungsgebiet eines

Nerven, verursacht durch Schädigung des Nerven (unterschiedliche

Ursachen)

 

Neurinom

auch: Schwannom, Neurilemmom; meist gutartiger Tumor,

der von den Hüll- und Stützzellen von Nerven (Nervenscheide)

ausgeht

 

neuro-

Vorsilbe: die Nerven, das Nervensystem betreffend

 

Neuroblastom

bösartiger Tumor, meist bei Kleinkindern, der von unreifen

Zellen des autonomen Nervensystems (steuert unwillkürliche

Vorgänge im Körper) ausgeht

 

Neuroendokrine Tumoren

Abk. NET; Gruppe gut- oder bösartiger Tumoren,

entstehen aus Zellen, die sowohl Ähnlichkeit mit Nervenzellen als

auch mit hormonproduzierenden Drüsenzellen haben, überwiegend

im Magen-Darm-Trakt; bilden häufig Hormone oder hormonähnliche

Substanzen, was dann die Symptomatik bestimmt

 

Neurofibrom

gutartiger Tumor aus Nervenhüllzellen und Bindegewebszellen;

häufigster Tumor des peripheren Nervensystems (außerhalb

von Gehirn und Rückenmark)

 

Neuropathie

Sammelbegriff für Nervenschädigungen, meist als Folge

anderer Erkrankungen oder auch von Therapien; äußert sich in

Empfindungsstörungen unterschiedlicher Art wie Kribbeln, Brennen

oder Taubheitsgefühl oder Muskelschwäche; Nebenwirkung mancher

Krebsmedikamente

 

Neurotoxizitat

wörtl. Nervengiftigkeit; einige in der Krebsbehandlung

eingesetzte Medikamente schädigen kurz- oder langfristig das Gehirn

und/oder periphere Nerven

 

Neutropenie

Verminderung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen,

der neutrophilen Granulozyten, die in der Bekämpfung von

Infektionen eine wichtige Rolle spiele; weil diese Zellen den weitaus

größten Teil der Granulozyten ausmachen und ihre Verringerung

besonders bedeutsam ist, wird er häufig anstelle von Granulozytopenie

verwendet

 

NHL

Non-Hodgkin-Lymphom

 

nichtsteroidale Antiphlogistika

Abk. NSAID; auch: nichtsteroidale

Antirheumatika, Abk. NSAR; Gruppe von Schmerzmitteln, die auch

entzündungshemmende Wirkung haben und deshalb auch zur

Rheumatherapie eingesetzt werden; unterscheiden sich in ihrem

Wirkungsmechanismus von Opioiden

 

NMR-Tomographie

engl. „nuclear magnetic resonance“-Tomographie,

Magnetresonanztomographie

 

Nodalstatus

Lymphknotenstatus; beschreibt, ob bei einer Tumorerkrankung

Lymphknoten befallen sind (positiver Nodalstatus) oder nicht

(negativer Nodalstatus)

 

Nodus

Knoten; kann für Gewebeknoten (z. B. Tumor) stehen oder abgekürzt

für Lymphknoten (Nodus lymphaticus)

 

Non-Compliance

das Nichteinhalten ärztlicher Empfehlungen;

Compliance

 

Non-Hodgkin-Lymphom

Abk. NHL; Oberbegriff für alle malignen

Lymphome, die nach ihrem feingeweblichen Bild kein

Hodgkin-Lymphom sind

 

Non-Responder

Patienten, die auf eine bestimmte Behandlung nicht

Ansprechen

 

Nozizeption

Schmerzwahrnehmung

 

Nozizeptor

Nervenende, das Schmerzreize registriert und weiterleitet

 

NPL

Neoplasie

 

NSAID

von engl. „non steroidal anti inflammatory drugs“; nichtsteroidale

Antiphlogistika

 

NSAR

nichtsteroidale Antirheumatika; nichtsteroidale Antiphlogistika

 

NSCLC

engl. „non-small cell lung cancer“; nicht-kleinzelliger Lungenkrebs

 

NSE

neuronspezifische Enolase, Tumormarker

 

Nuklearmedizin

Fachbereich der Medizin, der sich mit der Anwendung

radioaktiver Substanzen in Diagnostik und Behandlung befasst

 

NW

Nebenwirkung

O

o.B.

ohne (krankhaften, auffälligen) Befund

 

Obstipation

Verstopfung

 

Odem

Gewebeschwellung durch Einlagerung von Flüssigkeit, die aus

dem Gefäßsystem übergetreten ist

 

Omentum

Netz, Bauchnetz; „Schürze“ aus Fett und Bindegewebe, die

vom Magen und queren Dickdarm herabhängt und über den Dünndarmschlingen

liegt

 

Onkogene

Gene, die bei der Zellteilung aktiv sind und diese fördern;

Mutationen, die zur Überfunktion solcher Gene führen, spielen bei

der Krebsentstehung eine wichtige Rolle

 

Onkologie

Lehre von den Krebserkrankungen, Krebsmedizin

 

Onkologisches Zentrum

Versorgungseinrichtung, in der mehrere Krebserkrankungen

unter einem Dach behandelt werden; muss bestimmte

Anforderungen erfüllen, was im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens

nachzuweisen ist

 

Onkozytom

gutartiger Tumor, bestehen aus einem speziellen Zelltyp,

den Onkozyten; kommen in Speicheldrüsen, Niere, Hypophyse und

Schilddrüse vor

 

Opiate

schmerzstillende natürliche Inhaltsstoffe des Opiums, vor

allem Morphin; entfalten ihre Wirkung im Gehirn und im Rückenmark

durch Bindung an spezielle Opioid- Rezeptoren

 

Opioide

Sammelbegriff für alle natürlichen, körpereigenen und künstlich

hergestellten Stoffe mit morphinartiger Wirkung ( Morphin),

die zur Behandlung starker und stärkster Schmerzen eingesetzt werden;

unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz

 

Opium

eingetrockneter Saft aus den Samenkapseln des Schlafmohns

 

oral

durch den Mund; zum Mund gehörig

 

Orchiektomie

operative Entfernung der Hoden

 

Organkrebszentrum

Versorgungseinrichtung, die auf die Diagnose,

Behandlung und Nachsorge einer bestimmten Krebsart spezialisiert

ist; muss spezielle Qualitätsanforderungen erfüllen, die in einem

Zertifizierungsverfahren nachzuweisen sind

 

Orphan Drug

von engl. „orphan“: Waise; Arzneimittel mit spezieller

Zulassung für die Behandlung seltener, medizinisch „verwaister“

Krankheiten, sogenannten „orphan diseases“

 

ORR

engl. „overall response rate“: Gesamtansprechrate; Anteil der Patienten,

deren Erkrankung auf eine bestimmte Behandlung vollständig

oder teilweise anspricht; Ansprechrate

 

OS

engl. „overall survival“, Gesamtüberleben; Anteil der Patienten, die

nach einer bestimmten Behandlung nach einem bestimmten Zeitraum

ohne oder mit Krankheitszeichen am Leben sind

 

Osophaguskarzinom

Speiseröhrenkrebs

 

ossar

den Knochen, das Skelett betreffend

 

Osteoblast

Knochensubstanz bildende Zelle

 

 

Osteoklast

Knochensubstanz abbauende Zelle

 

osteoklastisch

Knochensubstanz abbauend

 

osteolytisch

Knochensubstanz auflösend

 

osteoplastisch

Knochensubstanz bildend

 

 

 

Osteoporose

auch: Knochenschwund; Verminderung der Knochensubstanz

und der Knochendichte unter eine bestimmte Grenze mit

erhöhter Anfälligkeit für Knochenbrüche; durch altersbedingte

Stoffwechselveränderungen verursacht oder Folge von bestimmten

Erkrankungen oder Behandlungen

 

Osteosarkom

von Knochengewebe ausgehender bösartiger Tumor; meist

im Bereich der langen Röhrenknochen an Beinen und Armen; tritt am

häufigsten bei Kindern und Jugendlichen/jungen Erwachsenen auf

 

Ostrogene

auch: Follikelhormone; weibliche Geschlechtshormone, vor

allem in den Eierstöcken, zu einem geringen Teil in der Nebenenierenrinde

und im Fettgewebe gebildet

 

Ostrogenrezeptor

Abk. ER; Bindungsstelle in Zellen für das weibliche

Sexualhormon Östrogen, über die die Wirkung des Hormons vermittelt

Wird

 

Ovarektomie

operative Entfernung eines oder beider Eierstöcke

 

Ovarialkarzinom

Eierstockkrebs

P

p

1. piko-: vor Maßeinheiten; bezeichnet den billionsten Teil einer Einheit;

2. Kürzel im Rahmen der TNM-Klassifikation für pathologisch,

an einer Gewebeprobe bestimmt; der TNM-Einstufung vorangestellt

 

p.o.

lat. „per os“: durch den Mund

 

PAK

polyzyklische aromatische Wasserstoffe

 

Palliation

Linderung

 

palliative Therapie

medizinische Behandlung, die nicht auf die Heilung

einer Erkrankung zielt, sondern auf die Verminderung und Linderung

ihrer Folgen; umfasst bei Krebserkrankungen im fortgeschrittenen

Stadium Maßnahmen, die Symptome lindern, Komplikationen vermeiden,

die bestmögliche Lebensqualität erhalten und, wenn möglich,

das Tumorwachstum verlangsamen

 

Palliativmedizin

Bereich der Medizin, der sich der ganzheitlichen

Behandlung und Betreuung von Patienten mit einer weit fortgeschrittener

Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung widmet;

das Augenmerk liegt auf der Linderung von Schmerzen und anderen

Beschwerden und auf der unterstützenden Begleitung des Patienten

nach Maßgabe seiner Bedürfnisse

 

Pankreas

Bauchspeicheldrüse

 

Pankreaskarzinom

Bauchspeicheldrüsenkrebs

 

Pankreatitis

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

 

Papillom

gutartige Gewebewucherung von blumenkohlartigem Aussehen,

die von Plattenepithel ausgeht; kann an Haut und Schleimhäuten

auftreten

 

Papillomviren

humane Papillomviren

 

Pap-Test

mikroskopische Untersuchung eines Abstrichs von Muttermund

und Gebärmutterhalskanal auf Zellveränderungen; wird zur

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs durchgeführt; benannt

nach dem griechischen Arzt Papanicolaou

 

Paragangliom

meist gutartiger Tumor von Nervenzellansammlungen

(Paraganglien), die sich an verschiedenen Stellen im Körper finden

und teilweise Hormone bilden

 

paraneoplastisches Syndrom

auch: Paraneoplasie; Begleitsymptome

einer Krebserkrankung, die nicht direkt durch das Tumorwachstum

ausgelöst werden; Ursache sind vom Tumor freigesetzte Hormone

oder hormonähnliche Stoffe oder aber eine Immunreaktion des Körpers

gegen den Tumor; vielfältige Erscheinungsformen möglich

 

Paraproteine

von lat. „para“: daneben; funktionslose Eiweißstoffe, meist

Antikörper oder Teile davon, die von krankhaft veränderten Plasmazellen

gebildet werden; nachweisbar durch Untersuchung der

Bluteiweiße; Hauptsymptom des multiplen Myeloms

 

Parasthesien

Empfindungen im Bereich eines Hautnervs ohne erkennbare

äußere Reize; zum Beispiel Kribbeln, Taubheitsgefühl, schmerzhaftes

Brennen; können als Folge von Stoffwechselstörungen, direkter

Schädigung eines Nervs oder auch als Nebenwirkungen von bestimmten

Medikamenten vorkommen; siehe auch Neuropathie,

Polyneuropathie

 

Paravasat

auch: Extravasat; wörtl. etwa „neben dem Gefäß“; Flüssigkeit

zur intravenösen Verabreichung, die fälschlicherweise nicht in die

Vene, sondern in das umgebende Gewebe gelaufen ist

 

parenteral

den Verdauungstrakt umgehend, am Darm vorbei; in der

Medizin meist für Injektionen und Infusionen gebraucht, auch für die

intravenöse Zufuhr von Nährstoffen: parenterale Ernährung

 

Parotis

Ohrspeicheldrüse; größte Speicheldrüse, liegt beidseitig vor der

Ohrmuschel

 

partizipative Entscheidung

gemeinsam von Patient und Arzt getroffene

Entscheidung über diagnostische oder therapeutische Schritte nach

ausführlicher Erklärung und Diskussion von Vor- und Nachteilen der

in Frage kommenden Vorgehensweisen; auch die Erwartungen des

Patienten und seine persönliche Bewertung von Nutzen und Risiken

einer Maßnahme werden dabei berücksichtigt

 

Pathologie

Fachgebiet der Medizin; Lehre von den krankhaften Vorgängen

und Veränderungen an Organen, Geweben und Zellen

 

pathologisch

krankhaft

 

PBSCT

periphere Blutstammzelltransplantation

 

PCA

engl. „patient controlled analgesia“, patientenkontrollierte Schmerztherapie

 

PCP

Pentachlorphenol

 

PCR

engl. „polymerase chain reaction“, Polymerasekettenreaktion

 

PDT

photodynamische Lasertherapie

 

PE

Probeexzision

 

PEG

perkutane endoskopische Gastrostomie

 

PEI

Paul-Ehrlich-Institut

 

Periduralanasthesie

Abk. PDA, auch: Epiduralanästhasie; Methode der

örtlichen Betäubung durch Gabe eines Lokalanästhetikums in den

Periduralraum in die Nähe des Rückenmarks; Anwendung bei bestimmten

operativen Eingriffen oder zur Schmerzbehandlung

 

Periduralkatheter

Katheter, der in den Periduralraum eingelegt

wird, um Medikamente hineinzugeben

 

Periduralraum

Raum im Wirbelkanal zwischen harter Hirnhaut, die das

Rückenmark umhüllt, und Knochenhaut der Wirbelkörper

 

perineal

das Perineum betreffend, vom Perineum aus

 

Perineum

Damm; Bereich zwischen After und Hodensack bzw. Scheideneingang

 

peripheres Nervensystem

Nervensystem außerhalb von Gehirn und

Rückenmark

 

Peritonealkarzinose

Befall des Bauchfells mit Tumorzellen, meist infolge

einer Metastasierung

 

perkutan

durch die Haut

 

perkutane endoskopische Gastrostomie

Abk. PEG; Schaffung eines

Zugangs zum Magen durch die Bauchwand hindurch zum Einlegen

einer Ernährungssonde; kann zum Einsatz kommen, wenn die

Schluckfunktion anhaltend gestört und eine orale Ernährung

nicht möglich ist

 

perkutane endoskopische Jejunostomie

Abk. PEJ; Einlage einer Ernährungssonde

direkt in den als Jejunum bezeichneten mittleren Teil des

Dünndarns; Jejunostomie

 

 

perkutane Strahlentherapie

Bestrahlung von außen durch die Haut

 

PET Positronenemissionstomographie

Fachbegriffe und Fremdwörter |

PBSCT – Plasmozytom

 

PET-CT

feste Kombination von Positronenemissionstomographie

(PET) und Computertomographie in einem Untersuchungsgang;

die durch beide Techniken gewonnenen Bilder werden überlagernd

dargestellt; die in der PET nachgewiesenen Anreicherungsbezirke des

Tracers lassen sich durch die überlagerte Computertomographie

exakt bestimmten Organen oder Geweben zuordnen

 

Pfortader

allg. eine Vene, die sich erneut in kleinste Blutgefäße aufzweigt;

hauptsächlich für die Leberpfortader (Vena portae) verwendet,

die das Blut aus den Bauchorganen sammelt und in die Leber

transportiert

 

PFS

engl. „progression free survival“: progressionsfreies Überleben;

Überleben ohne Fortschreiten der Erkrankung

 

PgR

Progesteronrezeptor

 

Phantomschmerz

Schmerzempfindung, die in der Wahrnehmung in ein

nicht mehr vorhandenes Körperteil lokalisiert wird, so als sei dieses

noch vorhanden (häufig nach Amputationen)

 

Pharmakokinetik

alle Vorgänge, denen ein Medikament im Körper unterliegt,

von der Aufnahme über die Verteilung und Verstoffwechslung

bis zur Ausscheidung

 

Pharynxkarzinom

Krebs im Rachenbereich

 

photodynamische Lasertherapie

Abk. PDT; Behandlung, die auf der

Aktivierung eines zuvor in den Körper verabreichten Farbstoffs durch

Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge beruht; der verwendete

Farbstoff, der die Lichtempfindlichkeit erhöht, reichert sich in

bestimmten Tumoren verstärkt an, und die gezielte Laserbestrahlung

löst in den Anreicherungsbezirken zusammen mit Sauerstoff gewebezerstörende

Reaktionen aus

 

Photosensibilisierung

Steigerung der Lichtempfindlichkeit

 

Physiotherapie

früher auch Krankengymnastik; Oberbegriff für äußerliche

Behandlungsanwendungen, die die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit

des Körpers erhalten, verbessern oder wiederherstellen sollen;

neben Übungen, aktiver und passiver Bewegung und Massage werden

Reize wie Wärme, Kälte, Wasser, Licht und Elektrizität eingesetzt

 

Phytotherapie

Behandlung mit Heilpflanzen bzw. aus solchen hergestellten

Zubereitungen

 

PKV

private Krankenversicherung

 

Plasmazellen

spezialisierte B-Lymphozyten, die Antikörper bilden

 

 

Plasmozytom

besondere Verlaufsform des multiplen Myeloms

 

plastische Chirurgie

formende, gestaltende Chirurgie; operative Eingriffe

aus ästhetischen/kosmetischen Gründen oder zum Ausgleich sichtbar

gestörter Form und Funktion von Körperteilen, z. B. nach Verletzungen,

nach Operationen mit ausgedehntem Gewebeverlust oder nach

Amputationen (rekonstruktive Chirurgie, Wiederherstellungschirurgie)

 

Platinverbindungen

Gruppe von Zytostatika

 

Plattenepithel

ein- oder mehrlagige Zellschicht, die innere und äußere

Körperoberflächen bedeckt; so bezeichnet wegen der abgeflachten

Form der Deckzellen

 

Plattenepithelkarzinom

Krebs, der vom Plattenepithel ausgeht

 

Plazebo

Scheinmedikament; enthält keinen wirksamen Arzneistoff

 

Pleura

Brust- und Lungenfell

 

Pleuraerguss

Flüssigkeitsansammlung im Spalt zwischen Lunge und

Brustwand zwischen Lungenfell und Brustfell; häufig bei Tumorbefall

des Brustfells

 

Pleuramesotheliom

Krebserkrankung des Brustfells

 

pn

perineurale Invasion, Eindringen von Krebszellen in die direkte Umgebung

eines Nerven; Kürzel im Rahmen der TNM-Klassifikation;

Zusatz 0 oder 1 bezeichnet das Fehlen oder Vorhandensein einer

perineuralen Invasion

 

PNET

primitiver neuroektodermaler Tumor

 

Pneumologie

Lungenheilkunde

 

Polychemotherapie

Kombination verschiedener Chemotherapeutika

( Zytostatika) mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, um Tumorzellen

an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlichen Phasen

des Zellzyklus zu treffen und die Chance auf ihre Zerstörung zu

erhöhen

 

Polymerasekettenreaktion

molekularbiologisches Diagnoseverfahren

zum Nachweis einzelner Gene oder DNA-Abschnitte

 

Polyneuropathie

mehrere Nerven betreffende Störung, die die Empfindungen

(Sensibilität) und/oder die Bewegungen (Motorik) beeinträchtigen

kann; Symptome je nach betroffenen Nerventypen vielfältig

(Kribbeln, Brennen, Stechen, Taubheitsgefühl, Lähmungen etc.); kann

bei Krebs als Begleitsymptom der Erkrankung ( paraneoplastisches

Syndrom) oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftreten

 

Polyp

gestielte oder breitflächige Gewebeneubildung der Schleimhaut in

Hohlorganen, z. B. im Darm oder in der Harnblase; meist gutartig, aber

Entartung möglich

 

Polyposis

Erkrankung mit Ausbildung zahlreicher Polypen

 

Port

operativ unter die Haut eingepflanzte kleine Kammer aus Kunststoff

und Metall mit einer dicken Silikonmembran als obere Abdeckung

und einem mit ihr verbundenen Katheter, der z. B. in eine große

Vene eingelegt werden kann; die Anlage eines Ports ist sinnvoll, wenn

über einen längeren Zeitraum die regelmäßige Verabreichung von

Medikamenten in die Blutbahn erforderlich ist; zur Gabe der Medikamente

wird die Kammer durch die Haut mit einer speziellen Nadel

punktiert; auch in die Bauchhöhle oder in das Nervenwasser können

über einen dort eingelegten Port Medikamente verabreicht werden

 

positiver Befund |in der Medizin: abnormes oder auffälliges Untersuchungsergebnis

 

Positron|

kleines positiv geladenes Elementarteilchen

 

Positronenemissionstomographie

Abk. PET; bildgebendes Untersuchungsverfahren

der Nuklearmedizin, mit dem sich Stoffwechselaktivität

in Organen und Geweben darstellen lässt; beruht auf der

gezielten Anreicherung von schwach radioaktiv markierten Substanzen

( Tracer), die Positronen aussenden; die bei der Verbindung

der Positronen mit Elektronen entstehende elektromagnetische

Strahlung lässt sich messen und bildlich umsetzen; die PET erlaubt die

Unterscheidung zwischen vitalem (lebendem) und abgestorbenem

Gewebe bzw. zwischen langsam und rasch wachsendem Gewebe

 

post-

Vorsilbe: nach

 

postmenopausal

nach der Menopause

 

postoperativ

nach der Operation

 

Pouch

engl. Beutel, Tasche; operativ hergestellter Ersatz für ein entferntes

Hohlorgan, zum Beispiel eine Ersatzblase aus Darmschlingen nach

Blasenentfernung

 

PR

partielle Remission, Partialremission; Teilremission

 

pra-

Vorsilbe: vor

 

pradiktiv

voraussagend; in der Krebsmedizin vor allem für Biomarker

gebraucht, die auf die Empfindlichkeit oder Resistenz einer Tumorerkrankung

gegenüber einer bestimmten Behandlung hinweisen;

können die Wahl der Behandlung leiten

 

Pradisposition

ererbte Veranlagung oder besondere Empfänglichkeit für

eine bestimmte Erkrankung

 

Prakanzerose

Gewebeveränderung, die mit einem erhöhten Risiko für

die Entstehung von Krebs einhergeht

 

praklinisch

vorklinisch; im Zusammenhang mit medizinisch-wissenschaftlichen

Studien: Untersuchungen einer Substanz oder einer

Methode vor der Anwendung beim Menschen

 

pramenopausal

vor der Menopause

 

praoperativ

vor der Operation

 

Pravalenz

Anzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einer

bestimmten Erkrankung lebenden Personen in einer Bevölkerung;

Angabe meist bezogen auf 100.000

 

Pravention

Vorbeugung von Krankheiten durch gesundheitsfördernde

Maßnahmen und Ausschaltung schädlicher Einflüsse (primäre Prävention);

auch Früherkennung von Krankheitsvorstufen und frühen

Krankheitsstadien in einem begrenzten und dauerhaft heilbaren

Stadium (sekundäre Prävention) sowie Maßnahmen zur Verhütung

des Wiederauftretens einer Erkrankung oder von Folgeschäden einer

Erkrankung (tertiäre Prävention)

 

Primartumor

Ursprungs- oder Ausgangstumor, in Abgrenzung zu

Metastasen

 

primitiver neuroektodermaler Tumor

Abk. PNET; Hirntumor, der aus

unreifen embryonalen Nervenzellen entsteht; tritt überwiegend im

Kindes- und Jugendalter auf

 

Probeexzision

Abk. PE; chirurgische Entnahme einer Gewebeprobe aus

einem krankheitsverdächtigen Bereich zu Untersuchungszwecken;

siehe auch Biopsie

 

Progesteron

ein Gestagen; wird in der zweiten Hälfte des Monatszyklus

im Eierstock gebildet, während einer Schwangerschaft im Mutterkuchen

und in geringen Mengen in der Nebennierenrinde

 

Progesteronrezeptor

Abk. PgR; Bindungsstelle in Zellen für

Progesteron, über die die Hormonwirkung ausgelöst wird

 

Prognose

wörtl. Vorwissen, Vorauskenntnis; in der Medizin Einschätzung

des wahrscheinlichen Verlaufs einer Erkrankung anhand der

vorliegenden Befunde und statistischer Werte aus Beobachtungen an

großen Gruppen von Patienten in gleicher Situation; Anhaltspunkt,

keine Sicherheit für den Einzelfall

 

prognostisch

bezeichnet in der Krebsmedizin Biomarker, die eine

Abschätzung des Krankheitsverlaufs erlauben

 

Progression

Fortschreiten der Erkrankung, erneutes oder anhaltendes

Tumorwachstum trotz oder nach einer Behandlung

 

Proktologie

Teilgebiet der Medizin, das sich mit Erkrankungen des Enddarms

Befasst

 

Proktoskopie

Spiegelung des Enddarms und des Afterbereichs

( Endoskopie)

 

Proliferation

Zellteilung und Zellvermehrung, die zu Gewebezunahme

führt

 

Prophylaxe

Vorbeugung; für die Vorbeugung von Erkrankungen ist

heute der Begriff Prävention gebräuchlich

 

prospektiv

vorausschauend, auf Zukünftiges gerichtet; auch: voraussichtlich;

in der Krebsforschung vor allem im Zusammenhang mit

klinischen Studien verwendet, die eine bestimmte Behandlung

im Hinblick auf ihre erst später (vom Zeitpunkt der Behandlung aus

gesehen in der Zukunft) feststellbare Wirksamkeit erproben

 

Prostaglandine

Gruppe von körpereigenen Botenstoffen mit unterschiedlichen

Wirkungen; teilweise entzündungs- und schmerzfördernd

 

Prostata

Vorsteherdrüse

 

Prostatakarzinom

Krebs der Vorsteherdrüse

 

prostataspezifisches Antigen

Abk. PSA; Eiweiß-Stoff, der fast ausschließlich

in der Prostata gebildet wird und charakteristisch für

Prostatagewebe ist; erhöhte Werte im Blut können ein Anzeichen für

Prostatakrebs sein, aber auch andere Ursachen wie eine gutartige

Vergrößerung oder Entzündung ( Adenom) der Drüse haben; wird

bei Prostatakrebs in der Verlaufskontrolle als Tumormarker genutzt;

Eignung für das Screening auf Prostatakrebs bisher nicht gesichert

 

Prostatektomie

operative Entfernung der Vorsteherdrüse (Prostata)

 

Protein

Eiweiß

 

Protokoll

in der Krebsmedizin für den festgelegten Ablaufplan einer

Krebsbehandlung mit den verschiedenen aufeinander folgenden oder

parallelen therapeutischen und diagnostischen Einzelmaßnahmen

gebraucht (Behandlungsprotokoll); auch ausführliche Beschreibung

des Ablaufs einer klinischen Studie (Studienprotokoll, Prüfplan)

 

Prufplan

auch: Studienprotokoll; genaue Beschreibung von wissenschaftlichem

Hintergrund, Zielen, Einschlusskriterien und Ablaufplan

einer klinischen Studie; Grundlage der Genehmigung zur

Durchführung einer Studie

 

PS

engl. „performance status“: Allgemeinzustand

 

PSA

prostataspezifisches Antigen

 

PSO

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft

 

Psychoonkologe

Psychologe oder Arzt mit spezieller Weiterbildung und

Qualifikation im Bereich der Psychoonkologie

 

Psychoonkologie

auch: psychosoziale Onkologie; wissenschaftliche

Fachrichtung, die sich mit psychologischen und sozialen Aspekten von

Krebserkrankungen befasst und entsprechende Unterstützungsangebote

für Krebspatienten und deren Angehörige zur Bewältigung der

Erkrankung und ihrer Folgen entwickelt

 

pTNM

pathohistologische Klassifizierung eines Tumors; Klassifizierung

nach der Operation

 

pulmonal

die Lunge betreffend

 

Punktion

bezeichnet allgemein das gezielte Einstechen einer Nadel bzw.

Kanüle in den Körper; kann der Einspritzung von Flüssigkeiten in den

Körper (z. B. in eine Vene) dienen (Injektion) oder der Entnahme von

Flüssigkeit oder Zellen aus Körperhöhlen und Gewebe zu Untersuchungszwecken

 

PUVA

Psoralen plus Ultraviolett-A-Licht; Behandlung mit der Substanz

Psoralen, die die Lichtempfindlichkeit erhöht, und Bestrahlung mit

langwelligen ultravioletten Strahlen; kann in der Krebsmedizin zur

Behandlung von malignen Lymphomen der Haut eingesetzt

Werden

 

PVC

Polyvinylchlorid

Q

qd

täglich (Angabe in Therapieschemata)

 

qm

monatlich (Angabe in Therapieschemata)

 

QoL

engl. „quality of life“: Lebensqualität

 

qw

wöchentlich (Angabe in Therapieschemata)

R

R

Kürzel für Residualtumor; zurückgebliebener Resttumor nach einer

Behandlung; Zusatz 0 bis 2 bezeichnet Fehlen oder mikroskopisches

(R1) bzw. mit bloßem Auge erkennbares (R2) Vorhandensein von

Resttumor

 

r

Kürzel im Rahmen der TNM-Klassifikation für Rezidiv, rezidiviert;

wird der TNM-Einstufung vorangestellt

 

rad, rd

engl. „radiation absorbed dose“, ältere Einheit für die Energiedosis,

heute ersetzt durch Gray (Gy); 1 rd = 0,01 Gy

 

Radiatio

Strahlentherapie

 

Radioaktivitat

Strahlungsaktivität; Eigenschaft instabiler Atome, die

spontan (ohne Einwirkung von außen) zerfallen und dabei energiereiche

Strahlung abgeben

 

Radiochemotherapie

kombinierte Anwendung von Strahlentherapie

und Chemotherapie

 

Radiofrequenzablation

Abk. RFA; auch: Radiofrequenzthermoablation

RFTA; Methode zur örtlichen Zerstörung von Gewebe durch Hitze,

die durch in das Gewebe eingeleiteten Strom erzeugt wird

 

Radiologie

Fachbereich der Medizin, der sich mit der Anwendung von

Strahlen in Diagnostik und Behandlung befasst

 

Radionuklid

instabiles Atom, das zerfällt und dabei energiereiche

Strahlung abgibt; Radionuklide kommen in der Natur vor und können

künstlich hergestellt werden; Radiopharmakon

 

Radioonkologie

Lehre von der Anwendung energiereicher (ionisierender)

Strahlen ( Strahlentherapie) zur Behandlung von Krebserkrankungen

 

Radiopharmakon

Medikament, das radioaktive Stoffe enthält oder aus

einer radioaktiven Substanz besteht; wird in der Nuklearmedizin

zu diagnostischen Zwecken (z. B. Szintigraphie) und zur inneren

Bestrahlung eingesetzt

 

Radiotherapie

Strahlentherapie

 

Randomisierung

von engl. „random“: zufällig, nach dem Zufallsprinzip;

Verfahren, das in vergleichenden klinischen Studien angewendet

wird; Patienten, die die Einschlusskriterien für eine Studie erfüllen,

werden nach dem Zufallsprinzip einer der Vergleichsgruppen zugeteilt;

wichtig für die Verminderung verzerrender Einflussfaktoren und

damit für die Aussagekraft der Ergebnisse

 

Rash

Hautausschlag; typische Nebenwirkung einiger Rezeptorblocker

und Tyrosinkinasehemmer

 

RCT

engl. „randomized controlled trial“, randomisierte kontrollierte

Studie; Randomisierung

 

Referenzbereich

Normalbereich für Laborwerte, aus Untersuchungen

bei Gesunden ermittelt; dient dazu, einen gemessenen Wert als

normal, erhöht oder erniedrigt einordnen zu können; aufgrund der

natürlichen Streuung wird nicht ein Normalwert angegeben, sondern

ein Schwankungsbereich mit unterer und oberer Grenze, innerhalb

dessen ein Wert als normal gilt; je nach Messmethode können sich

die Referenzbereiche für ein und denselben untersuchten Laborwert

unterscheiden

 

Reflux

Rückfluss; oft verwendet für den Rückfluss von säurehaltigem

Magensaft in die Speiseröhre

 

Regeneration

Erholung, Erneuerung/Ersatz

 

Rehabilitation

Wiederherstellung; Maßnahmen nach einer Erkrankung,

um die körperlichen, seelischen und sozialen Folgen weitestmöglich

zu reduzieren und eine Wiedereingliederung des Patienten in das

soziale und das Berufsleben zu erreichen; die Ansprüche gesetzlich

Versicherter auf Rehabilitationsleistungen sind gesetzlich geregelt;

zur Durchführung siehe Anschlussrehabilitation

 

 

rektal

das Rektum betreffend

 

Rektoskopie

Spiegelung des Enddarms, Endoskopie

 

Rektum

Enddarm, Mastdarm; letzter Abschnitt des Darms vor dem

inneren Schließmuskel

 

Rektumkarzinom

Krebs des Rektums

 

rem

engl. „roentgen equivalent man“; Messgröße im Strahlenschutz;

Maß für die vermutete biologische Wirkung der Aufnahme einer

definierten Strahlendosis im Organismus; berücksichtigt spezifische

Eigenschaften der verschiedenen Strahlenarten

 

Remission

in der Medizin die zeitweise oder anhaltende Rückbildung

von Krankheitszeichen; beschreibt bei bösartigen Tumoren das

Ansprechen auf eine Behandlung; unterschieden werden Komplettremission,

Teilremission und Krankheitsstabilisierung; nicht mit

Heilung gleichzusetzen

 

Resektion

operative Entfernung

 

Resistenz

allg. Widerstandsfähigkeit; bezeichnet in der Medizin die

Unwirksamkeit einer normalerweise wirksamen Behandlung; kann

von Anfang an der Fall sein (primäre Resistenz) oder sich im Lauf der

Zeit entwickeln (sekundäre, erworbene Resistenz); unterschiedliche

Ursachen möglich

 

Responder

Patienten, die auf eine bestimmte Behandlung ansprechen

 

Response

Ansprechen einer Erkrankung auf eine Behandlung

 

Responserate

Ansprechrate

 

Retardpraparat

Arzneimittel, das nach Einnahme den Wirkstoff verlangsamt

freisetzt; manchmal auch für Depotpräparate gebraucht

 

Rontgenkontrastmittel

für Röntgenstrahlen undurchdringliche Substanz,

die vor einer Röntgenaufnahme verabreicht wird, um Hohlräume

oder Gefäße auf dem Röntgenbild besser sichtbar zu machen;

Kontrastmittel

 

retrospektiv

zurückblickend, in die Vergangenheit schauend; in der

Krebsforschung vor allem im Zusammenhang mit Studien verwendet,

die von der Gegenwart aus rückblickend mögliche Zusammenhänge

zwischen bestimmten früheren Einflüssen oder Maßnahmen

auf Entstehung oder Verlauf von Erkrankungen untersuchen

 

Rezeptor

Bindungsstelle auf oder in Zellen für Boten- oder Signalstoffe;

setzt nach dem Andocken des Signalstoffs die Weiterleitung des

Signals zum Zellkern in Gang, wo die für die entsprechende Wirkung

zuständigen Gene aktiviert werden

 

 

Rezeptorblocker

auch: Rezeptorhemmer, Rezeptorinhibitor; Substanz,

die einen Rezeptor so blockiert, dass der zugehörige Botenstoff dort

nicht mehr andocken kann und seine Wirkung ausgeschaltet wird

 

Rezidiv

Rückfall; Wiederauftreten einer Tumorerkrankung nach einer

symptomfreien Zeit entweder am ursprünglichen Ort (Lokalrezidiv)

oder entfernt (Metastasen)

 

RFA

Radiofrequenzablation

 

Rhabdomyosarkom

Weichteilsarkom bei Kindern, das in nahezu allen

Körperregionen entstehen kann

 

RIA

Radioimmunoassay, Labortestverfahren

 

Ribonukleinsaure

Abk. RNS, RNA; „Zwischenspeicher“ der in der

Desoxyribonukleinsäure (DNS) festgeschriebenen Erbinformation;

wird unter anderem beim Ablesen der DNS gebildet und transportiert

die abgelesene Information für die Bildung von Eiweißstoffen zu den

Eiweißfabriken der Zelle (Ribosomen)

 

RMS

Rhabdomyosarkom

 

RNS/RNA

Ribonukleinsäure

 

Rontgenstrahlung

Form der elektromagnetischen Strahlung; energiereiche

Strahlung, die für die Röntgentechnik eingesetzt wird; nicht

mit radioaktiver Strahlung gleichzusetzen

 

RPE

radikale Prostatektomie

 

RT

Radiotherapie

S

s.c.

subkutan, unter die Haut

 

Sarkom

bösartiger Tumor, der sich aus Binde- und Stützgewebe entwickelt

(Sehnen, Muskeln, Fett, Knochengewebe)

 

SCC

1. engl. „squamous cell carcinoma“, Plattenepithelkarzinom;

2. engl. „squamous cell carcinoma antigen“, Plattenepithelkarzinomantigen,

Tumormarker

 

Salvage-Therapie

von engl. „salvage“: Rettung; erneute Behandlung,

wenn die Standardtherapie versagt hat oder wenn es zum Krankheitsrückfall

gekommen ist; kann mit Operation, Bestrahlung oder

Medikamenten erfolgen

 

SCF

engl. „stem cell factor“: Stammzellfaktor, hämatopoetischer

Wachstumsfaktor

 

 

Schlussellochchirurgie

minimal-invasive Operation mit Hilfe von

Endoskopen; der Eingriff wird ohne große Eröffnung einer Körperhöhle

durch kleine Hautschnitte durchgeführt

 

Schmerzgedachtnis

dauerhafte Veränderung der Reaktion von Nervenzellen

des Rückenmarks durch lang anhaltende starke Schmerzreize;

führt dazu, dass die Nervenzellen auch bei schwachem Reiz oder völlig

ohne Reiz Schmerzsignale an das Gehirn weiterleiten (Verselbständigung

des Schmerzes)

 

Schmerzpumpe

Methode der patientengesteuerten Schmerztherapie;

eine mit Schmerzmedikamenten gefüllte Pumpe gibt auf Knopfdruck

des Patienten nach seinem Bedarf Schmerzmittel über ein Portsystem

in den Körper; die Pumpe ist tragbar oder wird unter die Haut

eingesetzt

 

Schnellschnitt

pathologische Aufarbeitung und Untersuchung von Gewebeproben

während einer laufenden Operation, um Informationen

für das erforderliche weitere chirurgische Vorgehen zu gewinnen

 

Schwannom

Neurinom

 

SchwbG

Schwerbehindertengesetz

 

SCLC

engl. „small cell lung cancer“, kleinzelliger Lungenkrebs

 

Score

in der Medizin: System zur Bewertung von Befunden

 

Screening

von engl. „screen“: Sieb; organisierte Reihenuntersuchung

einer Bevölkerungsgruppe mit dem Ziel, mit einfachen, nicht belastenden

Methoden Hinweise auf noch symptomlose Vor- und Frühstadien

einer bestimmten Erkrankung zu erhalten; sinnvoll, wenn die

Untersuchungsmethode ausreichend treffsicher und die gesuchte

Erkrankung in Frühstadien mit höherer Wahrscheinlichkeit erfolgreich

behandelbar ist als bei späterer Diagnose

 

SD

engl. „stable disease“, Krankheitsstabilisierung

 

Second-line-Therapie

Zweitlinientherapie

 

SDM

| engl. „shared decision making“

 

Sedierung

Beruhigung, Ruhigstellung; Dämpfung des zentralen Nervensystems

durch Beruhigungsmittel

 

Seeds

engl. Saat, Korn; kleine, ummantelte Strahlenquellen ( Radionuklide),

die zur inneren Bestrahlung in Tumorgewebe eingebracht

werden; Brachytherapie

 

Sekret

alle inneren und äußeren Absonderungen des Körpers, insbesondere

aus Drüsen

 

semi-

Vorsilbe: halb

 

semimaligne

halbbösartig; bezeichnet Tumoren, die zwar Zeichen der

Malignität aufweisen, aber keine Metastasen bilden

 

Seminom

| häufigste Form des Hodenkarzinom; bösartiger Hodentumor,

geht von entarteten Vorläufern von Samenzellen aus

 

Senologie |Lehre von der weiblichen Brust

 

Sensitivitat

wichtiges Gütekriterium eines diagnostischen Tests; gibt an,

welchen Anteil der an einer gesuchten Erkrankung Leidenden ein Test

erkennt; Angabe in Prozent; je höher die Sensitivität eines Tests, desto

weniger Erkrankungen werden übersehen

 

Sentinel-Lymphknoten

Wächterlymphknoten

 

Sepsis

den ganzen Körper erfassende Infektion durch Ausbreitung von

Bakterien aus einem Krankheitsherd über Lymph- und Blutbahnen;

kann akut oder chronisch verlaufen

 

SGB |Sozialgesetzbuch

 

Shared Decision-Making

Abk. SDM; engl. für geteilte Entscheidung:

Patient und Arzt erarbeiten gemeinsam unter Abwägung von Vorund

Nachteilen und unter Berücksichtigung der Patientensicht eine

Entscheidung über durchzuführende medizinische Maßnahmen;

partizipative Entscheidung

 

SHG

Selbsthilfegruppe

 

Shunt

natürliche oder operativ angelegte Verbindung zwischen zwei

Blutgefäßen oder Hohlräumen, die normalerweise nicht verbunden

Sind

 

Sievert

Abk. Sv; Messgröße für die biologische Wirkung einer bestimmten

Strahlendosis unter Berücksichtigung der Strahlenart und der

Bestrahlungsbedingungen

 

Sigmoidoskopie

„kleine Darmspiegelung“, die im Gegensatz zur Koloskopie

nur den Mastdarm und den nach oben daran anschließenden

Sigmadarm erfasst; Endoskopie

 

Signaltransduktionshemmer

auch: Signaltransduktionsinhibitor, Abk.

STI; Substanz, die gezielt in die Signalübertragungswege einer Zelle

eingreift und diese blockiert; bei Krebs kann dies dazu führen, dass

eine unkontrollierte Zellteilung verhindert oder verlangsamt wird;

Prinzip der zielgerichteten Therapie

 

SIOP

Société Internationale d’Oncologie Pédiatrique; Internationale

Gesellschaft für pädiatrische Onkologie

 

SKAT

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie

 

Skelettszintigraphie

nuklearmedizinisches Verfahren zur Darstellung

von Veränderungen am Knochenskelett; eine schwach radioaktive

Substanz ( Radiopharmakon) wird in eine Vene gespritzt und

reichert sich in Bereichen des Knochengewebes an, in denen Umbauvorgänge

stattfinden; mit einer Gammakamera, die die abgegebene

Strahlung auffängt, lassen sich die Orte der Anreicherung auf einem

Bild sichtbar machen; sie können auf Knochenmetastasen hinweisen

 

SLN

engl. „sentinel lymph node“, Wächterlymphknoten

Fachbegriffe und Fremdwörter |

Sepsis – Sputum

 

solide Tumoren

Tumoren mit festem Gewebeverband, die von einem

Organ bzw. Gewebe ausgehen und zunächst örtlich auf dieses begrenzt

sind; bei bösartigen Tumoren wird der Begriff zur Abgrenzung

insbesondere von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems

verwendet, bei denen die entarteten Zellen nicht im Gewebeverband

auftreten und von Anfang an im ganzen Körper zirkulieren können

 

somatisch |den Körper betreffend, körperlich

 

Sondenernahrung

Form der Ernährung von Kranken, bei denen die normale

Nahrungsaufnahme nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich

ist; erfolgt durch Einlage eines dünnen, biegsamen Schlauchs, einer

Ernährungssonde, in Magen oder Dünndarm, über den spezielle Nährlösungen

verabreicht werden

 

Sonographie

auch: Ultraschalluntersuchung, Echographie; bildgebende

Untersuchungsmethode, bei der mit Schallwellen weit oberhalb der

Hörschwelle Bilder des Körperinnern erzeugt werden; keine Strahlenbelastung

 

Spezifitat

wichtiges Gütekriterium eines diagnostischen Tests; gibt an,

welchen Anteil der nicht an einer gesuchten Erkrankung Leidenden,

also der in dieser Hinsicht Gesunden, ein Test als solche anzeigt;

Angabe in Prozent; je höher die Spezifität eines Tests, desto weniger

Gesunde werden fälschlich als krank eingestuft

 

Sphinkter |Schließmuskel am Ausgang eines Hohlorgans

 

Spickung

in der Krebsmedizin Form der Brachytherapie; ummantelte

radioaktive Substanzen ( Seeds) werden in Tumorgewebe eingebracht

und führen zu einer Bestrahlung „von innen“

 

Spiegelung

Untersuchung von Körperhohlräumen; Endoskopie,

Endoskop

 

Spinalanasthesie

rückenmarknahe örtliche Betäubung; Betäubung der

unteren Körperhälfte durch Einspritzung von Betäubungsmitteln in

den das Rückenmark umhüllenden Flüssigkeitsraum (Liquorraum) im

Bereich der Lendenwirbel

 

Spinaliom

auch: spinozelluläres Karzinom, Stachelzellkrebs; Form

von Hautkrebs mit Ausgang von den oberen Zellschichten,

Plattenepithelkarzinom der Haut

 

Splenektomie |operative Entfernung der Milz

 

Sputum

Auswurf, abgehustete Ausscheidung der Rachen- und Bronchialschleimhaut,

enthält auch abgelöste Schleimhautzellen

 

Stadium

bezeichnet in der Medizin die Ausdehnung und Schwere einer

Erkrankung; meist mit römischen Ziffern von I bis IV angegeben

 

Staging

Bestimmung des Krankheitsstadiums unter Berücksichtigung

verschiedener Untersuchungsbefunde; Grundlage der individuellen,

an die jeweilige Situation eines Patienten angepassten Behandlungsplanung

 

Stammzellen

Körperzellen, die die sich einerseits durch Teilung selbst

erneuern und andererseits zu verschiedenen Zelltypen entwickeln

können

 

Stammzelltransplantation

Abk. SZT; Blutstammzelltransplantation

 

Stent

Röhrchen bzw. Hülse aus einem Metall- oder Kunststoffgittergeflecht,

das in verengte Gefäße oder durch Tumorwachstum verschlossene

Hohlorgane (z. B. Speiseröhre, Luftröhre) eingelegt werden kann,

um sie wieder durchgängig zu machen; das Geflecht entfaltet sich

nach der Einlage und drängt das einengende Gewebe an den Rand

 

Sterblichkeit

auch: Sterberate, fachsprachl. Mortalität; Anzahl der Todesfälle

durch eine Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums

(meist ein Jahr) bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungszahl (z. B.

100.000)

 

Stereotaxie

räumlich exakte und gezielte Steuerung von Eingriffen oder

Bestrahlungen; in der Krebsmedizin meist mit Hilfe von Computertomographie,

Magnetresonaztomographie oder anderen bildgebenden

Verfahren

 

Steroide

Oberbegriff für eine große Gruppe von Stoffen, die chemisch

ähnlich aufgebaut sind; wichtigstes natürliches Steroid ist das

Cholesterin, das Ausgangsstoff für die Bildung zahlreicher Hormone

ist, unter anderem Corticosteroide, Östrogene, Gestagene,

Testosteron

 

STI

Signaltransduktionshemmer

 

Stoma

operativ geschaffener Ausgang eines Hohlorgans an der

Körperoberfläche; Kolostoma, Urostoma, Tracheostoma

 

Stomatitis

Entzündung der Mundschleimhaut

 

Strahlentherapie

fachsprachlich: Radiotherapie; Anwendung energiereicher

Strahlen zur Zerstörung von Tumorgewebe

 

Studie

wissenschaftliche Untersuchung; in der Medizin meist für

klinische Studie gebraucht

 

Studienprotokoll

Prüfplan

 

subfebril |leicht erhöhte Temperatur unter 38 Grad Celsius

 

subkutan

Abk. s.c.; unter der Haut, unter die Haut

 

Sublingualtablette

Tablette, die unter der Zunge zergeht; die Wirkstoffe

werden durch die Mundschleimhaut aufgenommen

 

Supportivtherapie

Begleittherapie zur Unterstützung einer Behandlung,

zur Linderung von Nebenwirkungen oder langfristigen Krankheitsoder

Therapiefolgen

 

 

suprapubisch

oberhalb des Schambeins

 

Sv

Sievert

 

Syndrom

charakteristisches Zusammentreffen mehrerer verschiedener

Symptome oder Krankheitszeichen

 

systemische Therapie

Behandlung, die im gesamten Körper wirksam ist;

meint in der Regel die Behandlung mit Medikamenten; Gegensatz:

lokale Therapie

 

Szintigraphie

bildgebendes Untersuchungsverfahren der Nuklearmedizin,

bei dem bestimmte schwach radioaktive Substanzen

( Radiopharmaka, Radionuklide) in den Körper gegeben werden,

die sich im zu untersuchenden Gewebe oder Organ bzw. in krankhaften

Veränderungen anreichern können; solche Anreicherungen lassen

sich durch Auffangen der von den Radiopharmaka abgegebenen

Strahlung mit einer Gammakamera bildlich darstellen (Szintigramm)

 

SZT

Stammzelltransplantation

T

T

Tumor; Kürzel im Rahmen der TNM-Klassifikation; Zusatz 1 bis 4

bezeichnet die Tumorgröße und örtliche Ausdehnung

 

TACE

transarterielle Chemoembolisation

 

Tamoxifen

Antiöstrogen; besetzt die Rezeptoren für Östrogene

in Zellen und blockiert sie für das Hormon, so dass die Östrogenwirkung

ausgeschaltet wird; zur Behandlung von Tumoren eingesetzt,

die durch Östrogen zum Wachstum angeregt werden; siehe auch

Antihormontherapie

 

targeted therapy

engl. für zielgerichtete Therapie

 

Taxane

Klasse von Zytostatika

 

TBI

engl. „total body irradiation“: Ganzkörperbestrahlung; Form der

Strahlentherapie, die im Rahmen der Konditionierung vor einer

allogenen Blutstammzelltransplantation zum Einsatz kommen

Kann

 

TCM

traditionelle chinesische Medizin

 

Teilremission

auch: Partialremission, partielle Remission, Abk. PR; messbarer

Rückgang der Tumorgröße bzw. der gesamten Tumormasse um

mehr als die Hälfte, der mindestens vier Wochen anhält

 

TENS

transkutane elektrische Nervenstimulation, Methode zur Schmerzbehandlung

 

Tesla

Maßeinheit für die elektrische Feldstärke von Magnetfeldern,

z. B. von Magnetresonanztomographen

 

Testosteron

wichtigstes männliches Geschlechtshormon, das die Ausbildung

der männlichen Geschlechtsorgane, -merkmale und -funktionen,

die Samenbildung und die Prostataentwicklung steuert

 

Thalamus

Region des Zwischenhirns, Umschaltstelle und Filter für

Sinnesreize und Weiterleitung an die Großhirnrinde

 

Third-line-Therapie

Drittlinientherapie

 

Thorax

Brustkorb, Brustraum

 

Thrombose

vollständiger oder teilweiser Verschluss von Venen oder,

seltener, Arterien durch Blutgerinnsel

 

Thrombozyten

Blutplättchen; spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung;

keine Zellen im eigentlichen Sinn, entstehen als Abschnürung

von Megakaryozyten

 

Thrombozytopenie

Verringerung der Zahl von Blutplättchen auf weniger

als 150.000 pro Mikroliter Blut; mit weiter abnehmender Thrombozytenzahl

erhöht sich das Risiko von Blutungen, besonders stark bei

unter 10.000 pro Mikroliter

 

Thymus

auch: Bries; hinter dem Brustbein gelegenes Organ des

lymphatischen Systems, in dem die Lymphozyten ausreifen;

bildet sich ab der Pubertät nach und nach zurück

 

Thyreoidektomie

operative Entfernung der Schilddrüse

 

TKI

Tyrosinkinaseinhibitor

 

T-Lymphozyten

Untergruppe der Lymphozyten mit wichtiger Funktion

in der Immunabwehr, die im Thymus ausreifen; tragen auf ihrer

Oberfläche Moleküle, die körperfremde Merkmale auf anderen Zellen

erkennen und diese fremden Zellen selbst oder im Zusammenwirken

mit anderen Mechanismen des Immunsystems zerstören können

 

TNF Tumornekrosefaktor

 

TNM-System

auch: TNM-Klassifikation; international gültiges System

zur Beschreibung ( Klassifikation) der Größe und Ausbreitung bösartiger

Tumoren; „T“ steht für den Ursprungstumor oder Primärtumor,

„N“ für Nodus (Lymphknoten) und „M“ für Metastasen; der Zusatz von

Zahlen, ggf. auch Kleinbuchstaben, bezeichnet Tumorgröße und Grad

der Ausbreitung genauer (z. B. Tumordurchmesser und -ausdehnung,

Lage und Zahl befallener Lymphknoten)

 

TNS |transkutane Nerven-Stimulation, Methode der Schmerzbehandlung

 

Toxizitat

Giftigkeit, Schädlichkeit

 

Tracer

Markierungsstoff; Radiopharmakon

 

Trachea

Luftröhre

 

Tracheoskopie

Betrachtung („Spiegelung“) der Luftröhre mit einem

Endoskop

 

Tracheostoma

künstlicher Ausgang der Luftröhre am Hals; wird zur

Erhaltung der Atmung dauerhaft angelegt, wenn die oberen Luftwege

verschlossen sind und wenn der Kehlkopf entfernt werden musste

 

Tracheotomie |Luftröhrenschnitt; operative Anlage eines

Tracheostomas

 

TRAM-Flap

Transversus abdominis myokutaner Lappen; quer aus

dem Unterbauch entnommenes Gewebestück aus Haut, Fettgewebe

und Muskel, das zur Rekonstruktion der weiblichen Brust nach

Mastektomie verwendet werden kann

 

transarterielle Chemoembolisation

Abk. TACE; minimal-invasives Verfahren

zur Behandlung von Leberkrebs und Lebermetastasen, bei dem

sich die Effekte von örtlicher Chemotherapie und Gefäßverstopfung

durch Einbringen kleiner Partikel mit der Folge von Sauerstoffmangel

gegenseitig verstärken

 

transdermal

durch die Haut

 

Transfusion

Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen

 

Transplantation

Übertragung von Organen oder Zellen

 

transrektal

durch den (End)darm

 

transurethral

durch die Harnröhre

 

Trastuzumab

monoklonaler Antikörper gegen einen Rezeptor des

epidermalen Wachstumsfaktors ( HER2); wird in der Behandlung

bestimmter Formen von Brustkrebs und Magenkrebs eingesetzt

 

Trophoblasttumor

Chorionkarzinom

 

TRUS

transrektaler Ultraschall

 

TTP

engl. „time to progression“; Zeit bis zum Fortschreiten einer Tumorerkrankung

nach zunächst wirksamer Behandlung

 

TTS

transdermales therapeutisches System; Medikamente in

Pflasterform

 

Tuben

Eileiter

 

Tumor

allg. Schwellung; im engeren Sinne Geschwulst durch überschießende

Zellteilung mit Neubildung von Gewebe; kann gutartig oder

bösartig sein

 

Tumorantigen

Eiweiß, das nur von Tumorzellen und nicht von normalen

Körperzellen gebildet und häufig auf der Zelloberfläche ausgeprägt

wird; kann zur molekularbiologischen Charakterisierung von Tumoren

genutzt werden; wenn das Immunsystem solche Tumorantigene

als fremd erkennt, kann eine Immunreaktion zur Zerstörung der

das Merkmal tragenden Zellen führen

 

Tumorlokalisation

Bezeichnung des Orts, an der ein Tumor wächst

 

Tumorlysesyndrom

Notfallsituation; kann sich als Folge einer Zerstörung

von großen Mengen von Tumorgewebe innerhalb kurzer Zeit

entwicklen, v.a. bei Chemotherapie von dafür sehr empfindlichen

Tumoren; die aus den zerstörten Zellen freigesetzten Stoffe können

zur lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung und zum Nierenversagen

führen

 

Tumormarker

körpereigene Substanzen, die bei bestimmten Krebserkrankungen

im Blut oder auch in anderen Körperflüssigkeiten

vermehrt auftreten können; wegen meist mangelnder Spezifität

und Sensitivität zur Krebsfrüherkennung nicht bzw. nur sehr

eingeschränkt geeignet; Bestimmung im Blut zur Überwachung des

Krankheitsverlaufs und des Ansprechens auf eine Behandlung; siehe

auch Biomarker

 

Tumornekrosefaktor

Abk. TNF; Signalstoff des Immunsystems mit

zahlreichen regulierenden Funktionen; spielt auch bei Entzündungen

eine Rolle

 

 

Tumorsuppressorgene

Gene, die die Zellteilung hemmen und damit der

Entstehung von Krebs entgegenwirken

 

Tumorvakzine

„Impfstoff“, der Teile oder spezielle Merkmale der Zellen

eines bestimmten Tumors enthält und das Immunsystem gegen

diese Merkmale aktivieren soll; Form der spezifischen, gezielten

Immuntherapie

 

Tumorviren

auch: Onkoviren, onkogene Viren; Viren, die an der Entstehung

von Krebserkrankungen ursächlich beteiligt sein können

 

TURP

transurethrale Resektion der Prostata; Ausschälung der Prostata

von der Harnröhre aus; Operationsverfahren bei gutartiger Vergrößerung

der Prostata mit Behinderung der Blasenentleerung

 

Tyrosinkinaseinhibitoren

Abk. TKI, auch: Tyrosinkinasehemmer;

neue Klasse von Krebsmedikamenten, die die Funktion bestimmter

Tyrosinkinasen blockieren und dadurch die Weiterleitung von

(Wachstums)signalen zum Zellkern unterbinden; Form der

zielgerichteten Krebstherapie

 

Tyrosinkinasen

zentrale „Schalter“ in Zellen, die Signale von Rezeptoren

in der Zelle weiterleiten

 

TZ

Tumorzentrum, Zusammenschluss auf Krebserkrankungen spezialisierter

und forschender Einrichtungen einer Region

U

U

Unit: Einheit; international gebräuchliche Maßeinheit für Enzymaktivität

 

Uberdiagnose

Diagnose einer eigentlich nicht behandlungsbedürftigen

Erkrankung; führt ggf. zu unnötigen Therapien; kann Folge von Früherkennungs-

und Screeninguntersuchungen sein eines Gens ( Genexpression);

führt zur vermehrten Bildung des speziellen Proteins, dessen Bauplan

das betreffende Gen enthält

 

UE

unerwünschte Ereignisse, Nebenwirkungen

 

UICC

engl. „Union for International Cancer Control“; internationale Vereinigung

gegen Krebs, Sitz in Genf

 

Ultraschall

Schallwellen mit einer Wellenlänge oberhalb des Hörbereichs;

wird in der Medizin zu Untersuchungszwecken genutzt;

( Sonographie)

 

Ureter

Harnleiter, transportiert den Harn vom Nierenbecken zur Blase

 

Urethra

Harnröhre

 

Urethrakarzinom

Harnröhrenkrebs

 

Urogenitaltrakt

Gesamtheit der Harn- und Geschlechtsorgane

 

Urothel

Gewebeschicht, die die ableitenden Harnwege (Nierenbecken,

Harnleiter, Blase, Harnröhre) auskleidet; sog. Übergangsepithel

 

Urothelkarzinom

vom Urothel der ableitenden Harnwege (Nierenbecken,

Harnleiter, Harnblase, Harnröhre) ausgehende Krebserkrankung

 

US

Ultraschall

 

Uterus

Gebärmutter

 

UV-A

ultraviolette Strahlung im Bereich von 400–320 nm

 

UV-B

ultraviolette Strahlung im Bereich von 320–280 nm

 

UV-C

ultraviolette Strahlung im Bereich von 280–200 nm

 

UV-Strahlung

ultraviolette Strahlung

V

V

Veneninvasion, Einbruch von Krebszellen in Venen; Befundkürzel

im Rahmen der TNM-Klassifikation; Zusatz 0 bis 2 bezeichnet das

Fehlen oder mikroskopische bzw. sichtbare Vorhandensein eines

Gefäßeinbruchs

 

V.a.

Verdacht auf

 

 

Vagina

Scheide

 

vaginale intraepitheliale Dysplasie

Abk. VAIN; Gewebeveränderung der

Schleimhaut der Scheide (Vagina); unterschiedliche Ausprägung

(1 bis 3), wobei VAIN 3 mit einer Krebsvorstufe gleichzusetzen ist

 

VAIN vaginale intraepitheliale Dysplasie

 

Vakzination

Impfung

 

Vakzine

Impfstoff

 

VAS

visuelle Analogskala, Instrument zur Beurteilung der Schmerzstärke

durch den Patienten

 

vaskularer endothelialer Wachstumsfaktor

Abk. VEGF, von engl. „vascular

endothelial growth factor“; Signalstoff, der von Krebszellen gebildet

werden kann, um die Ausbildung von Gefäßen zur Versorgung des

wachsenden Tumors zu fördern; bindet an Rezeptoren auf Zellen

der inneren Blutgefäßwand (Endothelzellen) und regt dadurch das

Gefäßwachstum an; Hemmung des Wachstumsfaktors ist ein Ansatzpunkt

moderner zielgerichteter Krebstherapien; Angiogenesehemmer

 

VEGF

vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor

 

Venenkatheter

dünner Kunststoffschlauch, der für Stunden oder Tage

in eine Vene eingelegt wird, wenn mehrfach Medikamente intravenös

verabreicht werden müssen; erspart dem Patienten das wiederholte

Aufsuchen und Anstechen einer Vene; man unterscheidet periphere

Venenkatheter, die in der Regel in eine Unterarmvene eingelegt werden,

und zentrale Venenkatheter

 

Verblindung

Verfahren bei der Durchführung randomisierter

klinischer Studien zur Prüfung von neuen Therapien, mit dem

sichergestellt wird, dass der Patient (einfache Verblindung) oder sowohl

Patient als auch Arzt (doppelte Verblindung) nicht wissen,

wer das Prüfmedikament bzw. die Prüfbehandlung erhält und

wer der Kontrollgruppe zugeordnet ist; soll Verzerrungen in der

Bewertung der Ergebnisse vermeiden helfen

 

Verum

wirksames Medikament (im Gegensatz zu Plazebo)

 

Vigilanz

Wachheit

 

Vincaalkaloide

Klasse von Zytostatika

 

viszeral

die Eingeweide, v.a. die Bauchorgane, betreffend

 

Vollremission

Komplettremission

 

Vulvakarzinom

Krebs der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane

W

Wachstumsfaktoren

Oberbegriff für körpereigene Eiweißstoffe, die der

Signalübermittlung zwischen Zellen dienen und überwiegend wachstumsfördernde

Wirkungen unterschiedlicher Art haben; die Signalwirkung

wird in der Regel über spezifische Rezeptoren vermittelt

 

Wachstumsmuster

bezeichnet das Erscheinungsbild von (Tumor-) Gewebe

unter dem Mikroskop sowie Art und Aussehen der Zellen; erlaubt

Rückschlüsse auf das biologische Verhalten

 

Wachterlymphknoten

auch: Sentinel-Lymphknoten (engl. „sentinel“:

Wächter); erste(r) Lymphknoten im Lymphabflussgebiet eines Tumors

und häufig erste Station der Metastasierung; wird bei manchen

Krebserkrankungen gezielt entfernt und auf Krebszellen untersucht;

ist er nicht befallen, spricht dies dafür, dass noch keine Metastasierung

über den Lymphweg erfolgt ist

 

Watchful Waiting

engl. für abwartendes Beobachten; Strategie beim

frühen, wenig bösartigen Prostatakrebs im höheren Lebensalter, bei

der bis zum Auftreten von Symptomen auf eine Behandlung und auf

intensive Untersuchungen verzichtet wird

 

Weichteilsarkom

Oberbegriff für verschiedene bösartige Tumoren mit

Ausgang von Binde-, Fett- oder Muskelgewebe

 

Whipple-Operation

ausgedehnte Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs;

beinhaltet die teilweise oder vollständige Entfernung der

Bauspeicheldrüse, die Entfernung des Zwölffingerdarms, eines Teils

des Magens, der Gallenblase und eines Teils des Gallengangs

 

WHOengl. „World Health Organization“, Weltgesundheitsorganisation

 

Wilms-Tumor

Nephroblastom

X

X

Kürzel im Rahmen der TNM- Klassifikation für „keine Angabe

möglich“

 

Xerostomie

Mundtrockenheit

Y

y

Kürzel im Rahmen der TNM-Klassifikation für „nach einer Therapie

bestimmt“, z. B. nach neoadjuvanter Chemotherapie; der TNMEinstufung

vorangestellt,

Fachbegriffe und Fremdwörter

Z

z.A.

zum Ausschluss

 

Z.n.

Zustand nach

 

Zelle

kleinste für sich lebens- und vermehrungsfähige Einheit des

menschlichen Körpers; enthält einen Zellkern mit der Erbinformation

und ist von einer Membranhülle umgeben

 

Zellzyklus

Phase im Leben einer Zelle von einer Zellteilung bis zur nächsten;

gegliedert in mehrere Abschnitte, in denen in der Zelle bestimmte

Vorgänge ablaufen

 

zentraler Venenkatheter

Abk. ZVK; dünner Kunststoffschlauch, der über

eine große Vene, meist im Halsbereich bis nahe zum Herzen vorgeschoben

wird; erlaubt die wiederholte Verabreichung von Infusionslösungen

und auch konzentrierter Nährstofflösungen

 

Zentralnervensystem

Abk. ZNS; Gehirn und Rückenmark

 

zervikale intraepitheliale Neoplasie

Abk. CIN; Gewebeveränderung

der Schleimhaut des Gebärmutterhalses (Zervix) unterschiedlicher

Ausprägung (1 bis 3), wobei CIN 3 mit einer Krebsvorstufe gleichzusetzen

Ist

 

Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs

 

zielgerichtete Therapie

auch: gezielte Therapie, engl. „targeted therapy“;

Oberbegriff für die Krebsbehandlung mit verschiedenen neuartigen

Wirkstoffen, die gezielt in die Wachstumssteuerung von Krebszellen

eingreifen, indem sie für das Krebswachstum wichtige Vorgänge

oder Signalwege blockieren; zu diesen Medikamenten zählen

Signaltransduktionshemmer, monoklonale Antikörper,

Tyrosinkinasehemmer, Angiogenesehemmer; Anwendung

überwiegend in Kombination mit einer Chemo- oder Strahlentherapie

 

Zielvolumen

räumlicher Zielbereich einer Strahlentherapie

 

Zirbeldruse

Epiphyse

 

ZKRD

Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland

 

ZMV

Zytomegalievirus

 

ZNS

Zentralnervensystem, Gehirn und Rückenmark

 

Zoster Herpes Zoster

 

Zottenkrebs

Chorionkazinom

 

ZVK

Zentraler Venenkatheter

 

Zweitlinientherapie

zweiter Behandlungsversuch, wenn die Erkrankung

nach einer vorausgegangenen Therapie erneut fortschreitet oder

wenn die erste Therapie keine Wirksamkeit zeigt

 

Zyste

flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Gewebe, der von einer

Epithelschicht ausgekleidet ist

 

Zystitis

Harnblasenentzündung

 

Zystographie

Röntgenuntersuchung der Harnblase mit Kontrastmittel;

das Röntgenbild wird als Zystogramm bezeichnet

 

Zystoskopie

Blasenspiegelung

 

Zytokine

Oberbegriff für eine Vielzahl von meist in Zellen des

Immunsystems gebildeten Signal- bzw. Botenstoffen, die

bestimmte Vorgänge in anderen Zellen auslösen können

(z. B. Teilung, Aktivierung, Ausreifung, Absterben); gentechnisch

hergestellte Zytokine werden auch als Medikamente eingesetzt

(z. B. Interleukin, Interferon, Wachstumsfaktoren)

 

Zytologie

allg. Zelllehre; in der Medizin die mikroskopische Untersuchung

von einzelnen Zellen aus Abstrichen, Körperflüssigkeiten oder

Gewebeproben (Zytodiagnostik)

 

Zytostatika

Substanzen, die die Zellteilung und das Zellwachstum

hemmen (wörtl. anhalten), überwiegend durch Störung von Vorgängen

im Zellkern, vor allem durch Beeinflussung von Funktion oder

Bildung der DNS; Anwendung zur Chemotherapie von Krebserkrankungen

 

zytotoxisch

zellgiftig, zellschädigend

Fachbegriffe und Fremdwörter