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Übergewicht geht oft mit einer chronischen Entzündung einher, die das Risiko für Stoffwechselkrankheiten erhöht. Ernährungswissenschaftler zeigen nun, dass die Werte für verschiedene Entzündungsmarker unter einer pflanzenreichen Ernährung stark sanken.

Die meisten Deutschen essen zu viel Fleisch: 74 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen überschreiten laut einer Untersuchung des Max Rubner-Instituts den Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von 300 bis 600 Gramm pro Woche. Der Verzehr von zu großen Mengen an Fleisch wird in Verbindung gebracht mit Übergewicht und einer Zunahme von chronischen Entzündungsprozessen, die das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Schlaganfälle erhöhen. Ein Forscherteam des Start-up-Lab Ernährung, Immunität und Metabolismus am Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke konnte nun zeigen, dass eine pflanzenbetonte Ernährung bei übergewichtigen Menschen die Werte mehrerer Entzündungsmarker senkt.

Die Wissenschaftler um Krasimira Aleksandrova und Fabian Eichelmann werteten für ihre Meta-Analyse die Ergebnisse von 25 Interventionsstudien aus, in deren Rahmen die Effekte einer pflanzenbasierten Kost bei insgesamt 2.689 übergewichtigen Teilnehmern untersucht wurden. Wie sie in einem Artikel in der Fachzeitschrift Obesity Reviews berichten, könnten übergewichtige Menschen durch eine pflanzenbetonte Ernährung ihr Entzündungsmarker-Profil deutlich verbessern und ihr Risiko für chronische Erkrankungen potenziell erniedrigen.

„Da in einzelnen Interventionsstudien die Teilnehmerzahlen in der Regel gering sind, ist die statistische Präzision oft eingeschränkt“, sagt Eichelmann. „Deshalb haben wir eine umfangreiche, systematische Literaturanalyse durchgeführt und die Ergebnisse aller relevanten Interventionsstudien erstmals zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Damit lässt sich besser beurteilen, ob eine pflanzlich betonte Ernährungsweise der Entwicklung von chronischen Entzündungen entgegenwirkt.“

Fettzellen schütten entzündungsfördernde Substanzen aus

Dies sei eine wichtige Voraussetzung, um Empfehlungen aus den Studien abzuleiten, die helfen könnten, dass sich übergewichtige Menschen gesünder ernährten, so der Forscher. Denn eine übermäßige Kalorienzufuhr hat unmittelbare Auswirkungen auf die körpereigenen Fettdepots: Diese speichern nicht nur die überschüssige Energie aus der Nahrung, sondern setzen auch Botenstoffe frei. Da einige dieser Substanzen entzündliche Prozesse im Körper fördern, sind die Entzündungsmarker-Werte im Blut übergewichtiger Menschen häufig erhöht. Ein Zustand, der wiederum mit einem deutlich erhöhten Risiko für Stoffwechselkrankheiten einhergeht.

Deshalb suchen Forscher und Mediziner nach wissenschaftlich basierten Ernährungsstrategien, welche die Gesundheit fördern und die dabei helfen, Übergewicht zu verlieren. „Es funktioniert einfach nicht, wenn man den betroffenen Menschen nur sagt, dass sie weniger kalorienreich essen sollen“, sagt Eichelmann. „Es ist wichtig, dass man ihnen eine Empfehlung in die Hand gibt, welche Ernährungsformen sich besonders gut für eine Gewichtsreduktion eignen beziehungsweise ihr Risiko für Folgeerkrankungen reduzieren.“

In Frage, so der Wissenschaftler, komme zum Beispiel eine pflanzenbetonte Kost, die sich hauptsächlich aus Lebensmitteln wie Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten und Obst zusammensetze. Zudem enthalte sie kein oder nur sehr wenig Fleisch, könne aber moderate Mengen an Eiern, Milchprodukten und Fisch mit einschließen.

Pflanzenbetonte Kost versus normale Diät

In ihrer Meta-Analyse nahmen die Forscher um Eichelmann alle kontrollierten Interventionsstudien auf, in deren Rahmen die übergewichtigen, meist metabolisch kranken Teilnehmer als Interventions-Diät eine solche pflanzenbetonte Kost über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen verzehren sollten. Die Teilnehmer der Kontrollgruppen hatten dagegen in der Regel eine normale Diät bekommen, die aber ähnlich viele Kalorien enthielt. Um den Erfolg der jeweiligen Intervention zu erfassen, waren in allen Studien im Blut der Teilnehmer verschiedene Entzündungsmarker (CRP, Interleukin-6, TNF-alpha, sICAM, Resistin, Leptin und Adiponektin) gemessen worden. „Uns interessierte nicht so sehr, ob ein Gewichtsverlust einen positiven Einfluss hatte, sondern vor allem, wie sich die unterschiedliche Zusammensetzung der Diäten auf die Entwicklung der Entzündungswerte bei den Teilnehmern auswirkte“, berichtet Eichelmann.

Allerdings waren in den Studien nicht immer alle der ausgewählten Marker bestimmt worden. Die Anzahl schwankte zwischen 3 Studien bei Resistin und 24 Studien bei CRP, in denen die jeweiligen Entzündungsmarker bei den Teilnehmern gemessen worden waren. Als Eichelmann und seine Kollegen die Daten ihrer Untersuchung auswerteten, zeigte sich, dass unter einer pflanzenreichen Ernährung die Werte der Entzündungsmarker CRP und Interleukin-6 deutlich niedriger waren als unter einer Kontrolldiät. Auch bei sICAM konnten die Forscher einen gewissen Rückgang beobachten. Dagegen traten bei Resistin, Leptin und Adiponektin keine statistisch eindeutigen Auswirkungen im Vergleich beider Gruppen auf.

Senken spezielle pflanzliche Inhaltsstoffe das Risiko für entzündliche Prozesse?

Mithilfe einer weiteren Analyse der Daten konnte das Team um Eichelmann weitgehend ausschließen, dass die Reduktion der Entzündungsmarker-Werte durch einen eventuell größerer Gewichtsverlust bei den Probanden mit pflanzenbetonter Ernährung verursacht worden war. Eichelmann vermutet deshalb, dass die pflanzlichen Bestandteile selbst die positiven Effekte bei den Probanden ausgelöst hatten. Allerdings kann er nicht sagen, welche Inhaltsstoffe der Pflanzen dafür verantwortlich gewesen sein könnten: „Vielleicht waren es spezielle entzündungshemmende Substanzen oder einfach die geänderte Zusammensetzung von ungesättigten und gesättigten Fettsäuren in der pflanzlichen Kost“, sagt Eichelmann.

Für den Ernährungswissenschaftler geben die Ergebnisse der Meta-Analyse einen wichtigen Hinweis, wie sich mit einer Ernährungsform, die weniger Fleisch und mehr pflanzlichen Produkte enthält, das Risiko von entzündlichen Prozessen und dadurch verursachten Folgeerkrankungen senken lässt. „Es steht immer die Diskussion im Vordergrund, aus wie viel Fett und wie vielen Kohlenhydraten eine optimale Ernährung bestehen sollte, aber das ist wahrscheinlich nicht das einzige Problem. Wenn die Menschen in Deutschland jedoch endlich anfangen würden, mehr Obst und insbesondere Gemüse zu essen, wäre das schon einmal ein guter Anfang“, findet Eichelmann. Auch die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, so der Forscher, gingen schon jetzt in Richtung einer pflanzenbasierten Ernährung.

Fleischprodukte haben ungünstiges Fettsäurenprofil

Unterstützung finden die Anhänger einer solchen Ernährungsform auch bei Medizinern: „Es gibt aus zahlreichen Studien relativ klare Ergebnisse, dass tierisches Eiweiß Entzündungen im Körper fördert“, sagt Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. „Auch enthalten Fleischprodukte mehr gesättigte Fettsäuren und mehr Omega-6-Fettsäuren als pflanzliche Lebensmittel. Diese Fettsäuren gelten als entzündungsfördernd im Gegensatz zu den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, die besonders häufig in vielen pflanzlichen Ölen vorkommen.“

Auch Michalsen empfiehlt deshalb eine fleischarme Ernährung: „Fleisch einmal pro Woche, wie es unsere Großeltern gemacht haben, und ansonsten eine abwechslungsreiche Mischkost aus Getreideprodukten, Obst und viel Gemüse. Wer ganz auf tierische Nahrungsmittel verzichten möchte, sollte aber auf jeden Fall Vitamin B12 ergänzen.“

Eine stärker pflanzliche Ernährungsform, so der Mediziner, könne sich ebenfalls günstig auf das Mikrobiom im Darm auswirken. Viele Unverträglichkeitsreaktionen und chronische Entzündungen, an denen immer mehr Menschen litten, würden vermutlich durch eine falsche bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms ausgelöst. Michalsen hat deswegen auch wenig einzuwenden, wenn die Diskussion über die optimale Ernährungsform überall präsent ist und von manchen ihrer Protagonisten wie eine Ersatzreligion betrieben wird: „Wenn der deutsche Bürger nur noch 100 Gramm Fleisch pro Woche zu sich nimmt und wieder Leinsamen und Grünkohl isst, dann können wir aufhören, Ernährung als goldenes Kalb zu verehren.“

 
 
 

39 Kommentare:

Bei verarbeitetem Fleisch ist eher der Anteil an Nitritpökelsalzen als der Fettanteil kritisch zu bewerten. Nitritsalze bilden mit den Proteinen des Fleischanteils mit der Salzsäure des Magens Nitrosamine und diese sind krebserregend, nicht das Fleisch per se. Das enthaltene Fett führt zu Sättigung und sollte bei normalem Essverhalten nicht zu Übergewicht führen.

Neurologe
Neurologe

#36 ein Arzt sollte wissen, dass Veganer mehr Osteoporose hat, was tun Sie denn dagegen.
Auch mehr neurologische Probleme, was tun Sie denn dagegen?

Christiane Weber
Christiane Weber

Dass wir als Menschen “Omnivoren” sind, bedeutet doch lediglich, dass wir im Gegensatz zu obligaten Carnovoren oder reinen Pflanzenfressern alles essen KÖNNEN – also die Wahl haben – aber doch nicht MÜSSEN, Herr Dr. Lorenz!

#35 Milch verursacht Osteoporose. Go Vegan.

Gast
Gast

#33 damit es noch mehr Schenkelhalsfrakturen gibt ?

Gast
Gast

#33 damit es noch mehr Schenkelhalsfrakture gibt ?

Gast
Gast

China Study lesen, und die Milch nicht vergessen, die sollte man ersatzlos vom Essensplan streichen

Gast
Gast

@#28 der Unterschied zwischen Fleisch und Wurst ist schon gigantisch.
In der Wissenschaft immer “processed meat” genannt.
Nur bei dem letzten lässt sich statistisch sicher “negatives” ableiten,
wovon wieder ein wesentlicher Teil im Fettanteil (->Übergewicht) verursacht ist.
Man sieht so einem unschuldigen Sidewürstchen, Frankfurter oder Wienerwürstchen seinen Fettanteil von über 50% ja nicht an.

Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Frida Stern #12: Bravo. Genau da ist es, woran unsere Gesellschaft krankt. Sie haben es auf den Punkt gebracht und gleichzeitig die Lösung mitgeliefert. Leider lesen diejenigen, die dieser Vorschläge bedürfen, nicht die entsprechende Literatur, so dass alles beim Alten bleiben bzw. noch schlimmer werden wird. Aber Ansätze sind da, sie müssten nur verständlich vermittelt werden. Danke für Ihren Text.

Gast
Gast

@Iris Lemp,

ja, Bayern hat besonders viel von Tschernobyl abbekommen. Aber es gibt in Deutschland keine Region, die ohne den radioaktiven Niederschlag blieb.
Und Pilze entziehen auch weniger belasteten Böden regelrecht das Cäsium, wie sich auch im Schwarzwild viel anreichert.

Hochbelastetes Wild wird wohl aus dem Verkehr gezogen, soweit es getestet wird. Strahlenbiologen meinen aber, dass die Grenzwerte viel zu hoch gesetzt wurden…

Als Glückspilz leiden Sie aber zumindest nicht psychisch unter den Schadstoffen.
Wie sagte es Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach: Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit
Gast#26

Bernd Hoppe
Bernd Hoppe

Vielleicht sollten wir alle nur das gesunde Nutella essen. Rein pflanzlich.

Nichtmedizinische Berufe

@ Gast X
Absolut, es wird nie differenziert zwischen naturbelassenem Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten, geräuchert, getrocknet, zu Wurst verarbeitet etc. pp. Meine Mutter hat ihr Leben lang fast täglich ein kleines Stück Fleisch gegessen. Aber immer alles frisch gekauft und gekocht. Sie wurde 87.

Iris Lemp
Iris Lemp

Naturkind
Ich brauche keine Lampe im Dunkeln, ich habe das Glück in einem strahlungsfreien Waldgebiet zu jagen. Das Wild wurde untersucht! Die Karte von der Tschernobyl-Wolke hat meine letzten Zweifel beseitigt. Somit sind auch meine Pilze einwandfrei. Ich bin sozusagen ein Glückspilz.
Aus Bayern wollte ich auch kein Wild essen, es wird übrigens untersucht, bevor es in den Verkehr kommt.
Bei allen Zweifeln! Ohne Gedanken Fast Food XXL zu vertilgen ist sicher am wenigsten gesund.

Gast
Gast

@Iris Lemp: Wenn Sie nur Selbsterlegtes essen, brauchen Sie dann im Dunkeln noch eine Lampe, oder haben Sie noch nicht gehört, dass bei der langen Halbwertzeit von Cäsium unser Wild immer noch hoch vom Tschernobyl-Atom-GAU belastet ist? Auch Ihre Pilze tragen mit dazu bei!

Gast X
Gast X

Ich denke bei dieser Diskussion sollte man unbedingt differenzieren um welche Art von Fleisch es sich handelt. Danke an Frau Lemp für diesen Hinweis. Ein frisches Stück Biowild ist nicht ansatzwese vergleichbar mit einem industrielll gefertigten Fleisch- oder Wurstgericht. Wenn man schon darüber diskutiert was in welchen Mengen verzehrt werden sollte darf man nicht ausser Acht lassen, dass die meisten Konsumenten mit “ich esse täglich Fleisch” eigentlich meinen > keinerlei frisches unbehandeltes Fleisch sondern vielmehr ausschließlich industriell behandelte Fleisch- und Wurstprodukte in großen Mengen. Solange eine Studie zum Fleischkonsum nicht differenziert um welche Art Fleisch es sich handelt ist sie meiner Ansicht nach vollkommen wertlos….

Alles Quatsch mit dem Fleisch. Die Menschen sind Ominivoren. Sie essen also alles: Pflanzen und Tiere. Und das nicht ohne Grund. Ich stehe, obwohl ein guter Freund Veganer ist, dieser Sache extrem kritisch gegenüber. Veganes Essen ist ein Essen mit extremem Risiko von Fehlen wichtiger Nahrungsbestandteile. Füge ich die künstlich zu, (Vitamin B12, Folsäure usw.) müsste ich mich wiederum fragen, ob sie nicht tierischen Urspunges sind, also ob die ganze Bemühung nichts genutzt hat.

Nichtmedizinische Berufe

Nun, mit einem Augenzwinkern möchte ich alle Fleischkritiker daran erinnern, dass wir Spitzenpredatoren sind. Wir sind nicht durch Zufall an der Spitze der Nahrungskette gelandet. ;-)

Es langweilt mittlerweile wirklich. Sämtliche Studien identifizieren einzig die Maßlosigkeit als gesundheitsgefährdend, aber es wird so dargestellt, als sei das Fleisch per se der “Übeltäter”. Natürlich ist eine pflanzenbetonte Ernährung gesund – seit Jahr(zehnt)en wissen wir das. Aber im Übermaß lässt nicht nur Fleisch die Entzündungsparameter ansteigen. Omega-6-überfrachtete Pflanzenöle “leisten” Ähnliches. Und wer kiloweise Soja und Hülsenfrüchte in sich hineinschaufelt, darf nicht erstaunt sein, wenn seine Harnsäurewerte gen Norden wandern. Ich will nicht wieder Herrn Bombastus von Hohenheim bemühen, aber die Dosis macht nun mal das Gift – nicht nur beim Fleisch.

Es war absolut klar, dass dieser Bericht wieder jede Menge Protest und Unruhe hervorbringt !! Lustig ist, dass hier eine “Fixierung auf die angebliche Fleischgefahr” attestiert wird, statt umgekehrt die Fixierung auf TÄGLICHEM Fleischkonsum anzuprangern ?! Offenbar fällt es den heutigen Menschen sehr schwer ihren Fleischkonsum zu kontrollieren; begreifen sie häufig noch nicht einmal, dass der tägliche Wurstaufschnitt auch Fleisch ist!!

Jacqueline
Jacqueline

was hier garnicht erwähnt wird sind die vielen Unverträglichkeiten an Getreide und Milchprodukten.
Außerdem CRP ist ein generelles Entzündungsparameter, das als Marker zu nutzen ist generell ja ok – aber wenn das der einzige Beweis ist – sorry das ist mir zu wenig.
Es gibt mittlerweile so viele Empfehlungen die eigentlich nur von unterschiedlichen Lobbys geprdeigt werden und dem normalen Menschen eher verunsichern als helfen- definitiv aber eher übergewichtig u krank machen ( Light und Co). Derzeit gibt es Vegan, Ketogen, low carb, Eiweiss lastig, – alles Trends die ja eigentlich konträr zueinander stehen – aber sich halt verkaufen lassen.
Vielleicht wäre es ein besserer Ansatz mal zu testen welche Lebensmittel man verträgt u welche eben nicht u daraus kann jeder nach eigenem Gusto wählen was er mag ( natürlich im Rahmen – was er auch verbrennt)
Eins ist jedoch gewiss – der ganze Diätenwahn macht nur das Gegenteil- nämlich immer dicker u ungesünder – doch das wiederum lässt die Kassen besser klingeln.

Arzt
Arzt

Die Fixierung auf eine angebliche Fleischgefahr ist geradezu krankhaft. Gicht (Hyperurikämie) ist selbstverständlich auch durch jede Pflanzenzelle möglich (Purinstoffwechsel).
Für den Stoffwechsel geht es um Eiweiß, dazu gehören auch Milchprodukte und Eier. Pflanzliche Nahrung besonders und Getreide, Kartoffen und Obst aller Art erschweren selbstverständlich eine low-carb- Ernährung.
Preisfrage für alle ernsthaft Interessierten:
Wieviel Eiweiß hat denn ein mageres Steak von 300g ???
(80% Wasser)

Gast
Gast

@Frida Stern
die Gefahr einer zu sehr fleischbetonten Ernährung wie Low Carb eine ist, ist die Gefahr von Gicht.
Viele interpretieren LC nicht als eine pflanzenbetonte Ernährung mit etwas Fleisch, sondern genau umgekehrt.
ich empfehle von allen etwas, von pflanzlichen Produkten aber etwas mehr. Auf Zucker sollte schon allein aufgrund des Kriegsrisikos verzichtet werden.

Nichtmedizinische Berufe

@ Remedia Cortes Ich bin nicht dick, aber habe Diabetes II und ernähre mich Low Carb, um Medikamente zu vermeiden. Meine Leberwerte und Blutfettwerte haben sich in dieser Zeit merklich verbessert.

Wir sind nicht alle gleich. Jüngste Forschungen zeigen, wie schändlich wir die Bakterienlandschaft unseres Darms vernachlässigt haben und wie groß die Zusammenhänge mit allen möglichen Erkrankungen, Gewichtszunahmen, Immunsystem, Psyche sind. Ein weites Feld, das noch jahrzehntelanger Forschung bedarf.

Wir wissen so wenig. Ein achtsamer Umgang mit uns selbst und der Qualität unserer Nahrung ist der beste Weg mit so wenig Wissen, das Möglichste zu tun.

# Iris Lemp: Ich freue mich, daß Sie auf Wildfleisch hinweisen. Mehr Bio bei Fleisch geht nicht und glücklicher als die glücklichsten Legehühner lebte das Wild allemal.

Nichtmedizinische Berufe

ich bin dick und Vegetarierin und meine Blutwerte sind sehr gut, besonders Cholesterin.

Iris Lemp
Iris Lemp

Naturkind
Man sollte sich mal ansehen was in der Massentierhaltung gefüttert wird. Mir wird davon schlecht.
Als Jägerin esse ich natürlich Fleisch, aber nur von Tieren, die ich selbst erlege.
Im Gasthaus esse ich vegetarisch, schon der Geruch von Massentierhaltungsfleisch verursacht mir Ekel. Zum Wildfleisch gehört Gemüse, Wildgemüse, Pilze, Obst und Hülsenfrüchte.
Auf gentechnisch verändertes Getreide, besonders auf Weizen kann ich wirklich verzichten. Ebenso auf amerikanische XXL……….Packungen mit Inhalten, die nicht mal als Tierfutter taugen.
Ich will wissen was ich esse, wem es egal ist, soll ruhig krank werden.

Gast
Gast

Dass zuviel Fleisch der eigenen Gesundheit nicht gut tut, müsste mittlerweile hinreichend bekannt sein. Wir sollten aber auch daran denken, dass wir mit unserem zu hohen Fleischkonsum unsere Umwelt durch den dadurch extremen Wasserverbrauch, die Rodung der Urwälder für die Tieproduktion, den zunehmenden Einsatz von Pflanzengiften und die Nitratbelastung des Bodens unwiederbringlich zerstören. Wir fressen die Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkel auf! Dieser Aspect ist für mich wichtiger, als die Diskussion über etwas mehr oder weniger Fleisch.

Nichtmedizinische Berufe

Alles schön und gut. Nur leider funktioniert das mit der Pflanzennahrung bei den meisten nicht, die Evolution lässt grüßen. Und am schlimmsten sind dann diese Soja oder sonstigen Fleischersatzprodukte, die so viele Zusatzstoffe enthalten, dass sie eigentlich in den Müll gehören.

Und für die steigende Anzahl von Menschen, die Probleme mit Zucker, Fruchtzucker, Sorbit & Co und auch – trotz nicht bestehender Glutenunverträglichkeit – mit Getreiden aller Art haben, sind Milch und Fleischprodukte nun mal ein wichtiger Teil. Und es gibt auch einen wichtigen Unterschied zwischen Milch und verarbeiteten Produkten wie Quark, Joghurt und Käse. Das sollte man eigentlich wissen.

Ebenso, dass bestimmte Mineralien, wie z.B. Eisen aus Pflanzen nur sehr schlecht verwertet werden. Ähnlich verhält es sich ja auch mit Omega-3.

Die ganzen Säue, die da in den Nachkriegsjahrzehnten durchs Dorf getrieben wurden, was man nun essen soll oder nicht, waren doch recht bunt. Mal so, mal so.

Wichtig ist, sich von frischem Essen zu ernähren und nicht von Fertigprodukten, die jede Menge Salz und Zucker enthalten. Eltern sollten aber bei der Ernährung ihrer Kinder auch wissen: Auch wenn sie alles richtig machen, wenig Süßes, alles frisch: Es gibt gute und schlechte Futterverwerter. Und bei ein wenig molligen Kindern sollte man diese auf keinen Fall in die Diätspirale treiben. Diäten sind das größte Ernährungsübel, das es überhaupt in unseren westlichen Gesellschaften gibt. Statt Diät sollte man Kinder an geregelte Essenszeiten gewöhnen und ihnen genügend andere Reize in ihrem Leben bieten.

Statt unser halbes Leben mit Diäten zu verbringen, sollten wir uns wieder Werten zuwenden, jeden Menschen so akzeptieren, wie die Natur ihn vorgesehen hat. Vom Jugend- und Schönheitswahn etwas ablassen. Dann würde die Zahl der massiv Übergewichtigen auch massiv zurück gehen und die Menschen insgesamt stressfreier und damit auch mit weniger Entzündungsherden in Körper leben.

Gast
Gast

….soweit schön und gut, aber: Auch die Aussagen eines Professors sollte man als Redaktion überprüfen ;): Omega 3 Fettsäuren sind nur in wenigen Pflanzenölen in sinnvoller Verteilung enthalten (Raps- und Leinöl), in vielen anderen (Sonnenblume, Distel, Maiskeim) etc. dominieren Omega-6-FS. Vor allem werden die Omega 3 aus Pflanzen oft nicht zu den eigentlich entzündungshemmenden Stoffen (Eicosapentaensr./ Docosahexaensr. ) metabolisiert, ähem. Grüße von der Ernährungswissenschaftlerin..

Gast
Gast

Lust auf Erkenntnis am eigenen Leib? Mitmachen bei einer schicken Fastenstudie, Analytik inklusive. [Kommentar von der Redaktion gekürzt]

Gast
Gast

Die Ernährungsmedizin tut sich schon immer schwer, wissenschaftlich haltbare Ergebnisse zu produzieren. Auch in diesem Artikel werden Einzelerkenntnisse aufgegabelt und in einen nicht überprüfbaren Zusammenhang gebracht. So haben die alten Platzhirsche der Ernährungsmedizin (Hallo DGE!) gearbeitet: Einzelerkenntnisse werden in das Ordnungssystem persönlicher Überzeugungen gequetscht. Jahrelang sollten wir nur noch am besten Sägemehl fressen. Heute ist z.B. widerlegt, dass das Serumcholesterin von den bösen Hühnereiern kommt.
Schaut euch unser Gebiss an: wir sind Allesfresser! Also: zurück zur Natur, mit gemüsereicher Mischkost, mäßig Kohlenhydrate, wenig Zucker, Fleisch vom Weidevieh, Fisch und natürlichen (nicht gehärteten ) Fetten macht man nichts falsch.

Cordula Molz
Cordula Molz

Wer bezieht sich heute noch im Ernst auf die Empfehlungen der DGE? Kalorien sind nicht das Hauptthema sondern: gute Fette – auch gesättigte, viel Gemüse, wenig Obst und Getreide wenn überhaupt dann nicht in diesen Riesenmengen – und ja: Fleisch! Aber Gutes mit naturgegebenem Fettsäureprofil und nicht das, was üblicherweise für wenig Geld in großen Mengen zur Verfügung steht.
Ach ja: kein Zucker, keine Süßstoffe. Es könnte sehr einfach sein.. wenn man denn wollte

Apothekerin

Sehr schöner Artikel. Danke!

Student der Humanmedizin

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2846864/#!po=18.2927
Table 2
Man beachte die doch ganz annehmbaren O6/O3 Ratios von ca. 2 in GRAS-gefütterten Rindern.
Also kann man schon Fleisch essen, aber bitte gutes. Und dementsprechend vollzieht sich vielleicht auch aus Kostengründen eine Reduktion der Menge.

Gast
Gast

1.000.000.000 Beobachtungsstudien ergeben niemals Beweise für was dann auch immer.

Apotheker
Apotheker

Sehr einseitiger Artikel mit Halbwahrheiten, die auf Fleisch einen Reim machen. Mit konsequenter Zucker- und Süsstoffreduktion kann man leicht viel mehr für das Darmmikrobiom erreichen. Unsere Großeltern hatten keine Wahl: Freisch war rar und teuer. Diesen Umstand als historischer Beleg für gesündere Ernährung durch Fleischlosigkeit zu verkaufen, ist purer Populismus. Schade.

Arzt
Arzt

#2 das hat nur nichts mit dem Fleisch zu tun,
das hier im Bildzeitungstil von Herrn Thorsten Braun ins Bild gesetzt wird.
Ich kenne keinen Mensch der sich nur von Fleisch ernährt.

Sehr schöne Zusammenfassung!
Dean Ornish hat das letztlich schon vor 30 Jahren in “Revolution in der Herztherapie” beschrieben und an KHK-Patienten auch höchst erfolgreich bis hin zur nachgewiesenen Plaqueregression umgesetzt…

Gast
Gast

klar, das ist zu wenig pro Woche,
sparen muss man dagegen bei den Kalorien, nicht beim Fleisch,
besonders beim Zucker,
das weis doch nun langsam jeder