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Aktuelle Veranstaltung

Dieser Punkt ist eine wichtige Säule unseres Therapiekonzeptes, denn er dient dazu, denjenigen Menschen, die sich die wertvolle ECT-Behandlung aus eigenen Mitteln nicht leisten können, diese dennoch zugänglich zu machen. Zunächst haben Sie keinen "grundsätzlichen" Anspruch auf Erstattung der Kosten für eine ECT-Behandlung. Aber auf Basis des unten aufgeführten Grundsatzurteils gibt es sehr erfolgversprechende Wege im Rahmen der sog. Einzelfallregelung für Erstattung der Behandlungskosten.

Zusammen mit einer angeschlossenen Anwaltskanzlei bieten wir Ihnen einen schon fast standardisierten Weg für den Erfolg in den Verhandlungen mit den Kassen. Diese uns angeschlossene Kanzlei verfügt neben einschlägiger, langjähriger Erfahrung über viele Urteile, erstritten mit den verschiedensten Kassen. Diese Erfahrung kommt allen unseren Patienten zu Gute, die sich entschließen, diesen Weg zu gehen. Bislang waren die Erfolgsaussichten sehr hoch, in den allermeisten Fällen wurden die Kosten erstattet.

Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie.

Grundsatzurteil

- 1 BvR 347/98 -

Es ist mit den Grundrechten aus Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip und aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG nicht vereinbar, einen gesetzlich Krankenversicherten, für dessen lebensbedrohliche oder regelmäßig tödliche Erkrankung eine allgemein anerkannte, medizinischem Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verfügung steht, von der Leistung einer von ihm gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode auszuschließen, wenn eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht.

Hier der Link zum Beschluss des Ersten Senats vom 6. Dezember 2005 (Bundesverfassungsgericht)

Somit können Schwerkranke auch zur Alternativmedizin greifen!

Schwerkranke können künftig auch die Kosten für alternative Heilmethoden von der Krankenkasse erstattet bekommen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden.

Nach dem veröffentlichten Beschluss müssen sich Patienten, die an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden, von der Kasse nicht allein auf die wissenschaftlich anerkannten Methoden der Schulmedizin verweisen lassen. Wenn eine "nicht ganz entfernt liegende Aussicht" auf Heilung oder Besserung bestehe, dann müsse die gesetzliche Krankenversicherung auch Behandlungen außerhalb ihres Leistungskatalogs erstatten, befand der Erste Senat. (Az: 1 BvR 347/98 – Beschluss vom 6. Dezember 2005)

Damit gab das Karlsruher Gericht einem 18-Jährigen Recht, der an einer schweren, unheilbaren Muskelkrankheit leidet, einer "Duchenne’schen Muskeldystrophie", die normalerweise schon im Kindesalter zum Verlust der Gehfähigkeit führt und die Lebenserwartung stark einschränkt.

Die Kasse hatte die Kostenerstattung für eine Behandlung mit hochfrequenten Schwingungen – die so genannte Bioresonanztherapie – verweigert, obwohl die Ärzte einen deutlich günstigeren Verlauf der Krankheit als in vergleichbaren Fällen feststellten. Auch das Bundessozialgericht lehnte die auf mehrere tausend Euro lautende Forderung ab.

Die Verfassungsrichter verwiesen dagegen auf die staatliche Pflicht zum Schutz von Leben und Gesundheit. Übernehme der Staat mit einem System der gesetzlichen Krankenversicherung die Verantwortung für die körperliche Unversehrtheit der Versicherten, dann gehöre die Vorsorge bei lebensbedrohlichen oder gar tödlichen Krankheiten zum Kern der Leistungspflicht. Nach den Worten des Gerichts muss deshalb im konkreten Einzelfall geprüft werden, ob sich eine Behandlung günstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt. (dpa)