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Brisbane – Adipöse Menschen erkranken möglicherweise nicht nur aufgrund der hohen Gewichtsbelastung ihrer Gelenke häufiger an einer Arthrose. Eine Studie in Scientific Reports (2017; 7: 46457) zeigt, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Zucker und gesättigten Fettsäuren den Gelenkknorpel und den darunter liegenden Knochen direkt schädigen können.

Ratten, die mit einer Diät aus Zucker und Fetten verwöhnt werden, erkranken nach wenigen Wochen an einer abdominalen Adipositas mit erhöhtem Blutzucker, Blut­hochdruck und Fettleber, was auch als metabolisches Syndrom bezeichnet wird. Die prall gefüllten Fettzellen setzten das Hormon Leptin frei, das nicht nur dem Gehirn mitteilt, dass die Speicher gefüllt sind. Leptin wird zusammen mit anderen Adipokinen für eine vermehrte Entzündungsreaktion im Körper verantwortlich gemacht. Sie steht im Verdacht, die Atherosklerose zu fördern mit Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folge.

Die Entzündung könnte auch die Entwicklung von Gelenkschäden fördern, an denen viele adipöse Menschen leiden. Da die Arthrose zuerst in Hüfte und Kniegelenk zu Beschwerden führt, wurde das Problem bisher auf die Gewichtsbelastung infolge der Adipositas zurückgeführt.

Die Experimente, die ein Team um Yin Xiao von der Universität von Southern Queens­land in Brisbane an Ratten durchgeführt hat, deuten darauf hin, dass auch die Zusammensetzung der Nahrung einen Einfluss hat. Die Forscher fütterten die Tiere entweder mit Mais oder mit verschiedenen Diäten mit einem hohen Anteil von Zucker kombiniert mit gesättigten Fetten oder auch Transfetten. Diese der derzeitigen Ernährung in den westlichen Ländern nachempfundenen Diäten führten nach 16 Wochen zu erkennbaren Schäden an den Gelenken.

Das Ausmaß der Arthrose hing davon ab, wie langkettig die Fettsäuren waren. Am günstigsten war die Diät mit einem hohen Anteil an Laurinsäure, bei der die Alkylgruppe mit 12 Kohlenstoff-Atomen (C12) relativ kurz ist. Laurinsäure ist beispielsweise in Koskosöl enthalten. Ausgeprägter waren die Schäden bei einer Diät mit Myristinsäure (C14), Palmitinsäure (C16) und Stearinsäure (C18). Stearinsäure ist ein wichtiger Bestandteil von tierischen Fetten (Talg). Palmitinsäure ist ein von der Nahrungs­mittelindustrie gerne verwendetes Fett, da es auf Palmölbasis kostengünstig hergestellt werden kann.

Je länger die Kohlenstoffkette der Fettsäuren war, desto mehr Schäden entdeckte Xiao im Gelenkknorpel. Auch die Struktur des Knochens unterhalb des Gelenkknorpels war gestört. Ratten, deren Diät zunächst Rindertalg enthalten hatte, erholten sich teilweise von den Gelenkschäden, wenn sie mit Laurinsäure weiter ernährt wurden. Experimente an Zellkulturen aus menschlichen Knorpelzellen unterstrichen die Bedeutung der kurzkettigen Fettsäuren: Laurinsäure steigerte die Freisetzung von Proteoglykanen, die dem Knorpel seine Festigkeit verleihen. © rme/aerzteblatt.de

 

Ndino
am Mittwoch, 19. April 2017, 22:37

Beweis Kokosöl

Die Studie ist offensichtlich auch ein großartiger Beweis für die hervorragenden gesundheitlichen Eigenschaften von Kokosöl.

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