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Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, unter der vor allem Frauen leiden. Dabei zerstören T-Zellen das Schilddrüsengewebe, und gegen die Thyreoperoxidase (TPO) sind Antikörper nachweisbar. Die Höhe dieser Antikörpertiter kann durch die Applikation von Selen reduziert werden. Darüber hinaus wird durch die Selen-Supplementation die Enzündungsaktivität verringert und das Allgemeinbefinden verbessert. Auch bei einer immunogenen Hyperthyrose (Morbus Basedow) erweist sich die Selensubstitution als sinnvoll.

Die Schilddrüse besitzt eine besonders hohe Affinität für Selen und weist mit den höchsten Selen-Gehalt von allen Organen auf. Selen katalysiert die Umwandlung von Thyroxin (T4), der inaktiven Vorstufe des Schilddrüsenhormons, in die aktive Form Trijodthyronin (T3). Bei Selen-Mangel können durch die verminderte Synthese von T3 Störungen in der Schilddrüsenfunktion auftreten. Bei Störungen der Schilddrüsenfunktion ist daher häufig nicht nur Jod-, sondern auch Selenmangel entscheidend. Eine nicht optimale Selen-Versorgung beeinträchtigt die Schilddrüsenhormon-Funktion und beeinflusst auf diese Weise viele Körperfunktionen negativ. Deshalb sollte bei allen Patienten mit Verdacht auf eine Erkrankung der Schilddrüse auch der Selenspiegel im Blut bestimmt werden. Ist er zu niedrig, sollte zusätzlich zu Schilddrüsenhormonen auch Selen (z.B. Uniselen®) verabreicht werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Selengabe positiv auf das Allgemeinbefinden der Betroffenen auswirkt: Stimmung, Konzentrationsfähigkeit und körperliche Belastbarkeit bessern sich.
(Ärzte Zeitung)